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Rolf Morrien

Zertifikate-Auswahl wichtig: Wenige Rendite-Perlen und viel Schrott

Rolf Morrien

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Im Jahr 2010 – nur 2 Jahre nach der Lehman-Pleite und dem Austrocknen des Zertifikate-Marktes – hat die Branche ein unglaubliches Comeback geschafft: Erstmalig in der Historie notierten an den deutschen Börsen mehr als 500.000 verschiedene Zertifikate und Optionsscheine. Meine ganz klare Einschätzung: Da es nur wenige gute Einsatzbereiche gibt, muss die große Masse der Zertifikate Schrott sein – auch wenn das eine harte Formulierung ist. Die Emittenten steigern die Nachfrage mit groß angelegten Werbeaktionen und erfüllen zusätzlich quasi jeden Kundenwunsch. Aber nicht jeder Kundenwunsch ist sinnvoll. Die Emittenten hätten die Aufgabe, einen Qualitäts-Check einzubauen und schlechte Ideen auszusieben. Das findet nicht statt. Stattdessen werden möglichst komplizierte Zertifikate „gebastelt“, damit die Anleger die Kosten und Nachteile nicht finden.

Ein konkretes Beispiel. Die Idee klingt nach den 2 Crash-Phasen phantastisch: Mit Garantiezertifikaten wird das eingesetzte Kapital abgesichert und gleichzeitig profitieren die Besitzer von den steigenden Kursen. Kein Risiko im Crash, hohe Gewinne im Boom. Wer träumt nicht davon? Leider wird das auch ein Traum bleiben. Bei Garantiezertifikaten können viele Fallen und Kosten versteckt sein: 1) Die Emittenten kassieren direkt beim Kauf einen Ausgabeaufschlag (das Zertifikat hat einen Wert von 100 Euro, kostet beim Kauf jedoch 102 Euro). 2) Die Kapitalgarantie beschränkt sich auf die 100 Euro je Zertifikat, nicht auf die gezahlten 102 Euro. 3) Die Kapitalgarantie gilt nur am Tag der Fälligkeit. Während der Laufzeit kann das Zertifikat deutlich ins Minus rutschen. Wer nicht bis zum Laufzeitende warten kann, muss Verluste beim Verkauf realisieren. 4) Umgekehrt: Steigen die Kurse des Basiswerts, steigt das Zertifikat oft langsamer. Nur am Laufzeitende gilt die versprochene Gewinnbeteiligung. 5) Oft werden bei steigenden Kursen Stichtage für die Berechnung gewählt. Dadurch wird der Kursgewinn am Laufzeitende in vielen Fällen niedriger sein als beim Direktkauf des Basiswerts. 6) Der Emittent behält laufende Zahlungen des Basiswerts (Dividenden bei Aktien) und reicht diese nicht an die Zertifikate-Besitzer weiter und 7): Entscheidend ist natürlich, dass der Emittent am Ende der Laufzeit noch zahlungsfähig ist.

Wie Sie sehen, sind die Verkaufsschlager „Garantiezertifikate“ bei genauerer Betrachtung meistens doch kein Investment wert. Je komplexer die Zertifikate-Bedingungen, desto vorsichtiger sollten Sie sein. Wenn Ihnen Ihr Bankberater die Funktionsweise des Zertifikats nicht in ein bis maximal 2 Sätzen erklären kann, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Fallen oder Kosten im Produkt versteckt. Fazit: Viele Zertifikate sind überflüssig wie ein Kropf. Zertifikate sollten aber nicht aus Prinzip abgelehnt werden. Index-Zertifikate, Discount-Zertifikate oder Quanto-Zertifikate können je nach Marktlage Lücken im Depot füllen und für Extra-Gewinne in schwierigen Situationen und Märkten sorgen. Auch hier gilt: Auf die richtige Dosierung und Auswahl kommt es an.

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