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Rolf Morrien

Thema des Monats: Aktienmarkt Schweiz

Zum anderen darf nicht übersehen werden, warum der Franken so stark aufgewertet hat (wobei die letzte Phase eine Übertreibung war): Die Schweiz ist ein Top-Wirtschaftsstandort mit qualifizierten Arbeitskräften, großer politischer Stabilität, forschungseifrigen Unternehmen und einer staatlichen Schuldenpolitik, die um Welten besser ist als im Euro-Raum. Schweizer Unternehmen gehören daher in ein gut strukturiertes Depot.
Schweiz: Leistungsstark und niedrig verschuldet

Die Schweiz verteidigt die Spitzenposition, wenn es darum geht, die wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft der Welt zu sein. Pro Kopf erwirtschaften die Schweizer eine Wirtschaftsleistung von gut 73.000 Franken. Die Staatsverschuldung liegt in Relation zur Wirtschaftsleistung (BIP) bei unter 40% (in Deutschland ist dieser Wert doppelt so hoch). Bei einer Arbeitslosenquote von rund 3% kann man fast von Vollbeschäftigung sprechen.

Die Wirtschaftsdaten belegen die Schweizer Stärke. Während die deutsche Wirtschaft im Krisenjahr 2009 um rund 5% geschrumpft ist, musste die Schweiz nur ein verhältnismäßig kleines Minus von 1,9% hinnehmen. Gestützt wurde diese Entwicklung neben der staatlichen Nachfrage von einer stabilen Inlandsnachfrage. In einem Jahr voller Rekorddefizite konnte der Schweizer Staatshaushalt sogar einen kleinen Überschuss ausweisen. Eine phantastische Leistung.

Für die Stärke beim privaten Konsum gibt es einen einfachen Grund: Die Schweizer sind aufgrund der geringen Verschuldung noch handlungsfähig. Da Staat und Privathaushalte relativ gering verschuldet sind, waren die Kredit- und Immobilienkrise kein großes Thema im Nachbarland. Daher musste der Gürtel beim Konsum auch nicht enger geschnallt werden.

Jetzt erweist es sich als Glücksfall, dass die Schweiz bereits im Jahr 2003 eine Schuldenbremse eingeführt hat. Seit 2005 sorgt das Instrument dafür, dass Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet werden. Im Jahr 2010 wurde aus dem erwarteten Defizit von 2 Mrd. Franken überraschend ein Überschuss von 3,6 Mrd. Franken. 2011 plant das Finanzministerium mit einem Defizit von gut 500 Mio. Franken. Dieser Betrag liegt noch im erlaubten Rahmen.

Allerdings gilt auch in der Schweiz: Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast. Neben dem „ordentlichen“ Defizit plant die Schweizer Regierung noch mit „außerordentlichen Ausgaben“ in Höhe von knapp 2 Mrd. Franken. Das Geld wird unter anderem für die Sanierung der SBB-Pensionskasse benötigt.

Schweizer Notenbank mit Milliarden-Verlust

Nationalbank (SNB). Im Jahr 2010 musste die SNB einen Verlust in Höhe von 21 Mrd. Franken hinnehmen (ohne eine Aufwertung der Goldreserven wäre der Verlust sogar noch 6 Mrd. Franken höher ausgefallen). Im 1. Halbjahr 2011 lagen die Wechselkursverluste der SNB auch schon wieder bei knapp 12 Mrd. Franken.

Während die Schweiz als „sicherer Hafen“ gefeiert wird, kämpft die Nationalbank gegen die schnelle Aufwertung der eigenen Währung. Franken werden massiv verkauft, Euro-Reserven gekauft.

Die Größenordnung: 2010 hat die Nationalbank Devisen für 144 Mrd. Franken gekauft. Da der Euro dennoch im Vergleich zum Franken stark an Wert verloren hat, musste die SNB Wechselkursverluste in zweistelliger Milliardenhöhe hinnehmen. Die Euro-Positionen im Portfolio sind wesentlich weniger wert als zum Zeitpunkt des Kaufes.

Natürlich sind das bisher nur Buchverluste. Gewinnt der Euro im Vergleich zum Franken wieder an Wert, können sich diese Buchverluste in Rauch auflösen.

Ganz übel wird es aber, wenn der Euro implodiert. Wenn die Crash-Propheten, die den wertlosen Verfall des Euro beschwören, bestätigt werden, ist die Schweiz nicht der strahlende Sieger. Die Euro-Währungsreserven der Schweizer Nationalbank wären dann wertlos (der Depot-Optimierer bewertet die Zukunftsaussichten des Euro kritisch, erwartet aber keinen wertlosen Verfall).

Hohe zwei- bis dreistellige Milliardenverluste im Falle einer Euro-Pleite kann auch die Schweiz nicht locker verkraften. Die Gewinne der Nationalbank werden zu zwei Dritteln an die Kantone und zu einem Drittel an die Bundesregierung ausgeschüttet. Diese Einnahmequelle würde plötzlich versiegen.

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