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Rolf Morrien

Thema des Monats: Antizyklisch in Rohstoffe investieren

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Das neue Konjunkturpaket ist in der Tat viel kleiner als das Vorgängerprogramm. Allerdings: 2008 wurde China von der Finanzkrise nach der Lehman-Pleite überrascht und hat die 400 Mrd. € relativ blind verpulvert. So konnte die Blase im privaten Wohnungsbau entstehen. Die Regierung hat aus diesem Fehler gelernt und investiert jetzt zielgerichtet. Da bereits fertige Pläne  bestehen, kann schon 2012 mit den ersten Arbeiten begonnen werden.

Der zweite Kritikpunkt betrifft die Geisterprojekte: Geisterstädte ohne Einwohner, Fabriken ohne Arbeiter, Flughäfen ohne Passagiere. Das können alles gigantische Fehlplanungen sein.

Allerdings gibt es auch Gegenargumente. So hält der Asien-Experte Stephen Roach diese Projekte mehrheitlich für sinnvoll. Seine Begründung:

Pro Jahr ziehen in China 15 bis 20 Mio. Menschen vom Land in die Stadt. Eine solche „Völkerwanderung“ kann nicht gelöst werden, wenn die Menschen schon vor der Stadtmauer stehen. China muss daher vorab Wohnraum, Infrastruktur und Arbeitsplätze für die ehemalige Landbevölkerung zur Verfügung stellen.

Diese Diskussionen zeigen: Wir wissen heute nicht, ob es der chinesischen Regierung gelingt, das Wachstumstempo zu erhöhen. Allerdings nimmt die Regierung viel Geld in die Hand. Es wäre erstaunlich, wenn die Wirkung vollständig verpuffen  würde. Der Depot-Optimierer erwartet einen positiven Wachstumseffekt.

China ist nicht der einzige Rohstoff-Joker

China ist der weltweit größte Rohstoff-Nachfrager. Daher steht China im Fokus, wenn beurteilt werden muss, wie die weiteren Aussichten der Rohstoff-Branche aussehen.

Dabei darf nicht übersehen werden, dass es weitere Wachstumsregionen gibt. Bekannt sind die 4 Wachstumsmärkte Brasilien, Russland, Indien und China, die kurz „BRIC“ genannt werden (das „B“ steht für Brasilien, das „R“ für Russland usw.).

Doch die Globalisierung geht weiter. Neue Staaten drängen auf die Überholspur. Auch hier gibt es ein Kürzel, das allerdings nicht sehr geschickt ausgewählt wurde: MIST (das „M“ steht für Mexiko, das „I“ für Indonesien, das „S“ für Südkorea und das „T“ für die Türkei). Das Wachstum wird auf mehrere Schultern verteilt.

 

Rohstoff-Kunde Automobilbranche steht vor Wachstumsschub

Die Schuldenkrise sorgt für Absatzeinbrüche in einigen PKWMärkten. Da auch unser Heimatmarkt Europa betroffen ist, verlieren – wahrscheinlich aufgrund der persönlichen Nähe – einige Investoren und Analysten den Überblick.

Die globale Automobil-Branche steht 2012 und in den Folgejahren nicht vor dem Zusammenbruch. Im Gegenteil: Selbst im Krisenjahr 2012 wird es neue Rekorde geben. Im 1. Halbjahr stieg der weltweite PKW-Absatz um 7% auf 40 Mio. Einheiten. In Westeuropa schrumpfte der Markt, dafür stiegen die Absatzzahlen in Russland, den USA, Japan und Indien zweistellig. Der weltweit größte Chemiekonzern hat die Automobil-Industrie als Wachstumsbranche identifiziert und investiert kräftig. BASF erwartet, dass der globale PKW-Absatz von 77 Mio. im Jahr 2011 auf 122 Mio. im Jahr 2020 steigen wird. Noch weiter geht das McKinsey Global Institute. Die Prognose: Bis 2030 verdoppelt sich weltweit die Anzahl der PKWs auf 1,7 Milliarden.

Sie können sich vorstellen, welche Rohstoff-Mengen bei der Automobil-Produktion verschlungen werden. Zusätzlich muss natürlich die Infrastruktur für die vielen neuen Fahrzeuge gebaut werden (Straßen). Ein Ende des langfristigen  Rohstoff-Booms ist daher aus Sicht des Depot-Optimierers nicht in Sicht.

Rohstoff-Angebot: Investitionen werden gekürzt

Wie oben anhand von Länder- und Branchen-Beispielen beschrieben, erwartet der Depot-Optimierer mittel- und langfristig  keinen Einbruch bei der Rohstoff-Nachfrage. Ganz im Gegenteil. Die Angebots-Seite reagiert aber sehr zyklisch auf die aktuellen konjunkturellen Risiken. 3 Faktoren, die das zukünftige Rohstoff- Angebot beschneiden, sind schon jetzt sichtbar:

1) Investitionen werden im Rekordtempo gekürzt.

2) Finanzschwache Rohstoff-Unternehmen schwächeln und können innerhalb von 1 bis 2 Jahren vom Markt verschwinden.

3) Rohstoff-Explorer, die in einer frühen Erkundungsphase sind, erhalten für ihre Projekte nur noch eingeschränkt Geld.

Da neue Rohstoff-Projekte mindestens 5 bis 10 Jahre benötigen, bis die Förderung läuft, werden die 2012 beschlossenen Kürzungen kurzfristig die Angebots-Seite nicht beeinträchtigen. Jede Investitions-Kürzung führt jedoch mittelfristig zu einer Angebots-Verknappung, was steigende Preise auslösen wird. Die Rohstoff-Unternehmen, die den kurzfristigen Gegenwind aushalten, werden in einigen Jahren höhere Preise und Gewinne durchsetzen können.
Damit Sie sich vorstellen können, welche Dimensionen die Investitions-Kürzungen erreichen, hier ein konkretes Beispiel: Der australisch-britische Bergbaukonzern BHP Billiton ist der Weltmarktführer und gilt dank der sehr soliden Finanzen und des breit gestreuten Rohstoff-Angebots als Vorzeigeunternehmen. Daher hat BHP auch eine gewisse Vorbildfunktion.
Ende August hat BHP verkündet, die Investitions-Pläne radikal zu kürzen. Der Investitionsplan wurde von knapp 90 auf 22 Mrd. USD gekürzt. Dieses Beispiel zeigt:

  • Die großen Rohstoffkonzerne reagieren sehr schnell auf veränderte Konjunktur-Szenarien und halten ihr Geld zusammen (was die Aktien-Kurse stabilisieren wird).
  • Wenn allein BHP kurzfristig Investitionen im Gesamtvolumenvon 68 Mrd. USD auf Eis legt, wird es in einigen Jahren Angebotslücken geben (= stark steigende Rohstoffpreise und Gewinne der überlebenden Rohstoff-Unternehmen).

Fazit: Kurzfristig müssen Sie mit Gegenwind in der Rohstoff-Branche rechnen, aber auf Sicht von 2 bis 5 Jahren locken hohe
Gewinne. Daher lohnt sich für Sie der antizyklische Einstieg.

 

 

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