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Rolf Morrien

Wie Sie mit Fonds Ihr Depot abrunden

Rolf Morrien

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In der heutigen Ausgabe widme ich mich dem Thema Fonds. Sie werden in wenigen Minuten wissen, wie Sie mit Fonds  einfach, sicher und schnell Geld an der Börse anlegen können. Sicher deshalb, weil Sie mit Hilfe eines Fonds breit gestreut Länder, Branchen und sogar ganze Anlageklassen abdecken können.

Wenn Sie zum Beispiel den chinesischen Aktienmarkt interessant finden, sollten Sie in einen Fonds investieren, der eben diesen Markt abdeckt. Dies ist deutlich sicherer als eine Investition in einzelne chinesische Aktien, die Sie von Deutschland aus nicht kontrollieren können. Sie können davon ausgehen, dass das Fondsmanagement diesen Markt sehr gut kennt, permanent überwacht und das Anlage-Risiko auf mehrere Dutzend chinesische Aktien verteilt.

So können Sie Ihr Depot optimal abrunden: Wenn Sie einen Aktienmarkt gut kennen (Deutschland, Österreich, Schweiz), oder wenn es sich um weltbekannte Top-Unternehmen wie unsere Depot-Werte Nestlé, BAT und Coca-Cola handelt, bietet sich für Sie der direkte Kauf von Aktien an. Wenn Sie dagegen exotische Werte, oder ganze Branchen, Regionen oder unterschiedliche Anlageklassen abdecken möchten, sind Fonds Ihre 1. Wahl.
Definition und Funktionsweise von Investmentfonds

Eine Investmentgesellschaft (Fachbegriff: Kapitalanlagegesellschaft; oder kurz KAG) sammelt das Geld der Anleger, bündelt es in einem Sondervermögen – dem Investmentfonds – und investiert es in einen Anlagebereich (z. B. Aktienfonds) oder sogar in mehrere Anlagebereiche (z. B. Mischfonds).

Die Tatsache, dass es sich um ein sogenanntes Sondervermögen handelt, schützt Sie rechtlich selbst im Falle einer  nsolvenz vor einem Verlust Ihres Geldes. Ihnen kann als Fondsbesitzer also nicht das passieren, was tausenden Anlegern in Deutschland im Zusammenhang mit der Pleite der US-Bank Lehman Brothers passiert ist, als Derivate der Bank fast wertlos verfallen sind. Fonds sind deutlich sicherer als Derivate.

Die Fondsanteile können börsentäglich gehandelt werden. Das Geld im Fonds wird nach festgelegten Anlageprinzipien in Aktien, Anleihen, am Geldmarkt oder in Immobilien angelegt. Die Fonds müssen den Grundsatz der Risikomischung beachten. Dies bedeutet für Sie eine relativ hohe Sicherheit. Denn es darf nicht das gesamte Fondsvermögen in nur eine Aktie oder nur eine Immobilie investiert werden.


Fondsarten und Unterscheidungsmerkmale

Man unterscheidet neben offenen und geschlossenen Fonds (diese werden in einer der nächsten Ausgaben behandelt) weiterhin beispielsweise innerhalb der offenen Fonds aktive und passive Fonds.

Passive Fonds sind sogenannte Indexfonds. Diese haben kein aktives Fondsmanagement, sondern bilden nur einen Index nach. In diesem Zusammenhang soll auch die Abkürzung ETF (Exchange Traded Funds) ein erstes Mal genannt werden. ETFs sind einfach nur Indexfonds. Genauer werde ich Ihnen diese Gattung in einer der nächsten Ausgaben erklären. Weiterhin gibt es folgende Möglichkeiten der Kategorisierung von offenen Fonds:

• Instrumente, in die investiert wird
• Geografische Streuung der Investments
• Spezialstrategien
• Anlagehorizont
• Börsenzulassung
• Zielgruppe (Anleger)
• Risikostruktur
• Sonderformen

Eine der geläufigsten Kategorisierungen von Investmentfonds ist die nach den Instrumenten, in die der Fonds investiert. Hier wiederum sind die häufigsten Instrumente: Aktien, Fonds, Renten (= Zinspapiere), Geldmarktpapiere, Währungen, Rohstoffe, Immobilien etc. Daraus resultieren die Fondsarten Aktienfonds, Dachfonds (investieren in andere Fonds) Rentenfonds, Geldmarktfonds, Offene Immobilienfonds etc., wie sie bei den bekannten Fondsrankings oft verwendet werden. Ebenso wird bei sogenannten Mischfonds auf diese Kategorisierung Bezug genommen:  mischfonds investieren in unterschiedliche Anlageklassen meist in Aktien und Anleihen.


Entstehende Kosten beim Fonds-Kauf

Die Kosten setzen sich wie folgt zusammen:

• Ausgabeaufschlag
• Verwaltungsgebühr der Investmentgesellschaft,
• gegebenenfalls erfolgsabhängige Vergütung der Investmentgesellschaft,
• Depotbankgebühr.

Bei der Festsetzung des Ausgabepreises für neue Fondsanteile rechnen die Investmentgesellschaften dem Anteilwert meist einen Ausgabeaufschlag hinzu. Der Aufschlag wird in Prozent des Anteilwertes berechnet. Wenn also z. B. der Anteilwert 100 € ist und der Ausgabeaufschlag 3% beträgt, zahlen Sie als Anleger für einen Anteil 103 €.

100 € davon fließen in den Fonds und 3 € an die Investmentgesellschaft bzw. deren Vertrieb. Häufig liegen die Ausgabeaufschläge von Aktienfonds bei 3 bis 6%, bei Rentenfonds bei 1 bis 3%.

Die jährlichen Verwaltungsgebühren der Investmentgesellschaft stellen deren Entgelt für die Verwaltung des Fonds dar. Sie liegen oft bei 0,1 bis 1,75% pro Jahr. Diese berechnen sich aus dem Nettoinventarwert des Fonds und werden diesem entnommen. Die jährlichen „Managementgebühren“ von Indexfonds liegen deutlich tiefer, da kein Analystenteam  bezahlt werden muss.

Bei einigen Fonds sehen die Anlagebedingungen neben der Verwaltungsvergütung zusätzlich Erfolgsvergütungen für die Manager vor. Diese Erfolgsprämien erhält die Investmentgesellschaft aus dem Fondsvermögen nur, wenn festgelegte Ereignisse eintreten, z. B. beim Übertreffen eines bestimmten Vergleichsmaßstabs (Benchmark).

In Deutschland ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Vermögensgegenstände eines Fonds bei einer Depotbank hinterlegt werden müssen. Die Depotbank berechnet dem Fonds dafür eine jährliche Gebühr, deren Berechnung in den Anlagebedingungen geregelt ist. Meist wird sie als Promillesatz des Fondsvermögens berechnet. Alle Umschichtungen  es Fondsvermögens verursachen zudem Transaktionskosten. Bei Aktienfonds geht man von einer durchschnittlichen jährlichen Umschichtungsquote von 1,5 aus.

Praxis-Tipp: Die zuletzt genannten Kosten werden Sie kaum spüren. Es gibt 2 „echte“ Kostenblöcke: Die jährliche  Managementgebühr und den Ausgabeaufschlag. Doch den größten Block können Sie fast vollständig vermeiden. Sparen  Sie sich den Ausgabeaufschlag, indem Sie den Fonds nicht über die Investmentgesellschaft (KAG), sondern über die Börse erwerben.

Sie müssen Ihrer Hausbank nur mitteilen, dass Sie den Fonds über die Börse kaufen möchten, oder beim Online-Banking den oft voreingestellten Börsenplatz „KAG“ durch Hamburg, Frankfurt, Stuttgart etc. ersetzen. Dann entfällt der Ausgabeaufschlag und Sie zahlen nur die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis (oft nur knapp 1%). Der Fondskauf ist dann genauso einfach und günstig wie der Aktienkauf.

Das Einsteiger Depot biete Ihnen auf nur 4 Seiten eine Übersicht über die zuletzt empfohlenen Aktien. Außerdem gibt er Hintergrund-Berichte über die jeweiligen Unternehmen und eine ehrliche Einschätzung über die Lage in der Welt. Nach nur 12 Minuten können Sie loslegen und investieren in Ihr Gewinner-Depot!

Rolf Morrien kann Sie zu Sicherheit und Rendite führen…

EINFACH! SCHNELL! GÜNSTIG! Testen Sie hier den neuen Dienst!

 

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