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Thema des Monats: Dividenden-Favoriten 2013

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Stockdividende: Gratisaktien für Aktionäre

Kein Bargeld, sondern Aktien erhalten Aktionäre, die in den Genuss einer Stockdividende kommen. Denn das englische Wort „Stock“ bedeutet nichts anderes als „Aktie“.

Jeder Aktionär erhält pro Aktie einen bestimmten Anteil neuer Aktien, zum Beispiel eine neue Aktie für 10 vorhandene. Diese neuen Aktien kann er über die Börse verkaufen und damit seinen Gewinn realisieren. Er kann sie aber auch behalten und darauf hoffen, dass auch diese neuen Aktien ihm künftig Kurssteigerungen und Dividendenzahlungen bescheren.

Ausländische Aktiengesellschaften bieten zum Teil ein Wahlrecht: Die Anteilseigner können vor der Dividendenzahlung frei entscheiden, ob sie Bargeld oder Aktien erhalten möchten.
So berechnen Sie die Dividenden-Rendite

Die wichtigste Kennzahl in Bezug auf die Ausschüttungen einer Aktiengesellschaft ist die Dividenden-Rendite. Die Rechenformel ist einfach:

Dividende
__________  x   100 = Dividenden-Rendite
Aktienkurs
Die Dividenden-Rendite können Sie gewissermaßen als „Zinssatz“ betrachten, den Ihr Aktieninvestment abwirft. Dieser Zinssatz ändert sich allerdings andauernd, weil sowohl die Dividende variabel ist als auch der Aktienkurs (wenn Sie die Aktie bereits gekauft haben, ist für die Berechnung allerdings nicht der aktuelle Kurs relevant, sondern Ihr Einstiegskurs).

Die einfache Auswahlformel, je höher die Dividenden-Rendite, desto besser, gilt leider nicht. Eine Aktie sollten Sie niemals nur anhand der Dividenden-Rendite auswählen. Sonst bestehen gleich zwei Gefahren:

1. Sie wählen ausgerechnet diejenigen Aktien aus, deren Aktienkurse im Keller sind. Denn nicht nur eine hohe Dividendenzahlung sorgt für eine hohe Dividenden-Rendite, sondern auch ein niedriger Kurs (siehe Formel: der Aktienkurs steht im Nenner).
2. Sie suchen womöglich Unternehmen aus, deren großzügige Dividendenzahlungen zulasten der eigenen Investitionen gehen. Wenn der ganze Gewinn an die Aktionäre ausgeschüttet wird, bleibt nichts übrig für dringend nötige Investitionen. Aktiengesellschaften  mit einer solchen Ausschüttungspolitik wirtschaften nicht nachhaltig und schrumpfen mit der Zeit, anstatt zu wachsen Negativbeispiele waren in den vergangenen Jahren einige Telekom-Unternehmen, die zu viel Geld ausgeschüttet und Investitionen vernachlässigt haben.
Um die besten Dividenden-Werte auszuwählen, sollten Sie deshalb drei weitere Kriterien hinzuziehen, nämlich a) die Ausschüttungsquote, b) die Dividendenhistorie und c) die Gewinnentwicklung des jeweiligen Unternehmens.

a) Ausschüttungsquote: Welcher Gewinnanteil wird ausgeschüttet?
Die Ausschüttungsquote ist einfach zu verstehen: Es handelt sich dabei um den prozentualen Anteil der ausgeschütteten Dividendensumme am Unternehmensgewinn. Eine Ausschüttungsquote von 20% bedeutet: 20% des Gewinns landen in Form von Dividenden auf den Konten der Aktionäre. Bei einer Ausschüttungsquote von 50% wird die Hälfte des Gewinns ausgeschüttet, bei einer Ausschüttungsquote von 100% wird alles ausgeschüttet.

Wenn ein Unternehmen 50% der Gewinne in Form von Dividenden ausschüttet und 50% für spätere Investitionen zurückhält, ist das eine gute und ausgewogene Quote. Ausnahmen kann es zum Beispiel dann geben, wenn ein Unternehmen schuldenfrei ist. Dann darf die Ausschüttungsquote auch höher sein (Beispiele: Hermle, Syzygy, Delticom, Fielmann).

b) Dividendenhistorie: Wie stetig und regelmäßig waren die Ausschüttungen bisher?
Dividendenaktien mit hohen und stetigen Ausschüttungen sind in der Regel defensive Titel wie Nestlé, BAT oder Coca-Cola. Die Aktionäre legen bei diesen Geschäftsmodellen weniger Wert auf hohe Wachstumsraten und mehr Wert auf möglichst stetige, regelmäßige Ausschüttungen. Die Regelmäßigkeit der Dividenden und ihr stetiges Wachstum sagen viel über die Qualität eines Unternehmens aus.

Sie müssen bei der Betrachtung der Dividendenhistorie auch wissen, ob es sich beim jeweiligen Unternehmen  m einen zyklischen (also von der Konjunktur abhängigen) oder um einen nicht-zyklischen (also weitgehend von der Konjunktur  nabhängigen) Wert handelt. Bei zyklischen Aktien aus Branchen wie Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau oder Chemie kann die Dividende schwanken oder ausbleiben. Das ist ganz normal. Bei nicht-zyklischen Aktien sollte das nicht der Fall sein.

c) Gewinnentwicklung: Wo geht die Reise hin?
Die Dividenden mögen noch so attraktiv sein – investieren Sie nicht in Unternehmen ohne Aussicht auf steigende Gewinne.

Die klassische Gewinngröße ist der Jahresüberschuss. Dieser  lässt sich allerdings leicht manipulieren, außerdem sind darin viele Einnahmen enthalten, die gar nicht auf das eigentliche  Kerngeschäft des Unternehmens zurückgehen. Beispielsweise Erlöse aus dem Verkauf von Tochterunternehmen, firmeneigenen Immobilien oder Produktionsstätten.

Deshalb empfehle ich Ihnen, sich stattdessen (so verfügbar) den operativen Cashflow anzusehen. Diese Kennzahl verrät Ihnen, welche Mittelzuflüsse ein Unternehmen im eigentlichen Kerngeschäft verzeichnen kann.

Unternehmen, deren Gewinn über Jahre stagniert oder gar sinkt, sollten Sie trotz hoher Dividende nicht in Ihr Depot aufnehmen –  zumindest nicht langfristig. Denn hier können Sie nicht von einem stetigen Wachstum und damit einem langfristigen Anstieg von  Aktienkurs und Dividendenzahlungen ausgehen.

 

 

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