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Wie man eine Aktie empfiehlt

Robert Sasse

Robert Sasse

In dem Investmentbuchklassiker „The Intelligent Investor“ definiert Benjamin Graham, den man als Vater des Wertinvestment ansieht, zwei verschiedene Typen von Investoren. Den Ersten beschreibt er als defensiv oder als ein Individuum, welches es vorzieht passive Investitionen zu tätigen, sowie Indexfonds oder als jemand, der eher einen außenstehehenden Geldmanager beauftragt seine finanziellen Angelegenheiten zu regeln. Die zweite Klasse besteht aus geschäftstüchtigen Investoren oder jenen die willens sind den „intelligenten Einsatz“ aufzubringen um mögliche profitable Investitionsgelegenheiten aufzuspüren. Diese Art von Mensch würde mit Sicherheit davon profitieren, zu wissen wie man eine Aktie vorschlägt.

Den Wert einer Aktie bestimmen

Personen, die daran interessiert sind ihre eigenen Investitionen zu tätigen müssen sich selbst zwar nicht offiziell eine Aktie empfehlen, aber andere die sich entscheiden Geld profesionell zu verwalten, werden ihren Vorgesetzten oder Klienten unvermeidlich eine Aktie anpreisen müssen. In beiden Fällen ist es von größter Wichtigkeit zu einem festen Ergebnis zu kommen, ob eine Investition in eine Aktie von Wert ist.

Das Empfehlen einer Aktie besteht grundsätzlich darin, jeden wichtigen Aspekt eines Unternehmens zu analysieren und dann zu einem Ergebnis zu kommen, ob sie von zu hohem, zu niedrigen oder genau richtigem Wert ist. Wenn eine Aktie zu niedrig bewertet ist, wird es sich im Idealfall auszahlen längerfristig zu denken und eine Position zu kaufen, sobald sie ihren eigentlichen oder wahren Wert erreicht. Auf der anderen Seite, könnte ein Investor eine Aktie verkaufen, welche als überbewertet angesehen wird, was bedeutet, dass man auf ihren Rückgang zu einem geringeren wahren Wert setzt.

Qualitative und Quantitative Fakoren

Was die analytischen Aspekte angeht, so empfiehlt es sich eine umassende Investment-Checkliste anzufertigen. Diese schließt qualitative und quantitative Faktoren mit ein. Qualitativ sollte ein Investor lernen, was ein Unternehmen grundlegend tut und wie es Geld macht. Die Positionierung in ihrer Branche, wie zum Beispiel, wie sie im Vergleich zu Partnern und Rivalen steht, ist wicht um zu bestimmen, ob die Firma einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihrer Konkurrenten hat. Andere wichtige qualitative Faktoren sind ein Überblick über Schlüsselkunden und -Lieferanten und ob das Unternehmen am Anfang, im Wachstum oder der Niedergangsphase steht. Alles in allem sollte ein Investor die Wachstumsaussichten des Unternehmens bewerten.

Quantitative Faktoren sind vital und können in zwei Kategorien aufgeteilt werden; die erste besteht aus dem Unternehmen selbst. Beispielsweise ist es wichtig die Erfolgsgeschichte zu analysieren: Wie schnell hat es Verkäufe, Gewinne und den Finanzfluss vergrößert? Dies sollte in das letzte Quartal, vergangene Jahr und längere Perioden aufgeteilt werden, wie zum Beispiel über die letzten drei, fünf und zehn Jahresperioden. Eine Bilanzanalyse durchzuführen ist ebenfalls ideal und sollte sich auf finanzielle Stärke, Rentabilitätsmaßnahmen, Wirkungsgrade und Wirksamkeit der Verwaltung beziehen. Beispiele in jeder dieser Kategorien berücksichtigen Schulden im Eigenkapital, operative Grenzen, Umsatz pro Mitarbeiter und Eigenkapitalrendite.

Investitionsattraktivität

Die anderen wichtigen quantitativen Maßstäbe auf die man achten sollte, bestehen darin, die Investitionsattraktivität eines Unternehmens aufzubrechen. Bewertungsmaßstäbe, wie das Unternehmenswert zum Umsatz-, das Preis-zu-Einnahmen- und das Preis-zum-Finanzfluss-Verhältnis erweisen sich hier als nützlich. Der Investor wird auch eine gleiche Analyse für vergleichbare Unternehmen durchführen wollen um ein Gefühl dafür zu kriegen wie die gefragte Firma dasteht.

Anspruchsvollere Bewertungsmethoden beinhalten das Durchführen einer abgezinsten Cashflow-Analyse oder DCF, um die erwarteten Finanzflüsse auf den heutigen Tag herunterzurechnen. Diese zusammenzurechnen erlaubt dem Investor einen Gesamtwert für die Firma zu erstellen, welcher verwendet werden kann um den den eigentlichen Wert eines Aktienpreises einzuschätzen. Ähnliche Techniken beinhalten wieder eine vergleichbare Anaylse anderer Rivalen, sowie die Preise, welche andere Unternehmen gezahlt haben und anhand welcher Maßstäbe. Mit etwas Glück, könnte die empfohlene Aktie zu niedrig bewertet sein.

Die Quintessenz

Es gibt viele andere Faktoren, die bei einer Aktienempfehlung zu beachten sind. Beispielsweise die Qualität der Verwaltung, wichtig sind sowohl die Art wie sie Anteilhaber behandelt als auch wie sie diesen hilft ihr Wohlhaben zu vergrößern. Desweiterern gibt es viele branchenspezifische Quantitative Zahlen und Maßstäbe die für Unternehmen und deren Rivalen zu beachten sind. Aber der obrige Überlblick deckt die Schrauben und Muttern der Durchführung einer gründlichen Analyse und zu lernen wie man eine Aktie empfiehlt wird sich im Idealfall in eine sehr lukrative Investition entwickeln.

 

 

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