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Rolf Morrien

Thema des Monats: Anlage-Chancen in China

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Ein weiterer Schwerpunkt soll nach ersten Angaben aus China eine Reform des Kapitalmarktes werden. Der chinesische Kapitalmarkt wird internationaler. Auf der Agenda stehen:

  1. Die eigene Währung Renminbi soll international gestärkt werden.
  2. Die Zinsen sollen weniger streng vorgegeben werden.
  3. Der chinesische Kapitalmarkt soll ausgebaut werden.
  4. Der Finanzsektor soll reformiert werden.

Mit diesen Programmpunkten können die internationalen Investoren und Anleger, die auf die China-Karte setzen, gut leben.

Wachstumsbremse 2012

Wenn das Stichwort „Wirtschaftswachstum in China“ fällt, denken viele Anleger direkt an traumhafte Wachstumsraten von 8 bis 10%. Im laufenden Jahr müssen jedoch kleinere Brötchen gebacken werden. Im 3. Quartal konnte die chinesische  Wirtschaft nur noch um 7,4% wachsen. Für chinesische Verhältnisse ist das ein schwacher Wert. Und selbst dieser relativ niedrige Wert dürfte nach oben manipuliert worden sein.

So gibt es Auswertungen, dass der Energieverbrauch in den Sommermonaten nur um gut 2% gegenüber der Vorjahresperiode gestiegen ist. Selbst wenn der Produktivitätsfortschritt mit einkalkuliert wird, passt ein so niedriger Wachstumswert beim Energieverbrauch nicht zu einem Wirtschaftswachstum von über 7%. Der echte Wachstumswert dürfte irgendwo in der Mitte liegen.

2013 soll die Wirtschaft wieder durchstarten

Die relative Wachstumsschwäche des Jahres 2012 bietet Ihnen als Anleger auch Chancen: Die Vergleichsbasis ist 2013 niedriger, China kann dann leichter glänzen. Es gibt gleich mehrere Gründe, die 2013 für höhere Wachstumsraten sprechen:

  • Der eingangs beschriebene Investitionsstau löst sich auf, daes jetzt eine neue Regierung mit neuen Planvorgaben gibt.
  • Die Regierung hatte die Zinsen erhöht, um die Spekulationsblasen zu bekämpfen (Immobilienmarkt) und um die Inflationsrate nach unten zu drücken. Da Teilziele erreichtwurden, sinken die Zinsen wieder. Das ist Treibstoff für den Wirtschaftsmotor.
  • Die alte Regierung hat im Sommer 2012 ein Konjunkturpaket mit Schwerpunkt Infrastruktur-Aufbau beschlossen(U-Bahn, Flughäfen, Autobahnen). Da es entsprechende Vorlaufzeiten gibt, wird erst die neue Regierung die Früchte ernten.

Die Richtung stimmt schon wieder: Die chinesischen Einzelhandelsumsätze legten im Oktober um 14,5% zu. Gleichzeitig stieg die Industrieproduktion um 9,6% gegenüber der Vorjahresperiode. Die um 6,4% gestiegene Stromproduktion deutet darauf hin, dass das Wachstum halbwegs real sein dürfte.

Eine Nachricht, die VW, Daimler und BMW (und deren Aktionäre) erfreuen dürfte: Auch die Autoverkäufe legten im Oktober um über 6% zu. Es wäre erstaunlich, wenn die neue chinesische Regierung Ende 2013 ein Wachstum von deutlich unter 8%  erkünden müsste.

Schwachpunkt 1: Unternehmen denken nicht an Anteilseigner oder Profit

Ich möchte Ihnen aber nicht nur die Chancen aufzeigen, die Ihnen der chinesische Markt bietet. Es gibt natürlich auch  Schattenseiten, die Sie vor einer Investition in chinesische Aktien oder Anleihen berücksichtigen müssen.

Ein Grund, warum chinesische Aktien an der Börse oft enttäuschen, ist die unterschiedliche Zielorientierung. Planerfüllung ist für die Manager wichtiger als Profit und Rendite. Als Aktionär darf man nicht darauf bauen, dass der Vorstandsvorsitzende zum Wohle der Anteilseigner handelt. Dazu passt auch, dass die Unternehmen knappe und wertvolle Ressourcen verschwenden.

Ein möglicher Ausweg: Die chinesischen Unternehmen, die im britisch geprägten Hongkong notiert sind, erfüllen häufiger die westlichen Standards.

Schwachpunkt 2: Die Korruption gefährdet mittelfristig die staatliche Stabilität
In seiner Abschlussrede hat Hu Jintao mehrfach die Korruption angeprangert. Seine Warnung: Es drohe „der Untergang der Partei und des Staates“.

Das Grundproblem ist, dass die Staatsdiener relativ schlecht bezahlt werden. Die finanziellen Verlockungen sind daher groß. Dabei geht es um alle Wirtschaftsbereiche: Von der Genehmigung einer neuen Fabrik bis zum Getreidehandel auf dem lokalen Markt. Überall hält ein Entscheidungsträger die Hand auf.

Die Korruption bremst die Wirtschaftsakteure, sorgt aber auch für Unmut in der Bevölkerung. Und genau das kann kritisch werden, denn die Beamten stammen faktisch alle aus der Partei oder werden von der Partei ernannt.

Wenn die chinesische Bevölkerung eines Tages mit Gewalt gegen das korrupte Beamten-System protestiert, ist das indirekt auch ein Schlag gegen die herrschende Partei. Daher warnte Hu Jintao, dass Staat und Partei untergehen könnten, wenn die Korruption nicht gestoppt wird.

Auch hier sind die Zahlen beeindruckend: Laut Partei wurden in den vergangenen 5 Jahren Ermittlungen gegen 600.000 Beamte geführt. In den vergangenen 3 Jahren wurden gegen 18.000 Beamte hohe Strafen verhängt.

Diese Zahlen klingen hoch, sind aber relativ klein, wenn die Gesamtmenge betrachtet wird. Da im Prinzip jeder bestechliche Beamte mit einem bestechlichen Parteimitglied gleichzusetzen ist, hat die Partei naturgemäß kein Interesse daran, dass zu hohe Zahlen auftauchen. Die Strategie lautet: Abschreckung ja, aber keine offizielle Bestätigung, dass es einen Systemfehler gibt.

Die Einschätzung des Depot-Optimierers: Kurzfristig sollte die Korruption noch kein Pulverfass in China sein.

 

 

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