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Thema des Monats: 2013 wird ein Rekordjahr am Aktienmarkt

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Liquiditätsspritzen als Kurstreiber

Vor wenigen Tagen sorgten Notenbanker aus den USA für einen kleinen Schock am Goldmarkt: Die Ankündigung, dass darüber nachgedacht wird, die inflationstreibenden Geldspritzen zu reduzieren, löste eine Verkaufswelle bei den Edelmetallen aus.

Das hat fast schon eine komische Note. Denn: Die Dosis der Geldspritzen wurde zeitgleich erhöht. Seit dem 1. Januar 2013 kauft die US-Notenbank Fed Monat für Monat Staatsanleihen und Immobilienpapiere im Wert von 85 Milliarden US-Dollar. Diese Liquiditätsspritzen feuern die Kapitalmärkte an.

Die Einschätzung des Depot-Optimierers: Taten zählen mehr als Worte. Aktuell drückt die Fed mit ganzer Kraft auf das Gaspedal und redet nur über zukünftige Bremsmanöver.

Wachstum als fundamentale Basis

Niedrige Zinsen und Liquiditätsspritzen würden isoliert betrachtet nur Preisblasen auslösen. So weit sind wir aber noch nicht. Die Kurssteigerungen werden auch fundamental unterfüttert.

So wächst die Weltwirtschaft im Jahr 2013 voraussichtlich um über 3%. Das ist kein Spitzenwert und es gibt einige Länder mit Null-Wachstum oder sogar mit einer schrumpfenden Wirtschaft, aber insgesamt dominieren die Wachstumseffekte.

Spannend wird die Entwicklung im 2. Halbjahr, wenn steigende Wachstumsraten auf die schwachen Zahlen des 2. Halbjahres 2012 treffen. Da die Aktienmärkte oft bereits ein halbes Jahr vorab reagieren, kann dieser Effekt bereits im 1. Quartal 2013 Kursgewinne auslösen.

So weit das Kurzfrist-Szenario. Das mittelfristige Szenario des Depot-Optimierers habe ich Ihnen bereits im Oktober unter dem Titel „Laufen Sie nicht in die Inflationsfalle“ präsentiert:
Die Wirtschaft wächst, aber nicht stark genug für eine Entschuldung

Die große Frage lautet: Wie soll die Schuldenkrise gelöst werden? Die eleganteste Lösung wäre ein starkes Wirtschaftswachstum. Läuft der Konjunkturmotor auf Hochtouren, steigen die Steuereinnahmen und sinken die staatlichen Pflicht-Ausgaben. Selbst wenn der Schuldenberg in einer Wachstumsphase konstant bleibt, sinkt die Schuldenquote. Denn: Der Schuldenberg wird mit der Wirtschaftsleistung einer Volkswirtschaft verglichen.

Wenn der Schuldenstand konstant bleibt, gleichzeitig aber die Wirtschaft wächst, sinkt die Schuldenquote. Es ist also kein Schuldenabbau notwendig, um die Schuldenquote wieder unter die ursprünglich vereinbarte Obergrenze von 60% zu drücken (aktuell liegt der Wert in Deutschland bei rund 80%). Da die deutsche Wirtschaft 2012/2013 jedoch nur um 0 bis 1% wächst, ist von dieser Seite aus keine Entspannung der Schuldenkrise zu erwarten.

Schuldenschnitt für große Länder keine Handlungsoption

Denkbar ist theoretisch auch ein Schuldenschnitt. Die Besitzer der Staatsanleihen werden enteignet. Auch so kann ein Staat das Schuldenproblem „lösen“. In den vergangenen Jahren gab es 2 bekannte Beispiele. Der erste prominente Fall war Argentinien. Der zweite Fall betraf sogar ein EU-Mitglied. Besitzer von griechischen Staatsanleihen wurden ebenfalls enteignet. Der Schuldenschnitt brachte noch nicht einmal den erhofften Befreiungsschlag.  Ich halte einen zweiten Schuldenschnitt für sehr wahrscheinlich.

Ein kleiner EU-Staat wie Griechenland kommt mit dieser Strategie durch, bei den EU-Schwergewichten wie Deutschland, Frankreich oder Italien ist das jedoch keine Handlungsoption. Wenn keine andere Alternative in Sicht ist, würde die Währungsunion vorher aufgelöst.

 

Finanzielle Repression: Die Entschuldung der Staaten auf Kosten der Sparer

Es bleibt eine dritte Option: Die finanzielle Repression. Das ist die sanfte Art der Enteignung. Die Schulden werden weginflationiert. Regierungen und Notenbanken müssen dafür an zwei Stellschrauben drehen: Zum Ersten müssen die Zinsen unter die Inflationsrate gedrückt werden.

Diesen Trend können Sie seit Ausbruch der Krise beobachten. In den USA liegt der Leitzins in der Bandbreite von 0,00 bis 0,25% und soll dort bis mindestens Mitte 2015 bleiben. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist noch nicht ganz so weit, aber auch bei uns wurde die 1%-Marke unterschritten. Ich halte es für wahrscheinlich, dass der Leitzins noch im laufenden Jahr von 0,75 auf 0,50%  esenkt wird. Dann hat die EZB die Null-Zins-Politik fast verwirklicht.

Zum Zweiten müssen die Regierungen dafür sorgen, dass die großen Investoren in der Zins-Falle gefangen bleiben. Reformen wie Basel III und Solvency II sorgen dafür, dass Versicherungen und Banken große Teile des Anlagekapitals trotz der Null-Zins- Politik in Staatsanleihen investieren (müssen). Liegt das Zinsniveau über mehrere Jahre unterhalb der Inflationsrate, sinkt ebenfalls die Schuldenquote.

Wie drastisch die Folgen für Sparer sind, hat jüngst Thomas Mayer, der Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank vorgerechnet. Bei einem Zinssatz von 0% und einer moderaten Inflation von 3% pro Jahr, erleiden Sparer nach 20 Jahren einen Kaufkraftverlust von über 50%. Das bedeutet: Das Geld liegt noch auf dem Konto, aber der Sparer kann dafür viel weniger Waren und Dienstleistungen erwerben als heute.

Das Fazit des Depot-Optimierers: Die Schuldenkrisen in Europa, den USA und Japan werden weiterhin für Negativ-Schlagzeilen sorgen, aber die Preise für Aktien, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle werden dennoch unter relativ starken Schwankungen steigen. Die passenden Anlage-Möglichkeiten (von konservativ bis spekulativ) finden Sie auf der folgenden Seite.

 

 

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