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Rolf Morrien

Wie die Indexe das Investieren verändert haben (Teil1)

Robert Sasse

Robert Sasse

Wenn darüber gesprochen wird, dass die Märkte auf oder abgehen, eine starke oder schwache Leistung zeigen oder bullisch oder bärisch werden, beziehen sich alle darauf, wie die Börse durch die Indexe gezeigt wird.

Indexe funktionieren wie eine Zusammenfassung des Marktes indem sie die besten Aktien der einzelnen Märkte verfolgen.  Das Abschneiden der Aktien ist einer der größten Faktoren für die Gesundheit des Marktes, daher ist es kaum zu glauben, dass die Indexe erst seit etwa der Hälfte des Bestehens der Börsen existieren. In diesem Artikel werden wir uns die Geschichte dieser Investitions-Vehikel anschauen.

Vor dem Dow

Der Ruf des Aktienmarkts hat seine Höhen und Tiefen erlebt. Der tiefste Punkt zeigte sich in den Jahren nach dem Crash 1929, da dieser den Wert vieler Investitionen zerstörte.

Die ersten 120 Jahre des NYSE sind das zweit schlimmste Tief vor dem Dow. Das Misstrauen des Marktes während dieser Zeit war nicht so schlimm, aber es war viel nachhaltiger. Das Grund für dieses Tief war, dass die involvierten Personen eher spekulierten als investierten. Dies war nicht ganz ihr Fehler, da die Regulationen ziemlich lasch waren und welche Information sie auch bekamen, es war nie sicher gestellt, dass sie richtig oder überhaupt wahr war. Dies, gepaart mit den Geier ähnlichen Händlern und Maklern, die ihre Kreise über der Wall Street zogen und auf Anleger wartete, die sie ausbeuten konnten, machten den Markt sprunghaft. Es gab viele ehrliche Makler, Unternehmen und Händler, aber es gab nicht, was den Strom des Betruges aufhalten konnte.

Weniger bekannt, aber genauso wichtig ist die Tatsache, dass die Menschen den Markt oder Teile davon nicht verstanden. Die Idee eines Markts war immer noch die eines Marktes mit Buden, wo man in den Produkten eines Bauers stöbern konnte und seine Lebensmittel kaufte. Der Gedanke die Leistung eines Unternehmens zu kaufen war für die Einwohner Amerikas im 17./18. Jahrhundert schwierig zu begreifen.

Denken sie daran, dass die meisten Erwachsenen dieser Zeit ihre Kindheit in Minen, Fabriken und Feldern anstatt von Schulen verbracht haben. Selbst die Elite, die im Markt involviert war, verstand ihn in manchen Fällen nicht. Sie begriffen, dass er durch periodische Höhen und Tiefen ging, aber nur auf so eine vage Art und Weise, wie eine Person innerhalb eines Schiffes anhand des Wellengangs sagen kann, ob er/sie sich im Hafen oder auf See befindet.

Stöcke im Sand

Charles H. Dow, ein Finanz-Journalist, enthüllte 1896 den ersten Aktien-Index. Sein Dow Jones Industrial Average war ein Durschnitt der besten 12 Aktien des Markts. Da dies grade am Ende der industriellen Revolution war, war der Großteil dieser Unternehmen im industriellen Sektor tätig. Er berechnete den DJIA in dem er alle Aktienpreise nahm, sie addierte und sie dann durch die Anzahl der Aktien teilte. Die Zahl die am 26. Mai 1896 herauskam war 40,94. Die Reichweite des Dow hat sich seitdem vergrößert.

Dow stellte sich seinen Durchschnitt als einen Maßstab für die Gezeiten des Marktes vor. Durch seine Berechnungen, platzierte er quasi einen Stock an der höchsten Wassermarke einer jeden Welle, oder Trading-Tag. Wenn die Wellen ihn immer weiter den Strand hoch drückte stieg die Flut. Wenn er weiter hinein gehen musste um den Stock aufzuheben kam es zur Ebbe. Bewaffnet mit diesem Maßstab war Dow in der Lage zu sehen, ob der Markt für eine lange Periode stieg, wie bei einem bullischen Markt, oder ob es stetig fiel, wie bei einem bärischen Markt.

Dow startete den Railroad Average im Jahr 1884 (mittlerweile der Dow Jones Transportation Average) und den Utility Average in 1929. In 1928 wurde es notwendig die Rechenmethode zu tauschen, da die Unternehmen Fusionen und Aktien-Splits vornehmen, die die Nummern entstellten. Der Dow wechselte zu einem System von flexiblen Divisoren, welche sich veränderten um den Durchschnitt daran zu hindern durch diese oder ähnliche Komplikationen verfälscht zu werden. In dieser Form besteht der DJIA noch heute, aber die 30 Unternehmen, welche ihn ausmachen sind viel weniger in der industriellen Branche angesiedelt. Der Name ist jedoch geblieben.

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