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Rolf Morrien

Politische Ideologien und Aktien (Teil 1)

Yannick Esters

Yannick Esters

Aktien werden von den Nationen beeinflusst, die sie ihr zuhause nennen. Selbst Unternehmen, die über den ganzen Globus verbreitet sind und dort Einnahmen verzeichnen können durch eine Rezession oder Veränderungen der Regulationen in ihren Gründungsländern verletzt werden. Dies bedeutet, dass die Politik einer Nation einen direkten Einfluss auf Aktien hat. In diesem Artikel, werden wir einen Blick auf ein paar der großen politischen Systeme werfen und uns anschauen wie sie die Kapitalmärkte innerhalb ihrer Grenzen beeinflussen.

Demokratie

Die Demokratie ist ein Regierungssystem, in welchem die Einwohner eines Landes Repräsentanten wählen, welche dann regieren. Grundsätzlich ist eine Demokratie gut für Anleger, da es bedeutet, dass Eigentumsrechte – selbst die ausländischer Anleger – respektiert werden. Demokratien scheinen außerdem einen entrepreneuristischen Geist zu fördern, da das Volk die Freiheit besitzt ihre Arbeit auszuwählen und große Belohnungen zu erhalten, wenn sie erfolgreich sind.

Der Nachteil ist, dass eine Demokratie manchmal ein chaotischer Prozess sein kann und Geschäfte nicht immer die Spitzenpriorität haben. Außerdem schwanken Demokratien manchmal, sowohl politisch als auch wirtschaftlich, allerdings sind sie erstaunlich belastbar und können den fruchtbarsten Boden für wirtschaftlichen Wachstum liefern. Milton Friedman merkte häufig an, dass man Kapitalismus ohne Demokratie haben kann, aber keine Demokratie ohne Kapitalismus. So gesagt gibt es keine wahre Demokratie auf der Welt – tatsächlich gibt es, wenn überhaupt, nur ein paar pure politische Systeme. Oft werden sie gemischt und enden als soziale Demokratie (Sozialismus + Demokratie). Aber selbst ein Teil der Demokratie wird von vielen Anlegern in einem positiven Licht betrachtet.

Autokratie

Autokratie besteht, wenn eine Person die Regierung und die Nation beherrscht. Diese Art der absoluten Macht kann Stabilität liefern – etwas, was Anleger an Schwellenmärkten mögen – aber es bedeutet auch, dass die Stabilität mit einem Preis kommt und ein Zeitlimit hat.

Autokratien können für Jahrzehnte andauern, wie bei Ghadaffi in Lybien (1977-2011). Im politischen Sinne wird das ganze in Autokratien, militärische Diktaturen, autoritäre Regime und totalitäre Regime unterteilt, aber für Investoren verhalten sie sich alle auf die selbe Art. Autokratien können sich schnell gegen ausländische Anleger wenden, was die Regeln des Spiels zu Gunsten des Diktators ändert.

Obwohl diese Regime für lange Zeit stabil sein können, machen die andauernden Gefahren des Regierungssturzes oder Todes es den Anlegern sehr schwer in diesen Regionen langfristig zu denken. Wie, zum Beispiel, der Arabische Frühling im Jahr 2011 im Mittleren Osten (Ägypten und Tunesien), welcher ein systematischer Protest gegen die Führer und für die Einführung eines freiheitlichen Systems war, der dazu führte, dass viele Führer zurücktraten. Zivile Unruhen in diesen Gebieten hat den Pessimismus unter den Öl-Investoren in diesen Regionen weiter geschürt, da die Preise unter den autokratischen Regimen noch relativ stabil waren.

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