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So kaufen Sie Aktien mit Rabatt

Tobias Schöneich

Tobias Schöneich

Wenn Sie davon ausgehen, dass die Preise für Aktien, Rohstoffe und Edelmetalle mittelfristig steigen werden, kurzfristig jedoch weitere Korrekturen möglich sind, bietet sich für Sie ein Investment mit Sicherheitspuffer an.

Dann ist es besser, den gewünschten Basiswert (Aktien, Rohstoffe, Edelmetalle) mit einem Rabatt zu kaufen. Es gibt an der Börse entsprechende Zertifikate mit Rabatt (englisch: „Discount“). Statt der Aktie oder des Index-Fonds kaufen Sie einfach ein Discount-Zertifikat.

Der Vorteil: Selbst in stagnierenden Marktphasen kassieren Sie attraktive Gewinne.

Ein Discount-Zertifikat richtet sich stets nach dem Basiswert (zum Beispiel Aktie, Index, Rohstoff, Edelmetall). Sie können sich also aussuchen, welcher Wert Ihrem Discount-Zertifikat zugrunde liegen soll. Diesen Wert nennt man „Basiswert“.

Gegenleistung: Der Gewinn ist begrenzt

Allerdings erhalten Sie den Rabatt nicht ohne Gegenleistung. Schließlich muss auch die Bank, die ein solches Discount-Zertifikat herausgibt (der „Emittent“), etwas davon haben. Diese Gegenleistung erbringen Sie als Käufer eines Discount-Zertifikats durch einen Verzicht auf unbegrenzte Gewinne. Die Gewinne sind nämlich gedeckelt, sprich nach oben begrenzt.

Da Deckel auf Englisch „Cap“ heißt, spricht man bei Discount-Zertifikaten von einem „Cap“. Das ist die Schwelle, ab der der Kurs Ihres Discount-Zertifikats nicht mehr steigt. Der Cap ist der maximale Wert, den der Kurs Ihres Discount-Zertifikats erreichen kann.

Bei Aktien gibt es für die Bank (Emittent) eine weitere Finanzierungsquelle: Während die Aktien-Besitzer in den Genuss einer Dividende kommen, gehen Zertifikate-Besitzer leer aus.

Tipp: Bei Aktien mit sehr hohen Dividenden kann ein Discount-Zertifikat an Attraktivität einbüßen. So kommt die Aktie der Deutschen Telekom auf eine Dividenden-Rendite von 8%. Ein Discount-Zertifikat müsste einen hohen maximalen Gewinn und einen großen Rabatt auf den Kurs bieten, um den Verzicht auf die Dividende auszugleichen. Wenn Sie zwischen Aktie und Discount-Zertifikat wählen, sollten Sie daher die Dividende mit einkalkulieren.

Diese Kriterien müssen Sie bei der Auswahl beachten

Bei der Auswahl eines Discount-Zertifikats sollten Sie auf folgende Kriterien achten:

- Basiswert: Auf welches Wertpapier soll sich Ihr Zertifikat beziehen? Auf eine Aktie? Oder doch lieber auf einen Index wie den DAX oder Dow Jones? Berücksichtigen Sie bei der Auswahl das oben erwähnte Dividenden-Kriterium.

- Laufzeit: Achten Sie auf einen Zeitraum, in dem die Entwicklung des Basiswerts für Sie überschaubar bleibt. Ich empfehle Laufzeiten im Bereich von 6 bis maximal 24 Monaten.

- Höhe des Rabatts: Es gibt Discount-Zertifikate mit einem Rabatt von 50% und andere, bei denen es nur 5% Abschlag auf den Kurs des Basiswerts gibt (wählen Sie mindestens 10%).

- Höhe des „Cap“: Dieser Wert ist abhängig von der Höhe des Rabatts. Als Faustregel gilt: Je höher der Rabatt, desto niedriger der Cap, also die maximal mögliche Auszahlung.

- Emittent: Vor allem Banken geben Discount-Zertifikate heraus. Da Zertifikate rechtlich Schuldverschreibungen der Banken sind und ausfallen können, wenn der Emittent pleite geht, sollten Sie auf eine gute Zahlungsfähigkeit des Emittenten achten.

Fazit: Discount-Zertifikate sind in Phasen eines starken Aufwärtstrends (wegen der begrenzten Gewinnmöglichkeiten) im Gegensatz zu direkten Investments die schlechtere Alternative. Wenn Sie jedoch von stagnierenden oder fallenden Märkten ausgehen, sind Discount-Zertifikate gegenüber direkten Investments die deutlich bessere Alternative. Die belegt übrigens auch eine Studie der Deutschen Bank für den betrachteten Zeitraum zwischen 1999 und 2009.

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