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Rolf Morrien

Münchener Rück: Plant Investment- Legende Warren Buffett die vollständige Übernahme?

Rolf Morrien

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Still und heimlich baut der amerikanische Investor Warren Buffett seinen Anteil am deutschen Rückversicherer Munich Re (Münchener Rück) aus. Abseits des medialen Interesses hat der Investment-Guru seinen Anteil an dem Unternehmen mittlerweile auf über 10% erhöht. Und: Er kauft weiter! Was hat Buffett vor? Plant er etwa eine schleichende Übernahme des weltweit führenden Rückversicherers? Oder sieht das „Orakel von Omaha“, wie Buffett genannt wird, wieder eine echte Investment-Chance? Einen guten Riecher hat Buffett – das steht außer Frage.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Investor durch den Einstieg bei der Schweizer Rückversicherungsgesellschaft Swiss- Re umgerechnet zwei Jahre lang 1,4 Mio. Dollar täglich verdient hat. Seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hat allein im dritten Quartal 3 Mrd. Dollar verdient. Die Beteiligungsgesellschaft gehört auch dank ihm zu den erfolgreichsten der Welt.

Buffett kennt die Versicherungsbranche wie kaum ein anderer. Mit der weltweit zweitgrößten Rückversicherungsgesellschaft General Re und anderen kleineren Versicherungsgesellschaften hat der Investmentguru über 40 Jahre Kenntnisse im Versicherungsgeschäft gesammelt. Gut möglich, dass Buffett einfach nur die Umbruchphase an der Börse genutzt hat, um noch günstig bei der Münchener Rück einzusteigen.

Wie weit wird aber der Einstieg gehen? Buffett hält bereits über 10% der Aktien. Eine Übernahme würde sehr gut in das Portfolio seiner Beteiligungsgesellschaft passen. Bereits jetzt machen Versicherungen mehr als 50% des Jahresumsatzes aus. Und: Vielen deutschen Aktionären ist noch die Übernahme der Kölnischen Rückversicherung in Erinnerung. Dort baute Buffett auch über Jahre seinen Anteil am Unternehmen aus, ehe er vor gut 2 Jahren die verbliebenen Aktionäre per Squeeze-Out aus dem Unternehmen drängte. Zwar kam es bei der Kölnischen Rück zu einem größeren Direkt-Einstieg, doch der heimliche Zukauf Richtung Übernahme-Grenze entspricht der „Buffett-Strategie“ einer Übernahme.

Bereits im Januar meldete Buffett das erste Mal, dass er in das Münchner Unternehmen eingestiegen ist. Da waren es noch 3% der Aktien. Seit Mitte Oktober liegt der Anteil bei 10%. Buffett hat öffentlich angekündigt, dass er weiter Aktien kaufen will – eine Übernahme strebe er allerdings nicht an. Wieviel Wahrheit in der Äußerung liegt, sei dahingestellt. Würde Buffett öffentlich ankündigen, dass er mittelfristig die Übernahme der Münchener Rück plane, käme es zu einer Kursexplosion bei der Aktie. Dann würde eine Übernahme richtig teuer. Schon jetzt liegt der Börsenwert der Versicherung bei 21 Mrd. Dollar. Deswegen lautet die Devise: Niemanden aufschrecken und heimlich zukaufen.

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