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Rolf Morrien

So können Sie an der Börse auf starke Fremdwährungen setzen

Rolf Morrien

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Wir erleben aktuell einen Abwertungswettlauf der großen Währungen. Einige Beobachter sprechen sogar von einem „Währungskrieg“. Ganz so weit möchte ich nicht gehen. Es gibt jedoch in vielen Ländern den starken Wunsch der Regierungen und Notenbanken, die eigene Währung abzuschwächen. Ein Trauerspiel, wenn Sie bedenken, dass die Notenbanken früher als „Hüter der Währungen“ galten. Hier noch einmal kurz die Ausgangslage in den USA und Europa:

Die Schwäche des US-Dollar begann vor rund 40 Jahren. Anfang der 70er-Jahre wurde das Währungssystem von Bretton Woods mit dem Goldstandard als Fixpunkt (feste Relation von Goldpreis und Dollar) aufgehoben. Der zweite große Abwärtsschub begann Mitte der 80er- Jahre, als die US-Regierung unter Präsident Ronald Reagan eine Abwertungspolitik durchsetzte. Der schwache Dollar sollte den Export ankurbeln und die US-Wirtschaft wettbewerbsfähiger machen. Seit dieser Zeit kann der Dollar als Weichwährung bezeichnet werden.

Die (Währungs-)Geschichte wiederholt sich. Jetzt aber in Europa. Die Anhänger einer harten Währung sind innerhalb  der Europäischen Zentralbank (EZB) isoliert. Bei der Abstimmung darüber, ob die EZB zukünftig ohne Limit kurzlaufende Staatsanleihen kaufen soll, hat nur die Deutsche Bundesbank gegen diesen Plan gestimmt. Der  Kommentar des EZB-Präsidenten Mario Draghi lautete im Sommer 2012: „Der Euro ist unumkehrbar“.

Was das bedeutet, hat David Woo, Währungsexperte bei der Bank of America, gesagt: „Die Währungsunion hat die Wahl zwischen einem sehr viel schwächeren Euro und dem Zerfall“. Während die USA und die Euro-Länder zumindest offiziell (noch) zu einer harten Währung stehen, geht Japan seit Jahresbeginn einen neuen Weg: Regierung und Notenbank kämpfen offen für eine steigende Inflation und eine Abwertung des Yen. Innerhalb von nur 2 Jahren soll die Geldmenge in Japan verdoppelt (!) werden. Ein in dieser Form einmaliges Experiment.

Die Regierungen in den USA, Europa und Japan hoffen, dass sie die Abwertungen und die Inflation beherrschen können. Doch die Erfahrung zeigt: Wer mit dem Feuer spielt, der verbrennt sich die Finger. Daher kann ich meine Empfehlung nur bekräftigen: Verlassen Sie sich nicht auf die Politik! Sie müssen ein Scheitern der  Weichwährungspolitik bei Ihrer persönlichen Finanzplanung mit einkalkulieren. Setzen Sie daher auf Länder, Währungen und Anlageklassen (Sachwerte), die Ihnen Vermögensschutz und Vermögensvermehrung bieten.


Hartwährungen als Depot-Beimischung

Sie werden sich jetzt vielleicht fragen, warum wir hier im „Einsteiger-Depot“ diese Währungsalternativen nicht mit einer Gewichtung von 50 oder 100% empfohlen haben. Dafür gibt es 2 gute Gründe: Zum einen empfehle ich stets eine Risikostreuung. Eine einseitige Konzentration auf Hartwährungsländer wie Norwegen, Australien, Schweiz oder  Singapur wäre zu riskant.

Zum anderen haben harte Währungen auch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft eines Landes. Leicht überspitzt könnte man sagen: Länder mit (zu) harten Währungen können sich auch zu Tode siegen. Daher bleibe ich bei der Empfehlung: Mit einem Hartwährungs-Anteil von 10 bis 20% schützen Sie Ihr Depot und kontrollieren gleichzeitig die Risiken.
Eine zu starke Aufwertung kann gefährlich werden

Die Schweiz hat bereits die Notbremse gezogen und einen festen Wechselkurs Franken/Euro eingeführt, um die Aufwertung des Franken zu stoppen. Die Aufwertung hatte dazu geführt, dass Schweizer Waren und Dienstleistungen im Ausland zu teuer wurden. Zusammen mit der Konjunkturkrise in vielen Euro-Staaten (= sinkende Nachfrage nach Schweizer Waren) war das der Grund, warum die Schweizer Wirtschaft zuletzt ein wenig geschwächelt hat. Und das, obwohl die Schweiz zu den besten Wirtschaftsstandorten der Welt gehört.

Eine andere Gefahr wird sichtbar, wenn Sie den Aufwertungs-Gewinner Australien etwas genauer unter die Lupe nehmen. Die Kombination aus solider Staatsfinanzierung und Rohstoffreichtum hat viel internationales Kapital angezogen.

Vor 12 Jahren mussten Anleger noch gut 2 Australische Dollar für 1 US-Dollar zahlen. 2012 überholte der Aussie-Dollar den US-Dollar. Als Reaktion hat die australische Notenbank die Zinsen radikal gesenkt. Aktuell kostet 1  Australischer Dollar wieder etwas weniger als 1 US-Dollar, doch viele Währungsexperten gehen davon aus, dass die australische  Währung um weitere 20 bis 30% abwerten müsste, wenn die heimische Wirtschaft angekurbelt werden soll.

Ein großer Teil des Kapitals ist in den australischen Immobilienmarkt geflossen. Die verlockende Anlage- Idee: Die Verbindung aus Hartwährungs-Land und Sachwert Immobilie schützt doppelt gut. Die Idee ist an sich auch richtig, aber wenn zu viele Investoren die gleiche Idee haben und das Geld in den gleichen Markt fließt, entsteht eine spekulative Blase.

Die Experten streiten sich jetzt, ob die australischen Immobilien-Preise einfach nur hoch sind, oder ob man bereits von spekulativer Blase sprechen kann. Da der Rohstoff-Boom in den vergangenen 12 Monaten abgekühlt ist, könnte die Stimmung in der Rohstoff- Nation Australien sehr schnell kippen.

Die beiden Beispiele Schweiz und Australien zeigen, dass es nicht immer ein Vorteil ist, wenn ein Land eine sehr attraktive Währung besitzt und wie ein Magnet  internationales Kapital anzieht. Daher gilt auch hier: Risiko-Streuung ist oberstes Gebot! Wer auf Hartwährungsländer setzt, sollte nicht alles auf eine Karte setzen.

Fremdwährungen und Währungskonto

sind nicht die optimale Lösung Der einfachste Weg ist nicht immer die beste Lösung. Natürlich können Sie einfach zu Ihrer Hausbank gehen und dort Australische Dollar, Norwegische Kronen oder Schweizer Franken kaufen. Im Regelfall werden Sie aber ungünstige Umtauschkurse erhalten und hohe Gebühren zahlen.

Ihre Fremdwährungen werfen anschließend auch keine Zinsen oder Dividenden ab. Daher bietet sich dieser Weg, in Hartwährungen zu investieren, nur dann an, wenn Sie einen kleinen „Notgroschen“ zu Hause in greifbarer Nähe haben möchten.

Die beliebteste Lösung sind Fremdwährungskonten. Die Banken haben jedoch den Trend erkannt und kassieren kräftig ab. Üblich sind monatliche Kontogebühren oder der verdeckte Weg, indem Ihnen die Bank einfach die Zinserträge nicht gutschreibt.

Außerdem gilt: Sollte die Krise eskalieren und es doch noch zum Banken-Crash kommen, ist das Geld auf den Fremdwährungskonten verloren. Theoretisch gilt auch hier eine Einlagensicherung, aber im Krisenfall dürfte das ein wertloses Versprechen sein.
Die Lösung im Einsteiger-Depot: Investieren Sie in unterschiedliche Währungen

Hier im „Einsteiger-Depot“ finden Sie deshalb eine bessere Lösung: Wenn Sie allen Empfehlungen des „Einsteiger-Depots“ gefolgt sind, setzen Sie aktuell bereits auf einen breiten Währungs-Mix (= Risikostreuung), indem Sie Ihr Geld auf US-Dollar (Coca- Cola), Schweizer Franken (Nestlé), Britische Pfund (BAT) Euro (u. a. Deutsche Post) und Gold (Euwax Gold) verteilt haben.

Das ist in Anbetracht der bewusst niedrig gehaltenen Anzahl an Depot-Positionen bereits eine enorme und ausreichende Risiko-Streuung.

 

 

 

 

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Rolf Morrien kann Sie zu Sicherheit und Rendite führen…

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