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Thema des Monats: Pharma- und Biotech-Aktien

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Zum anderen kam verschärfend hinzu, dass die finanzschwachen Staaten genauer auf die Gesundheitsausgaben schauen. Dabei geht es um Einsparungen auf der Nachfrage- und Preisseite, aber auch um Genehmigungen. Die Aufsichtsbehörden kontrollieren neue Wirkstoffe und Medikamente kritischer als früher.

Wer eine Zulassung haben will, muss nachweisen, dass der neue Wirkstoff einen echten Mehrwert für den Patienten bietet. An dieser Hürde scheitern viele Neuentwicklungen. Wenn Sie bedenken, dass es rund 1 Milliarde US-Dollar kostet, bis ein neues Medikament die  Marktreife erreicht, können Sie verstehen, warum der Erfolgsdruck so groß ist.

Die Folge der neuen Gesundheitspolitik: In den vergangenen 15 Jahren ist in der Pharma-Branche der Ertrag je investiertem US-Dollar um 70% gesunken.

2012 war das Jahr der Wende

Pharma-Aktien standen an der Börse fast 10 Jahre lang unter Druck. Am Tiefpunkt kosteten selbst Weltklasse-Unternehmen wie Pfizer, Roche oder Novartis an der Börse nicht einmal mehr den zehnfachen Jahresgewinn (KGV unter 10).

Das Börsenjahr 2012 wurde zum Wendejahr. Gegenüber dem Vorjahres-Tiefpunkt liegen die europäischen Pharma-Aktien rund 40% im Plus (Kursgewinne und Dividenden).

Im Jahr 2012 gab es einen weiteren Wendepunkt: Die Pharma-Umsätze, die ihren Patentschutz verlieren, erreichten ihren Höhepunkt. Da in den nächsten Jahren weniger Medikamente ihren Patentschutz verlieren, entspannt sich die Lage der Pharma-Unternehmen. Das ist eine Erklärung für die steigenden Aktienkurse.


Hausaufgaben erledigt

Positiv zu werten ist auch, dass die Pharma-Unternehmen in der Branchen-Krise ihre Hausaufgaben erledigt haben. Die Kosten wurden radikal gesenkt. Pro Mitarbeiter steigt der Umsatz und der Gewinn. Die Renditen legen wieder zu.

Die Unternehmen haben auch aus der Patent-Krise gelernt. Sie wollen zukünftig die Abhängigkeit von einzelnen Medikamenten reduzieren, damit der Einbruch nicht zu stark ist, wenn der Patentschutz abläuft. Das Risiko-Profil verbessert sich so.

Gleichzeitig haben die Branchen-Riesen wie Pfizer ihr Portfolio durchforstet. Die Bereiche, die keine hohen Renditen brachten, oder wo die Kernkompetenz nicht sonderlich ausgeprägt war, wurden abgespalten oder verkauft. Aus den „Gemischtwarenläden“ wurden Spezialisten mit klaren Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkten. Die Unternehmen ernten jetzt die Früchte.

Biotech: Wachstum mit einem soliden Fundament

Wer glaubt, dass Pharma-Werte an der Börse trotz des Zwischenspurts 2012/2013 etwas langweilig sind, kann auf einen anderen Sektor aus der Gesundheitsbranche schauen: Biotech-Werte. Biotech-Aktien erlebten ihre erste Sternstunde in der Boomphase
1999/2000. Damals schossen die Aktienkurse wie Raketen in den Himmel. Gehandelt wurde die Hoffnung auf ein Wachstumswunder. So entstand eine große Börsen-Blase.

Als die Blase 2000 bis 2003 platzte, verabschiedeten sich viele Anleger dauerhaft von der Biotech-Branche. Doch diese Angst ist übertrieben. Die Biotech-Branche ist „erwachsen“ geworden.
Die Branchenführer Amgen, Biogen, Celgene und Gilead Sciences erwirtschaften jeweils Umsätze von 5 bis 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr und arbeiten extrem profitabel. Trotz der hohen Wachstumsraten liegen die KGV-Werte deutlich unter 30. Auch aus fundamentaler Sicht passt das Chance-Risiko-Verhältnis.

Anders als bei den Pharma-Werten sind in der Biotech-Branche noch zweistellige Wachstumsraten möglich (wenngleich auch hier das Tempo mit zunehmender Größe abnimmt). Hier die Wachstumsraten für den 10-Jahres-Zeitraum bis einschließlich 2012: Amgen (12,1% Wachstum pro Jahr), Biogen (17,0%), Celgene (44,8%) und Gilead (35,4%).

Einzelwerte aus der Biotech-Branche können in der Tat sehr spekulativ sein. Aber mit einem Index-Zertifikat auf den weltweit größten Biotech-Index liegen die Leser des Depot-Optimierers seit der Erst-Empfehlung über 300% im Plus und mit der Beteiligungsgesellschaft BB Biotech knapp 100%. Beide Biotech- Empfehlungen streuen das Risiko auf viele Einzelwerte.

Mega-Trends sprechen für Gesundheits-Aktien

Zwei langfristige Mega-Trends sprechen für ein stetiges Wachstum in der Gesundheits-Branche:

1) Bessere medizinische Versorgung  in den Wachstumsmärkten
Das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern sorgt dafür, dass die Bevölkerung höhere Ansprüche an die gesundheitliche Versorgung hat. Gleichzeitig steigt auch die Kaufkraft der Bevölkerung.

Die Ausgaben für Gesundheitsprodukte werden daher noch über mehrere Jahrzehnte zunehmen. Wo die Reise langfristig hingeht, zeigt ein Vergleich zwischen den Industrienationen und den BRIC-Staaten. In Deutschland erreichen die staatlichen Gesundheitsausgaben rund 10% der Wirtschaftsleistung (BIP). In den USA liegt dieser Wert sogar bei 15%. In den BRIC-Staaten steigt die Quote, ist aber noch weit vom westlichen Niveau entfernt. Brasilien kommt auf 7,5%, Russland auf 5,3%, China auf 4,6% und Indien erst auf 3,6%. Diese Werte werden Richtung 10% steigen. Das bedeutet: Das Wachstums- Potenzial der Gesundheits-Branche ist riesig.

2) Die Verschiebung der Altersstruktur in der Weltbevölkerung
Nach Berechnungen der UNO wird im Jahr 2050 mehr als jeder vierte Erdenbürger älter als 60 Jahre sein. Da die Ausgaben für die  Gesundheit und Pflege im Alter zunehmen, ist auch das ein langfristiger Wachstumstreiber in der Gesundheits-Branche.

Fazit: Aktien aus der Gesundheits-Branche sind attraktive Depot- Bausteine. Auf der Seite 4 finden Sie 2 konkrete Empfehlungen.

 

 

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