Buchtipp des Monats
Buch
ARCHIV
THEMEN
Rolf Morrien

Sollten sie Forex oder Aktien handeln?

Robert Sasse

Robert Sasse

Heutzutage haben Anleger und aktive Händler Zugang zu einer wachsenden Anzahl an Handelsinstrumenten, von altbewährten Blue Chips bis zu den Futures und Forex Märkten.

Es kann kompliziert sein zu entscheiden, welchen dieser Märkte man auswählt und viele Faktoren müssen betrachtet werden um die beste Wahl zu treffen.

Das wichtigste Element ist wahrscheinlich die Risikotoleranz und der Handelsstil des Anlegers oder Händlers. Beispielsweise sind „Buy-and-Hold“-Anleger oft besser dafür geeignet am Aktienmarkt teilzunehmen, während Kurzzeit-Händler (Tages- und Scalp-Händler) Märkte vorziehen, auf denen eine Preissprunghaftigkeit ausgeprägter ist. In diesem Artikel werden wir das Investieren in den Forex Markt mit dem Kauf von Blue Chip-Aktien, Indexen und Industrieaktien vergleichen.

Forex vs. Blue Chips

Die ausländische Börse ist der weltweit größte Finanzmarkt, mit mehr als 4 Billionen gehandelten Dollar pro Tag. Viele Händler werden vom Forex-Markt angezogen, aufgrund seiner hohen Liquidität, einem rund-um-die-Uhr-Handel und den Betrag an Leverage, der den Teilnehmern gestattet ist.

Blue Chips hingegehen, sind Aktien von gut organisierten und finanziell gesunden Unternehmen. Diese Aktien sind grundsätzlich in der Lage herausfordernden ökonomischen Bedingungen profitabel zu operieren und haben eine Geschichte von lohnenden Dividenden. Blue Chips werden grundsätzlich als weniger sprunghaft angesehen als viele andere Investitionen und werden oft verwendet um ein stabiles Wachstumspotential für das Portfolio eines Investors zu liefern.

Sprunghaftigkeit

Sprunghaftigkeit ist ein Maßstab für kurzfristige Fluktuationen. Während manche Händler, insbesondere Kurzzeit- und Tageshändler, sich auf die Sprunghaftigkeit verlassen um von schnellen Preisschwankungen zu profitieren, fühlen sich manche Händler komfortabler durch weniger sprunghafte und weniger riskante Investitionen. Als solche sind viele Kurzzeit-Händler dem Forex-Markt verfallen, während „Buy-and-Hold“-Investoren die Stabilität von Blue Chips vorziehen.

Leverage

Auch Leverage muss berücksichtigt werden. In den Vereinigten Staaten haben Anleger grundsätzlich Zugang zu 2:1 Leverage für Aktien. Der Forex-Markt bietet substantiell höheres Leverage mit bis zu 50:1 und in manchen Teilen der Erde ist sogar noch mehr Leverage verfügbar. Aber ist all diese Fremdfinanzierung gut? Nicht unbedingt. Während es mit Sicherheit ein Sprungbett für Aktienkapital durch kleine Investitionen liefert – Forex-Konten können mit so wenig wie 100$ eröffnet werden – kann Leverage aber genauso leicht ein Konto zerstören.

Handelsstunden

Eine andere Berücksichtigung bei der Wahl eines Handelsinstruments ist die Zeitperiode zu denen das jeweilige benutzt werden kann. Handelsphasen für Aktien sind auf Austausschsstunden begrenzt, generell von 9:30 – 16 Uhr von Montag bis Freitag mit der Ausnahme von Markt-Feiertagen. Der Forex-Markt auf der anderen Seite, ist rund um die von 17 Uhr Sonntags bis 17 Uhr Freitags geöffnet, wobei er in Sydney eröffnet und dann rund um die Welt von Tokyo nach London und nach New York reist. Diese Flexibilität mit einer guten Liquidität zu fast jeder Tageszeit ist ein zusätzlicher Bonus für Händler, deren Terminkalender ansonsten ihre Handelsaktivitäten beschränken würden.

Forex vs. Indexe

Aktienmarkt-Indexe sind eine Kombination von gleichen Aktien, welche als ein Bezugswert für ein bestimmtes Portfolio oder Markt verwendet werden können. In den US-Finanzmärkten sind große Indexe der Dow Jones Industrial Average (DJIA), der Nasdaq Compsite Index, der Standard & Poor’s 500 Index (S&P 500) und der Russell 2000. Diese Indexe liefern Händlern und Anlegern wichtige Methoden um die Bewegungen des gesamten Markts abzumessen.

Eine Reihe von Produkten liefert Händlern und Anlegern ein breites Marktspektrum durch Aktienmarkt-Indexe. ETFs basierend auf Aktienmarkt-Indexen, so wie S&P Depository Receipts (SPY) und der Nasdaq-100 (QQQQ), werden viel gehandelt. Aktien-Index-Futures und e-mini-Index-Futures sind weitere populäre Instrumente, die auf den unterlegten Indexen basieren. Die e-minis liefern starke Liquidität und sind die Favoriten der Kurzzeit-Händler geworden, aufgrund ihrer vorteilhaften täglichen Durchschnittspreise Zusätzlich ist die Vertragsgröße erschwinglicher als die ganz großen Aktien-Index-Futures-Verträge. Die e-minis, inklusive des mini S&P 500, dem e-mini Nasdaq-100, die e-mini Russell 2000 und der mini Dow-Futures werden rund um die Uhr auf gänzlich elektronischen, transparenten Netzwerken gehandelt.

Sprunghaftigkeit

Die Sprunghaftigkeit und Liquidität der e-mni-Verträge wird von vielen Kurzzeit-Händlern genossen, welche an Aktienmarkt-Indexen teilnehmen. Die großen Index-Futures werden bei einem täglichen Durchschnittswert von 145 Billionen $ gehandelt.

Obwohl der durchschnittliche gehandelte Wert im Vergleich zu dem des Forex-Marktes erblasst, bieten die e-minis viele der gleichen Vorteile, die für Forex-Händler verfügbar sind, was zuverlässige Liquidität, tägliche Durchschnittspreisbewegungen, die förderlich für kurzfristige Profite sind und Handel außerhalb der regulären US-Markt-Öffnungszeiten, mit einschließt.

Leverage

Futures-Händler können große Mengen von Leverage verwenden, genauso wie die Forex-Händler. Bei Futures, wird das Leverage als Marge bezeichnet, ein Lagemöglichkeit, die von einem Makler verwendet werden kann um Kontoverluste abzudecken. Die Anforderungen für die Margen werden von den Märkten festgesetzt, auf denen der Vertrag gehandelt wird, und kann so klein wie 5% des Vertragswertes sein. Makler können jedoch wählen höhere Margenbeträge zu fordern.

Handelsstunden

Obwohl man fast rund um die Uhr mit den elektronisch gehandelten e-minis handeln kann, ist das Volumen niedriger als auf dem Forex-Markt und die Liquidität außerhalb der Öffnungszeiten könnte Sorgen bereiten, abhängig von dem jeweiligen Vertrag und der Tageszeit.

Der Schlussstrich

Der Internet- und der elektronische Handel haben viele Türen für aktive Händler und Anleger rund um die Welt geöffnet, und ihnen ermöglicht an einer wachsenden Anzahl von Märkten teilzunehmen. Die Entscheidung ob man Aktien, Forex oder Futures-Verträge handeln soll, basiert oft auf der Risikotoleranz, Kontogröße und dem Komfort. Wenn ein aktiver Händler den Markt nicht während der Regulären Öffnungszeiten betreten, verlassen oder seine Verhandlungen nicht vernünftig managen kann, sind Aktien nicht die beste Option. Wenn die Strategie eines Anlegers, jedoch, ist zu kaufen und langfristig zu halten, einen stetigen Wachstum zu generieren und Dividenden einzufahren, sind Aktien die praktischste Wahl. Unabhängig davon welche Instrumente ein Anleger oder Händler wählt, die Entscheidung sollte davon abhängig gemacht werden welche am besten passt.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (2 votes cast)
Sollten sie Forex oder Aktien handeln?, 5.0 out of 5 based on 2 ratings
Diesen Artikel weiterempfehlen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Bulle
Geldanlage Empfehlung
Infografik der Woche
Teaser