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Rolf Morrien

Wann man eine Aktie verkaufen sollte

 

Yannick Esters

Yannick Esters

Die meisten Anleger denken beim Kauf einer Aktie von Natur aus langfristig. Wenige Investoren würden von Natur aus auf ihren Rückgang setzen weil sie nicht wissen wonach sie suchen müssen. Manche Investoren sehen den Kürzungsprozess, als nicht eingängig zum traditionellen Investmentprozess, da viele Aktien mit der Zeit im Wert steigen. Nichtsdestoweniger kann man viel Geld durch Short-Positions erzielen und in diesem Artikel geben wir ihnen eine Liste von Anzeichen, die anzeigen wenn eine Aktie reif für einen Rückgang ist.

Technische Trends
Schauen sie sich ein Diagramm der Aktie an von der sie denken, dass sie sie verkaufen könnten. Wie ist der grundsätzliche Trend? Steht die Aktie unter Aufzinsung oder vor einer Ausschüttung?
Es ist nicht ungewöhnlich eine Aktie, die in einem negativen Trend lag, weiterhin auf dem selben Level gehandelt zu sehen. Viele Händler verwenden verschiedene technische Indikatoren um den Negativtrend zu bestätigen, aber eine einfache Trendlinie zu ziehen reicht schon aus um einem Händler ein besseres Verständnis dafür zu geben in welche Richtung sich die Investition bewegt.

Andere technische Indikatoren wie der gleitende Kursdurchschnitte, können ebenfalls verwendet werden um einen Negativtrend vorherzusagen. Viele Händler halten Ausschau danach, ob ein Preis weit unter diesem Kursdurchschnitt fällt um einen Rückgang vorherzusagen, da Aktien die unter den gleitenden Kursdurchschnitt fallen, wie der 200-Tage gleitende Kursdurchschnitt, für gewöhnlich ihren Abstieg fortsetzen.
Verfehlte Erwartungen
Wenn eine Unternehmen ihre erwarteten Quartalseinnahmen verfehlt, versucht das Management normalerweise den Anlegern in einer Telefonkonferenz oder Pressemitteilung zu erklären was passiert ist. Nach diesen arbeiten die Wall Street Analysten an einem Bericht und verteilen diesen an ihre Makler. Dieser Prozess kann einen großen Zeitraum einnehmen – manchmal Stunden oder Tage – was sich in Wall Street-Zeit wie eine Ewigkeit anfühlt.
Gerissene Händler versuchen oft ihre Aktie zwischen der Veröffentlichung und der Zeit zu kürzen, in der Analysten an dem Bericht arbeiten. Denken sie daran, dass die Makler, sobald sie diese Berichte erhalten, versuchen ihre Klienten von den Aktien zu befreien oder zumindest ihre Positionen zu reduzieren.

Steuerverlustverkauf
Im vierten Quartal, werden sie merken, dass Unternehmen zum Ende der 52-Wochen Handelsspanne noch niedriger handeln. Warum ist das so? Weil Privatpersonen und Investmentfonds ihre Verluste vor Jahresende ins Aktiv buchen möchten um ihre Steuereeinnahmen einzuheimsen. Daher sind diese Aktien gute Kandidaten für Händler, die Profit in den günstigeren Regionen suchen.

Insiderverkäufe
Es gibt viele Gründe warum ein Insider seine oder ihre Aktie verkaufen möchte. Diese beinhalten den Kauf eines Hauses, oder einfach nur den Wunsch danach Profite zu erzielen. Wenn jedoch eine Anzahl von Insidern ihre Aktien in großen Massen verkaufen, ist es eventuell eine weiser Zug dies als Omen für die kommenden Dinge anzusehen. Behalten sie im Hinterkopf, dass Insider eine außergewöhnliche Einsicht in ihre Firmen haben. Verwenden sie diese Informationen zu ihrem Vorteil und timen sie ihre Short-Verkäufe dementsprechend.
Nachlassende Fundamenten
Sie brauchen nicht herauszufinden, dass ein Unternehmen kurz vor der Insolvenz steht um dessen Aktein erfolgreich zu kürzen. Im Gegenteil, sie müssen nur eine schwache Verschlechterung in den Fundamenten eines Unternehmens wahrnehmen um genug zu haben und ihre Anteile fallen zu lassen.

Halten sie Ausschau nach Unternehmen die zurückgehende Handelsspannen haben, kürzlich ihre künftigen Einnahmen verringert haben, Großkunden verloren haben, eine ungewöhnliche Menge schlechter Presse erhalten haben, deren Kassenbestand sich verschlechterte oder buchhalterische Schwierigkeiten hatten. In anderen Worten müssen Anleger sich vor der „Kakerlaken-Theorie“ in Acht nehmen. Die bedeutet, dass wo nur eine (Schwierigkeit) ist, möglicherweise noch viel mehr sind.

Wachsende Inventare/ Kundenforderungen
Dies zählt zum Thema „nachlassende Fundamente“, aber es steht hier um nochmal betont zu werden, da diese zwei die offensichtlichsten Anzeichen für die Talfahrt eines Unternehmens
sind.

Was sagen ihnen diese ?

Wachsende Inventare müssen nicht etwas schlechtes sein, wenn eine Unternehmen vor kurzem ein neues Produkt erzeugt hat und einen Vorrat aufbaut in der Hoffnung dieses zu verkaufen. Wenn ein Unternehmen jedoch einen großen Sprung in der Inventarmenge, ohne jeglichen Grund, aufzeigt, ist dies ein Zeichen, dass es Güter besitzt die abgestanden sind und nicht zu verkaufen sind. Diese müssen abgeschrieben werden und werden einen großen Einfluss auf die Einnahmen haben.

Ansteigende Kundenforderungen sind ein schlechtes Zeichen, da sie anzeigen, dass ein Unternehmen von seinen Kunden nicht rechtzeitig bezahlt wird. Dies wird mit der Zeit Einnahmen kosten. Wenn manche dieser Schulden sich als nicht einholbar erweisen, müssen auch diese abgeschrieben werden.

Rückgänge der Branchentrends
Während ein Unternehmen einen größeren Trend erzeugt, gibt es viele Unternehmen innerhalb eines bestimmten Sektors oder Branche in einer relativen Parität. Das bedeutet, dass Angebot-und-Nachfrage-Probleme die ein Unternehmen angehen muss, bald auch andere beeinflussen werden. Nutzen sie diese Information zu ihrem Vorteil. Rufen sie die Lieferanten von Unternehmen  und/oder die Kunden an. Diese können bestätigen, ob ein unter Nehmen die selben Probleme (oder Gelegenheiten) wie andere in der selben Branche erfahren.

Schlusstrich
Anleger müssen sich bewusst machen, dass Short-Selling nicht nur eine Möglichkeit darstellt um fühlbare Gewinne zu erzielen, sondern auch Signale sein können, die einen Anleger alarmieren wann eine Aktie davorsteht zu fallen. Dieses Wissen wird sie zu einem unermesslich besseren Anleger machen.

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