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Rolf Morrien

Wie die Indexe das Investieren verändert haben (Teil 2)

Robert Sasse

Robert Sasse

S&P 500

Standard & Poor’s 500 hat seine Wurzeln in 1860, als Henry Varnum Poor „History of the Railroads and Canals of the United States“ veröffentlichte. Es lieferte zum ersten mal eine finanzielle Geschichte aller Unternehmen, die in den USA Schienen verlegt oder Kanäle gegraben hatte.

Poor hoffte, dass sein Buch dabei helfen würde Informationen für Anleger außerhalb des Bankenviertels bereitzustellen. Der Erfolg des Buchs führte ihn dazu, dass er Manual of the Railroads of the United States jährlich veröffentlichte.

Die Rate in der Poors Veröffentlichungen ausverkauft waren ermutigte andere Unternehmen wie Standard Statistics und Moody’s Manaul Co ihre Operationen auch außerhalb von Eisenbahn-Aktien durchzuführen. Diese drei Unternehmen führten eine langsame Reihe von Fusionen in den Jahren 1913-1941 durch. Während diesem Prozess startete Standard Statistics einen Index von 223 Aktien in verschiedenen Branchen zu führen, musste es aber auf 90 reduzieren, da es keine Maschine oder Person gab, welche in der Lage war einen Index auf dem neuesten Stand zu halten, der aus so vielen Unternehmen bestand.

Eine der Dinge, die diesen Index von dem bekannteren DJIA unterschied, war die Tatsache, dass es ein Börsengewichteter Durchschnitt war, anstatt preisbasiert wie der Dow zu sein. Diese genauere Messung des Gesamtmarkts wurde kurz darauf nicht mehr ganz so geschätzt.

Poor’s Unternehmen ging nach dem Crash 1929 bankrott und wurde von Standard Statistics absorbiert. Der neu geformte Standard & Poor’s 90 Index war der einzige Index der täglich aktualisiert wurde. Im Jahr 1946 kaufte Standard & Poor einen Computer von IBM und war auf ein mal in der Lage den Index auf 500 Unternehmen auszuweiten, welcher stündlich aktualisiert werden konnte.

Der Lauf der Technik-Aktien

1985 führte die Nasdaq ihren eigenen Index ein um mit dem S&P zu konkurrieren. Der Nasdaq 100 wurde als ein marktgewichteter Index entworfen worden, welcher mehr Unternehmen aus dem Technologie-Sektor beinhaltete – unkartiertes Land zu dieser Zeit. Der Nasdaq selbst wurde entworfen um diesen Aktien einen Markt zu bieten und er wuchs stetig, da sowohl der Computer als auch das Internet die Technologie in die Häuser der Kunden brachte.

Die Popularität der Technik während der 1980er und 90er verschaffte dem Nasdaq 100 den dritten Platz bei den finanziellen Nachrichten. Diese größere Abdeckung durch die Nachrichten sorgte dafür, dass mehr Anleger in die inflationäre Technikblase einstiegen und erhöhte so den Schaden der durch den Technik-Crash entstand. Trotz seiner unglücklichen Rolle im Crash ist der Nasdaq 100 weiterhin einer der Premium-Indexe der Welt.

Jede Menge Indexe

Zusätzlich zu dem Dow, dem S&P und Nasdaq, gibt es hunderte andere Indexe. Index-Fonds und die passiven Anleger, die sie lieben, haben die Schaffung dieser Werkzeuge vorangetrieben.

Die bekanntesten nach den Top 3 sind:

–                    American Stock Exchange composite Index

–                    Russel Index

–                    NYSE Composite Index

–                    30-Jahres Treasury Bond Index

 

Diese Menge an Informationen liegt hauptsächlich an Verbesserungen in der Angabepflicht, Berechnungen und, natürlich, dem Internet.

Wie die Indexe das Investieren änderten

Der Einfluss der Indexe auf das Investieren war, und ist es immer noch, riesig. Auf einem Grundlevel, brachten die Indexe Transparenz und ein besseres Verständnis der Marktkräfte. Dow-Theorie, entwickelt von Chalres Dow, war eine der ersten Versuche der technischen Analyse. Indexe wurden außerdem unbezahlbar für Händler und Momentum-Investoren, in dem diesen ein Maßstab des Gesamtmarkts gegeben wurde.

Indexe kreierten ein Bezugspunkt für Anleger und Geldmanager anhand dem sie sich messen konnten. Die Kreation dieses Bezugspunkts ermutigte außerdem ein Segment der investierenden Bevölkerung dazu, eine weniger aktive Route zu wählen und sich mit eher bescheidenen Renditen zu Frieden zu geben, wodurch es zum ersten mal in der Geschichte, für Personen mit wenig finanziellem Wissen, möglich wurde ihre eigenen Depots zu kontrollieren. Es gibt mittlerweile Indexe für Technik-Aktien, pharmazeutische und jede Unterkategorie innerhalb der Finanzwelt, über die ein Anleger etwas wissen möchte. Die Herausforderung für Anleger ist mittlerweile nicht mehr an zuverlässige Markt-Informationen heranzukommen, sondern diese korrekt zu verwenden.

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