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Rolf Morrien

Sto AG: Günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10 und Gewinner der Energiesparverordnung

Rolf Morrien

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Die Vorzugsaktie der Sto AG steht seit Mitte 2007 auf der Empfehlungsliste des Depot-Optimierers. Aktuell pendelt die Performance um den Nullpunkt. Damit hat die Aktie den Crash 2007 bis 2009 wesentlich besser überstanden als der Gesamtmarkt, jedoch könnte die Aktie noch viel weiter in der Gewinnzone stehen, wenn der Kurs nicht immer wieder ausgebremst würde. Auf die Hintergründe gehe ich später ein.

Wichtig vorab: Die Bremse ist gelöst. Seit einigen Monaten steigt der Aktienkurs rasant. Es wurde aber erst ein Teil der Unterbewertung abgebaut. Sie können noch immer in eine Qualitäts- Aktie einsteigen, die mit einem KGV von nur 10 bewertet wird. Der Depot-Optimierer erhöht das Kauf-Limit auf 60 €.

Großaktionär treibt taktische Spielchen

Der Großaktionär der Sto AG, die Familie Stotmeister, hat bereits im Jahr 2005 versucht, das Unternehmen, das marktführend bei Wärmedämmsystemen, Gebäudefassaden und Fassadenfarben ist, vollständig zu übernehmen. Das Übernahmeangebot lag damals bei 21 € und war zu niedrig kalkuliert. Die freien Aktionäre haben das Angebot mehrheitlich nicht angenommen. Das aktuelle Kursniveau von gut 60 € zeigt, dass das die richtige Entscheidung war.

Es hält sich aber das Gerücht, dass die Familie noch immer eine vollständige Übernahme anstrebt und auf ein günstiges Kursniveau wartet. Das würde auch erklären, warum die Unternehmensführung, die in der Hand der Familie Stotmeister liegt, teilweise sehr ungewöhnliche Meldungen verschickt. Stammleser werden sich vielleicht noch an eine „Gewinnwarnung“ erinnern. Der Inhalt kurz zusammengefasst: Wenn das Wetter die Baubranche behindert, sind Umsatz- und Gewinneinbußen möglich. Überraschend begann aber keine neue Eiszeit in Deutschland und Sto erreichte die Umsatz- und Gewinnziele. Die „Gewinnwarnung“ hat dennoch einen Kursrutsch ausgelöst. Der Kurs war aber offensichtlich nicht tief genug gefallen.

Diese taktischen Spielchen haben bisher eine noch bessere Performance der Sto-Aktie verhindert. Seit einigen Monaten befindet sich die Aktie jedoch in einem starken Aufwärtstrend. Das Eis scheint gebrochen.

9-Monats-Zahlen rechtfertigen Kursrally

Die im November veröffentlichten Quartalszahlen enthalten wenige Fakten, sind aber dennoch sehr aufschlussreich. So verweist das Unternehmen auf die Wirtschaftskrise und beklagt einen Umsatzrückgang von 3,4% auf 708,1 Mio. €. Allerdings: Die Halbjahreszahlen wiesen noch einen Umsatzrückgang von über 7% aus. Das 3. Quartal muss also bärenstark verlaufen sein.

Interessant ist auch, dass Sto gegen den Trend im Inland und im Ausland mehr Mitarbeiter beschäftigt als im Vorjahr. Wenn in diesen Zeiten Personal aufgebaut wird, sagt das einiges darüber aus, wie das Management die Geschäftsaussichten einschätzt.

Zahlen zur Gewinnentwicklung wurden im 9-Monats-Bericht nicht veröffentlicht. Im Jahresverlauf wurde ein starker Gewinneinbruch angedeutet. Im Quartalsbericht heißt es dann aber recht weich formuliert: „Infolge des geringeren Geschäftsvolumens ist auch beim Ertrag von einem Rückgang auszugehen, der trotz der eingeleiteten Gegenmaßnahmen stärker sein dürfte als beim Umsatz.“ Wenn der Umsatz aber nicht einmal um 10% einbricht, könnte der Gewinn auf einem relativ hohen Niveau bleiben. Die bisherigen Schätzungen, dass der Gewinn um 25 bis 40% einbricht, sind offensichtlich falsch. Der Depot-Optimierer rechnet jetzt mit einem Rückgang von 15 bis 25%. Der Gewinn je Aktie würde dann bei 6 bis 7 € liegen. Selbst im ungünstigen Fall kommt die Aktie auf ein KGV von nur 10.

Da die neue Energiesparverordnung, die seit dem 1. Oktober 2009 für Neu- und sanierte Altbauten in Deutschland gilt, fast zwangsläufig das Geschäft von Sto ankurbelt, kann schon bald wieder ein Gewinn je Aktie von 8 € erreicht werden. Das Kursziel liegt bei 80 €.

https://www.gevestor-shop.de/DO-Depot-Optimierer-09-13/

 

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