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Rente: Erschreckendes Fazit der neuesten Studie zur Altersvorsorge in Deutschland

„Wer sich auf die Rente verlässt, ist verlassen“ – das ist das grobe Fazit aus den Ergebnissen des neuen Vorsorge-Atlas. Diesen haben die Wissenschaftler Bernd Raffelhüschen und Christoph Metzger vom Forschungszentrum Generationenverträge der Uni Freiburg gerade im Auftrag der Union Investment erstellt.

Monatlich werden 806 € zum Leben fehlen

Nach heutiger Kaufkraft berechnet, wird den Verbrauchern im Alter monatlich eine Summe von 806 € im Durschnitt zum Leben fehlen. Das betrifft Spiegel-Berichten zu Folge die Menschen, die sich bei der Altersvorsorge ausschließlich auf die gesetzliche Rente verlassen haben.

Doch selbst wer geriestert hat oder auf eine Betriebsrente zurückgreifen kann, hat damit seinen Lebensstandard im Alter noch nicht gesichert. Mehr als die Hälfte erhält im Ruhestand weniger als 55% des letzten Bruttogehalts – zu wenig, um den bisherigen Standard zu halten.

 

Die drei Vorsorge-Schichten nach dem Gesetzgeber

Der Staat definiert drei verschieden Vorsorge-Bausteine, die beschreiben, wie die Altersvorsorge „ausgestattet“ ist.

  1. Basisversorgung:
    Die 1. Schicht ist die Basisversorgung in Form einer gesetzlichen Rente, der berufsständischen Versorgung für freie Berufe. Auch Beamtenpensionen gehören dazu.
  2.  Zusatzversorgung:
    Die zweite Schicht beschreibt die Zusatzversorgung für das Alter, die zum Beispiel in Form einer Riester-Rente oder einer betrieblichen Altersvorsorge angespart werden kann.
  3. Kapitalanlagen:
    Die dritte Schicht beschreibt die zusätzliche Geldquelle im Alter aus Kapitalanlagen. Über eine private Rentenversicherung, Aktien, Immobilien oder Spareinlagen kann zusätzliches Geld für das Alter zustande kommen.

 

Was bedeutet diese Studie für Sie?

Die Ergebnisse des Vorsorge-Atlas sind erschreckend. Denn selbst wenn Sie die zweite Schicht (Zusatzversorgung) über Jahre bedient haben, ist es dennoch wahrscheinlich, dass Sie im Alter Abstriche machen müssen.

Das wichtigste Fazit dieser Studie: Nur, wer im Laufe seines Lebens zusätzliches Vermögen anhäuft, ist gut abgesichert. Zusätzlich bedeutet: Trotz gesetzlicher Rente und trotz zusätzlicher Altersvorsorge wie Riester.

Laut Spiegel haben vermögende Menschen im Schnitt 77,4 Prozent des letzten Bruttogehalts im Alter zur Verfügung.

Sie sollten also versuchen, auf alle 3 Säulen bzw. Schichten zu setzen und sich dadurch ideal auf Ihren Ruhestand vorzubereiten. Hier gilt: Es ist nie zu früh, aber häufig zu spät! Nur wenige junge Leute machen sich Gedanken um Ihre Rente und fangen erst spät mit der Zusatzvorsorge oder dem Vermögensaufbau an. Das ist ein fataler Fehler, den Sie mit Ihrem Lebensstandard bezahlen müssen.

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