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Rolf Morrien

Nachhaltigkeit im Unternehmen

Im engen Zusammenhang von „Nachhaltigkeit“ steht im wirtschaftlichen Kontext die so genannte „nachhaltige Unternehmensführung“ bzw. „Corporate Social Responsibility“ (CSR).  Corporate Social Responsibility meint

den Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über gesetzliche Forderungen und Verpflichtungen hinausgeht. Konkret finden sich dese Beiträge in diversen Bereichen. Dazu gehört die eigentliche Geschäftstätigkeit des Unternehmens, ökologisch relevante Aspekte, die Beziehungen zu den Mitarbeitern und der Austausch mit den relevanten Stakeholdern, die durch die Unternehmenstätigkeit berührt werden.

Corporate Social Responsibility ist daher als Managementansatz zu verstehen, der ökonomische, soziale und ökologische Verantwortung zu einem Teil der Unternehmensstrategie macht. Die Europäische Kommission definiert „Corporate Social Responsibility“ als „Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren.“ Die Definition der Europäischen Kommission nennt soziale Belange und Umweltbelange als zentrale Punkte für „Corporate Social Responsibility“. Erweitert man diese noch um die ökonomischen Belange, erhält man die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit, nämlich Ökonomie, Ökologie und Soziales (vgl. Drei-Säulen-Modell).

„Corporate Social Responsibility“ ist ein Begriff der Neuzeit. Die Idee, die hinter dem Begriff steht, ist allerdings deutlich älter. Das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns, der sich an bestimmte Verhaltensnormen hält und damit dem gesellschaftlichen Gleichgewicht dient, gibt es seit dem frühen Mittelalter. Mit Beginn des 18. Jahrhunderts und dem Einsetzten der Industrialisierung traten Unternehmerpersönlichkeiten auf, für die gesellschaftliches und kulturelles Engagement ebenfalls eine Selbstverständlichkeit war. Neben sozialen Belangen der Mitarbeiter im Unternehmen standen häufig kulturelle Stiftungen und  Mäzenatentum im Vordergrund.

Die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Mitarbeiter erfolgte nur schrittweise, wichtiger Schritt war der Bau von Wohnsiedlungen für die Arbeiter. Eine der ersten Publikationen zum Thema „Corporate Social Responsibility“ entstand im Jahr 1953 von Howard R. Bowen unter dem Titel “Social Responsibilities of the Businessman”. Bowen forderte, dass sich soziale Verantwortung von Unternehmen an den gesellschaftlichen Erwartungen und Werten zu orientieren habe. Neben gesellschaftlichen Rechten müssten Unternehmen auch gesellschaftliche Pflichten übernehmen. In den folgenden Jahrzehnten gewann „Corporate Social Responsibility“ immer mehr Anhänger und konnte sich neben dem vorherrschenden Shareholder Value-Gedanken behaupten. In den letzten Jahren verschmelzen die Ideen der Nachhaltigkeit und der „Corporate Social Responsibility“ immer mehr zu einer Einheit.

Durch eine  veränderte Haltung der Öffentlichkeit und der Einstellungen der Verbraucher gewinnt die Thematik weiter an Bedeutung.

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