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Rolf Morrien

Wie Anleger Aktien finden können (Teil 1)

Robert Sasse

Robert Sasse

Es gibt viele Investoren, die alles selbstständig machen. Sie tätigen ihre eigene Recherche und   vollziehen ihre Trades durch günstige Makler. Diese Investoren verdienen Anerkennung für ihren Geschäftsgeist, das Problem ist allerdings, dass sie oft nicht wissen wo sie anfangen sollen.

Um eine individuelle Aktie als eine Investition auszuwählen, brauch ein Anleger zunächst eine gute Quelle angehender Investitionen. An diesem Punkt erweisen sich Aktien-Screener und Marktdaten für individuelle Anleger als sehr hilfreich. In diesem Artikel werden wir ihnen zeigen wie sie verwendet werden können.

Unterschätzen sie den Wert der Marktdaten nicht

Anleger benötigen so viele Informationen wie möglich darüber wie der Markt funktioniert. Das heißt man muss eine Vielzahl von Quellen für Informationen  über die Wirtschaft, Branchen und Unternehmen haben. Anleger müssen keine Statistiken und die Feinheiten jeder Branche erforschen wie es Wall Street-Ökonomen tun, aber sie müssen bescheid wissen was den Markt treibt.

Daher ist es empfehlenswert sich Geschäftsreporte im Fernsehen anzuschauen, Finanzwebsites und Trade-Journale zu lesen. Kluge Anleger sollten stets Ausschau nach Daten und Ereignissen halten, die die Wirtschaft nach vorne treiben könnten. Informationen aus einem weitläufigen Quellennetz zu erhalten stellt sicher, dass der Anleger keine falschen oder unvollständige Nachrichten erfährt.

Zum Thema Nachrichten, finden sie hier ein paar Beispiele von Informationstypen die sie regelmäßig verfolgen sollten:

–                    Informationen über Zinstrends sind extrem wertvoll. Denken sie daran, dass wenn ein Anleger die Wahrscheinlichkeit künftiger Kürzungen akkurat vorhersagen kann, er auf einem guten Weg ist viel Geld zu machen. Nochmal – dies ist der Grund warum bedachte und zeitige Analysen der Wirtschafts-Nachrichten wichtig ist. CNBC macht sehr gute Arbeit, wenn es darum geht über Zins-Neuigkeiten zu berichten und hilft dabei der Öffentlichkeit einen Überblick zu geben wie das Potential für künftige Änderungen in der Fed-Politik aussieht.

–                    Informationen über die Ölproduktion und die Verfügbarkeit in den Haushalten ist genauso wichtig. Wieso? Die einfachste Antwort ist, dass unsere Wirtschaft von der Fähigkeit Öl zu vernünftigen Preisen zu beziehen abhängt.

–                    Ziehen sie als nächstes die Konsumentenzahlen, Bebauungen und Beschäftigungsraten in Betracht. Diese Daten geben Anlegern einen Sinn dafür, wofür die breite Öffentlichkeit ihr Geld ausgibt. Dies sind wichtige Informationen, da es dem gerissenen Investor ermöglicht einen Trend zu erkennen und ihm eine Schätzung gibt, wofür die Konsumenten in der nahen Zukunft Geld ausgeben werden.

 

Stutzen sie zu erst das tote Holz

Der Trick bei der Aktienauswahl ist es die Spreu vom Weizen zu trennen – die Kandidaten also auf eine geringe Anzahl zu beschränken. Dies geht am leichtesten indem man weiß welche Art von Unternehmen man vermeiden sollte.

Außer in extremen Ausnahmefällen, sollte man sich von folgenden fernhalten:

–                    Lieferanten

Da diese Unternehmen keine Produzenten sind, sind sie einfache Mittelsmänner, die selten einzigartige Qualitäten vorzuweisen haben, die eine große Anzahl Investoren anzieht. Grundsätzlich gibt es außerdem weniger Konkurrenten, wenn es darum geht ein Lieferant zu sein.

Beispiele für solche Unternehmen sind die Hersteller von Stofftieren und Lieferanten, die ihre Güte einfach nur an den Einzelhandel verschiffen. Diese Unternehmen könnten schnelle Profitverluste verzeichnen, wenn ihnen nur ein großer Einzelhandel abhanden kommt.

–                    Unternehmen mit einer Brutto-Marge unter 20%

Der Hauptgrund ist, dass es keine Marge für Fehlschlag gibt. Selbst der kleinste Rückgang des Geschäfts kann die Profite abstürzen lassen. Für gewöhnlich haben Lieferanten niedrige Margen. Aber dies ist auch der Fall bei bestimmten Startern, die ihre Güter zu niedrigeren Kosten anbieten müssen um sich Marktanteile zu sichern. Diese Unternehmen sind riskanter.

–                    Unternehmen, die nicht „Klassenbeste“ sind

Wie es schon ihre Eltern immer sagten: „Du kriegst, wofür du zahlst“. Anders gesagt, zweitklassige Unternehmen bleiben meist zweitklassig außer, wenn sie das Potential besitzen irgendwann an der Branchenspitze zu stehen. Wie kann ein Investor sagen, ob ein Unternehmen „Klassenbeste“ ist? Meist haben sie die höchste Börsenbewertung der Branche, die größte Präsenz beim geographischen Fußabdruck und tendieren dazu die „Trendsetter“ der Branche zu sein; Wal-Mart, Microsoft und Exxon Mobil sind hervorragende Beispiele für solche Unternehmen.

–                    Unternehmen, die kaum gehandelt werden

Kaum gehandelt bedeutet, dass diese Unternehmen weniger als 100000 Anteile pro Tag traden. Der Markt dieser Aktien ist meist extrem sprunghaft. Investoren haben schon genug Arbeit, wenn sie eine Fundamental-Analyse durchführen. Scharfe Veränderungen des Angebots und der Nachfrage und dem potentiellen Einfluss auf den Aktienpreis sind zu schwierig einzuschätzen.

–                    Unternehmen, die grade eine erhebliche Akquisition angekündigt haben

Unternehmen, die große Akquisitionen tätigen enden oft mit großen, unvorhergesehenen Ausgaben, die den nächsten Einnahmen einen erheblichen Dämpfer geben. Auch wenn solch ein Geschäft eine enorme Gelegenheit bietet, wird das negative Potential viel zu oft übersehen. Hier ist Manhattan Bagels ein hervorragendes Beispiel. In den späten 90ern kaufte die bekannte Bagel-Kette einen ihrer größten Rivalen an der Westküste. Aber wie sich herausstellte gab es Probleme und die Geschäfte, die das Unternehmen gekauft hatte, waren nicht annähernd so profitabel, wie es sich die Anleger anfangs erhofft hatten. Da die Akquisition so groß war, konnte das Unternehmen die Probleme nicht in den Griff kriegen.

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