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Rolf Morrien

Weltspartag: 2013 kein Grund zur Freude

Rolf Morrien

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Am 30. Oktober war es wieder so weit: Der Weltspartag sollte möglichst viele Sparer in die Banken locken. Ein in Deutschland attraktives Geschäft. Regelmäßig werden über 10% des verfügbaren Einkommens auf die hohe Kante gelegt. Doch in diesem Jahr war der Weltspartag kein Freudentag für die deutsche Finanzindustrie. Die Sparquote ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts zum ersten Mal seit über 10 Jahren unter die 10%-Marke gerutscht. Vor 5 Jahren lag die Sparquote noch bei rund 12%. Aber warum sparen die Deutschen plötzlich nicht mehr so eifrig? Da der Arbeitsmarkt gut aussieht, sind die Einkommen nicht das Problem.

Aktuelle Umfragen der Sparkassengruppe zeigen ein klares Motiv: Die Sparneigung der Deutschen sinkt, da die Zinsen zu niedrig sind. Wenn Zinsanlagen nur Renditen von 0 bis 1,5% abwerfen, ist die Motivation, auf Konsum zu verzichten und das Geld zu sparen, sehr gering. Diese Entscheidung ist rational verständlich. Da aktuell die Inflationsrate höher ist als die Zins-Rendite, schrumpft die Kaufkraft, wenn das Geld niedrig verzinst auf dem Konto liegt. Das bedeutet: Ich bekomme mehr Waren und Dienstleistungen für mein Geld, wenn ich jetzt sofort konsumiere und nicht erst spare. Die Senkung der Sparquote und Erhöhung der Konsumquote ist ein Grund, warum die deutsche Konjunktur aktuell besser läuft als in den meisten anderen europäischen Ländern. Die Schattenseite dieser Verschiebung: Das Geld, das jetzt ausgegeben wird, fehlt anschließend als finanzielle Reserve und in der privaten Altersvorsorge.

Wenn wir uns fragen, wie es zu dieser Entwicklung kommen konnte, steht die Politik im Mittelpunkt. Die Regierungen der Euro-Staaten, aber auch ganz speziell die deutsche Bundesregierung. Die Schuldenkrise der Euro-Staaten zeigt das Politik-Versagen. Die Bankenkrise hat den Schulden-Wahn verstärkt, aber der Trend war schon vorher negativ. Da Wachstum oder Sparbemühungen das Schuldenproblem nicht mehr lösen können, setzen Notenbank und Politik auf die hier im „Depot-Optimierer“ schon oft von mir beschriebene „finanzielle Repression“ (im Archiv finden Sie den Basisbeitrag zum Thema „finanzielle Repression“ in der Oktober- Ausgabe 2012 auf Seite 2). Kurz zusammengefasst: Die Zinsen müssen unter die Inflationsrate gedrückt werden. So wird ein Teil des Schuldenbergs einfach „weginflationiert“. Die Null-Zins-Politik der Notenbanken ist also ein Geschenk für die Regierungen der  Schuldenstaaten. Verlierer sind die Sparer, die mit Mini-Zinsen leben müssen.
In Deutschland hat die Politik aber noch mehr Hürden für Sparer aufgebaut: So liegt der Freibetrag für Zinsen, Kursgewinne und Aktien-Dividenden bei deutlich unter 1.000 € pro Person. In den meisten anderen Ländern fällt dieser Freibetrag deutlich höher aus. Höhere Freibeträge erhöhen den (Aktien-) Sparanreiz. Oder denken Sie an die Benachteiligung der Aktionäre: Die Unternehmen zahlen Steuern und anschließend muss der Aktionär die aus dem versteuerten Unternehmens-Gewinn gezahlte  ividende auf persönlicher Ebene noch einmal versteuern. Neu hinzu kommt wahrscheinlich bald die Finanztransaktionssteuer, die Aktionäre und Fondsbesitzer trifft. Wer Sparer regelmäßig bestraft, darf sich nicht wundern, wenn die Deutschen trotz der relativ hohen Einkommen beim Thema Vermögensaufbau nur im Mittelfeld in Europa landen. Ein riesiges Potenzial, das verschenkt wird.

 

 

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