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Rolf Morrien

Osteuropa: Setzen Sie auf die Gewinner der Region und nutzen Sie die günstige Bewertung Russlands

Rolf Morrien

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Keine andere Wirtschaftsregion hat sich im vergangenen Jahr so unterschiedlich entwickelt wie Osteuropa. Während sich die polnische Wirtschaft sehr robust präsentiert hat und sogar im Krisenjahr 2009 um 1,7% gewachsen ist, stürzten die Ukraine oder die baltischen Staaten dramatisch ab. Glänzten die osteuropäischen EU-Mitglieder und die Beitrittskandidaten in der Aufschwungphase bis 2007 mit hohen Wachstumsraten, so zeigen sich jetzt bei einigen Ländern Mängel in der Krisenbewältigung. Das veranlasst den Depot-Optimierer zum Handeln. Ich empfehle Ihnen, das Ost-Basket Zertifikat (WKN: RCB0T4) zu verkaufen. Dieses Zertifikat ist in der aktuellen Wirtschaftslage nicht mehr flexibel genug, um die Chancen, die Osteuropa bietet, optimal zu nutzen. Realisieren Sie daher den Verlust beim Zertifikat und schichten Sie das Kapital in den renditeträchtigeren und aktiv geführten Fonds Griffin Eastern European um.

Eine weitere Umschichtung: Durch die im Februar erfolgte Neuaufnahme des Immobilienfonds SEB Real Estate Equity Global, der auch Osteuropa und Russland mit abdeckt, rückt das auf osteuropäische Immobilien-Aktien spezialisierte Zertifikat Eastern Europe (WKN: ABN3X8) auf die Verkaufsliste.

Polen meistert die Krise am besten

Erstaunlich gut durch die Krise gekommen ist unser EU-Nachbar Polen. Die polnische Volkswirtschaft ist als einzige in der EU 2009 mit einem Plus von 1,7% weiter gewachsen. Für 2010 rechnen die Konjunkturforscher mit einem weiteren Anstieg. Voraussichtlich schon 2012 könnte Polen – und bei positiver Entwicklung auch Tschechien – die Maastricht-Kriterien erfüllen. Die beiden Länder würden dann bereits 2015 der Eurozone beitreten. Polen ist die größte osteuropäische Volkswirtschaft und profitiert vom starken Binnenkonsum, der zum Beispiel im Dezember um üppige 7% gestiegen ist.

Durch das Vorziehen wichtiger EU-Investitionsprojekte, Steuererleichterungen, sowie staatliche Garantien, ist es dem Land besser als anderen gelungen, den Kapitalabfluss einzudämmen. Deutschland ist wichtigster Handelspartner und Polen profitiert von der Tatsache, dass die Arbeitskosten ungefähr nur ein Viertel und die Investitionskosten nur etwa die Hälfte des deutschen Niveaus betragen. Der Ausbau der Infrastruktur, die qualifizierten Arbeitskräfte und die international vergleichsweise geringe Unternehmensbesteuerung machen Polen als Wirtschafts- und Investitionsstandort attraktiv. Nicht zu vergessen ist die Fußball-EM 2012, die der Infrastruktur und dem Tourismus einen Schub verleihen soll.

Tschechien und Slowakei profitieren stark

Wie Polen profitieren auch Tschechien und die Slowakei überdurchschnittlich von der wirtschaftlichen Stabilisierung Deutschlands, das wichtigster Handelspartner für die beiden Länder ist. In Tschechien hat das BIP pro Kopf mit 82% des EU-Durchschnitts deutlich zugelegt und soll bis 2013 ganz aufschließen. In beiden Ländern liegt die Staatsverschuldung bei ca. 30% des BIPs und ist damit nicht einmal halb so groß wie in Deutschland.

Russische Aktien im internationalen Vergleich immer noch preiswert

Bei der Betrachtung der derzeitigen Aktienkurse an der Moskauer Börse werden Sie feststellen, dass Ihnen kein anderer Wachstumsmarkt günstigere Einstiegsmöglichkeiten bietet. Basierend auf den Unternehmensgewinnen 2009 und den erwarteten Gewinnen für 2010 zeigt sich eine klare Unterbewertung. Das Kurs- Gewinn-Verhältnis (KGV) der Unternehmen, die im russischen Leitindex gelistet sind, lag 2009 bei 12 und wird im laufenden Jahr voraussichtlich auf unter 10 sinken.

Russland besitzt riesige Gas-, Öl- und Erz-Vorkommen und hat mit Europa und Asien zahlungskräftige Abnehmer. Noch ist nicht der gesamte Rohstoff-Reichtum nutzbar, doch lassen die Investitionen keinen Zweifel daran, dass Moskau gewillt ist, diesen Reichtum zu erschließen. Um kurzfristigen Spekulationen entgegenzuwirken, wurden neue Gesetze verabschiedet, die langfristige Investitionen begünstigen. Dadurch erhofft sich die russische Regierung eine geringere Schwankungsanfälligkeit bei konjunkturellen Rückschlägen.

Der Ausblick für Russlands Wirtschaft bleibt gut. Für 2010 wird ein BIP-Antieg um 4,5% erwartet. Bei den Unternehmensgewinnen ist, je nach Entwicklung des Öl-Preises, ein Plus von bis zu 60% möglich. Dank steigender Löhne und Renten und somit anziehender Binnenkonjunktur, der bereits erwähnten Bevorzugung langfristiger Investitionen und wachsender Exporte nach Asien, werden Konjunkturrisiken weiter gemindert.

Sicherheit bietet zudem die geringe russische Staatsverschuldung, die 2010 bei ca. 8% liegen wird. Um Ihnen zu zeigen, was das bedeutet: Für Deutschland werden ungefähr 70% prognostiziert, Japan ist bereits bei über 200%.

Russische Wirtschaft vom Ölpreis abhängig

Falls Sie bereits in russische Aktien investiert haben, wissen Sie, dass diese Werte in der Vergangenheit größeren Schwankungen unterlagen. Durch die Abhängigkeit vom Ölpreis gerät die russische Wirtschaft – und damit auch der Staatshaushalt – bei Preisen unter 50 USD ins Stocken. Auf der anderen Seite: Notiert der Ölpreis deutlich über 50 USD (wie aktuell mit knapp 80 USD), steigern die russischen Öl- und Gasunternehmen die Umsätze und Gewinne stark überproportional. Auch der Staat profitiert dann aufgrund der sprudelnden Steuereinnahmen, mit denen die Infrastruktur weiter ausgebaut werden kann. Eine Russland-Empfehlung, die die Chancen und Risiken berücksichtigt, finden Sie hier.

Griffin Eastern European: Mit diesem flexiblen Osteuropa-Fonds decken Sie die gesamte Region ab

Der Griffin Eastern European Fonds berücksichtigt in seiner Zusammenstellung die wichtige Rolle Russlands im Wachstumsmarkt Osteuropa, ohne die anderen Länder zu vernachlässigen. Die Gewichtung russischer Aktien macht mit über 50% des Fondsvolumens deutlich, dass Russland eine Schlüsselstellung im Fonds einnimmt. Großes Potenzial sieht das Management aber auch in den anderen osteuropäischen Märkten. So zum Beispiel in der Türkei, deren Anteil in der Länder-Gewichtung bei 15% liegt. Die hohe Gewichtung des türkischen Aktienmarktes ist eine Besonderheit des Griffin-Fonds, der sich gerne von anderen Osteuropa-Fonds absetzt und einen ganz eigenen Anlagestil bevorzugt. „Krisenbändiger“ Polen kommt auf einen Anteil von 12% und Tschechien auf 5%.

Größte Einzelwerte des Fonds sind die russischen Öl- und Gas- Riesen Gazprom und Lukoil mit zusammen 13%. Die Gewinnaussichten der beiden Firmen sind – im Fall eines robusten Ölpreises – glänzend. Insgesamt wird der Sektor Energie mit 23% gewichtet und ist damit die Hauptbranche. Zum Kauf empfohlen hat Ihnen der Depot-Optimierer den Griffin-Fonds bereits im Dezember 2008. In nur 15 Monaten hat der Fonds um über 60% zugelegt. Mehrfach wurde das Management für seine guten Leis – tungen ausgezeichnet. Sie können den Fonds spesengünstig ohne Ausgabeaufschlag an den Börsen erwerben.

Discount-Zertifikat RDX: Russischer Aktienindex mit 10% Puffer und 34% Rendite-Chance

Der russische Aktienmarkt ist gemessen am KGV extrem günstig bewertet, weist jedoch auch überdurchschnittliche Kursschwankungen auf. Das ideale Russland-Investment ist daher aus Sicht des Depot-Optimierers ein Discount-Zertifikat, das Ihnen gleichzeitig einen zweistelligen Rabatt beim Einstieg und über 30% Rendite bietet. Mit einem Discount-Zertifikat erwerben Sie eine Aktie oder in diesem Fall einen ganzen Aktien-Index mit einem Preisabschlag (Discount). Als Gegenleistung für diesen Rabatt ist das Gewinnpotenzial nach oben begrenzt. Um Ihnen zu veranschaulichen, wie das Zertifikat funktioniert, habe ich für Sie eine kurze Beispielrechnung angefertigt: Das Zertifikat kostet aktuell 12,68 €. Es sind 3 verschiedene Szenarien möglich: 1. der Index steigt, 2. der Index entwickelt sich seitwärts und 3. der Index fällt. Abgerechnet wird das Zertifikat am 23.09.2011.

Notiert der RDX an diesem Stichtag bei 1.700 oder höher (aktueller Stand: 1.400), erhalten Sie 17 € je Zertifikat zurück. Das entspricht einem Gewinn von 34%. Stagniert der RDX auf dem aktuellen Niveau, erhalten Sie 14 € je Zertifikat, was, gemessen am Einstandskurs, einem Kursgewinn von rund 11% entspricht. Fällt der Index jedoch um rund 10% von derzeit 1.400 auf 1.260 Punkte zurück, erhalten Sie 12,60 €. Sie rutschen also erst dann in die Verlustzone, wenn der Index um mehr als 10% fällt.

 

https://www.gevestor-shop.de/DO-Depot-Optimierer-09-13/

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