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Rolf Morrien

Mit ausgewählten Dividenden-Aktien können Sie Ihre Börsengewinne spürbar steigern

Rolf Morrien

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Neue Statistiken zeigen, dass die Dividenden in den vergangenen knapp 100 Jahren für rund 40% der Gewinne des wichtigsten amerikanischen Aktienindices, des S&P 500, verantwortlich waren (für den USAktienmarkt gibt es die beste Datenbasis, daher beziehen sich fast alle großen Aktien-Studien auf den US-Markt).

Diese Zahl empfinde ich als derart bemerkenswert, dass ich mich dazu entschlossen habe, dem Thema Dividenden eine zweite Ausgabe zu widmen. Die erste Ausgabe habe ich am 8. Dezember 2012 veröffentlicht. Diese Ausgabe finden Sie entweder im Online-Archiv auf www.gevestor.de, oder in der Datei, die ich Ihnen zusätzlich zur Wochenausgabe vor 2 Wochen geschickt habe.

Wie wichtig die Dividenden für Ihre Börsengewinne sind, zeigt eine weitere Studie. Gemäß einer Berechnung von Ned Davis Research, erzielten Aktien aus dem S&P 500 zwischen 1972 und 2012 einen Wertzuwachs von 6,94% pro Jahr. Die Aktien aus dem S&P 500, die eine Dividende ausgeschüttet haben, schafften im gleichen Zeitraum eine Performance von 8,67% pro Jahr. Unternehmen, die ihre Dividende regelmäßig erhöhen bzw. erstmalig mit der Zahlung einer Dividende starteten, schafften im Schnitt sogar einen Gewinn von 9,48% pro Jahr!

Angesichts dieser Rendite-Zahlen werden Sie verstehen, dass ich Ihnen im Muster-Depot auf Seite 4 nur sehr dividendenstarke Aktien empfohlen habe und auch zukünftig empfehlen werde.
So berechnen Sie die Dividenden-Rendite

Die wichtigste Kennzahl in Bezug auf die Ausschüttungen einer Aktiengesellschaft ist die Dividenden-Rendite. Die Rechenformel ist einfach:

Dividende
—————– x 100 = Dividenden-Rendite
Aktienkurs

Die Dividenden-Rendite können Sie als „Zinssatz“ betrachten, den Ihr Aktieninvestment abwirft. Dieser Zinssatz ändert sich allerdings andauernd, weil sowohl die Dividende variabel ist als auch der Aktienkurs (wenn Sie die Aktie bereits gekauft haben, ist für die Berechnung allerdings nicht der aktuelle Kurs relevant, sondern Ihr Einstiegskurs).

Die einfache Auswahlformel, „je höher die Dividenden-Rendite, desto besser“, gilt leider nicht. Eine Aktie sollten Sie niemals nur anhand der Dividenden-Rendite auswählen. Sonst bestehen gleich zwei Gefahren:

1. Sie wählen ausgerechnet diejenigen Aktien aus, deren Aktienkurse im Keller sind. Denn nicht nur eine hohe Dividendenzahlung sorgt für eine hohe Dividenden- Rendite, sondern auch ein niedriger Kurs (siehe Formel: der Aktienkurs steht im Nenner).

2. Sie suchen womöglich Unternehmen aus, deren großzügige Dividendenzahlungen zulasten der eigenen Investitionen gehen. Wenn der ganze Gewinn an die Aktionäre ausgeschüttet wird, bleibt nichts übrig für dringend nötige Investitionen.

Aktiengesellschaften mit einer solchen Ausschüttungspolitik wirtschaften nicht nachhaltig und verschenken Wachstumspotenzial. Negativbeispiele waren in den vergangenen Jahren einige Telekom- Unternehmen, die zu viel Geld ausgeschüttet und Investitionen vernachlässigt haben.

Um die besten Dividenden-Werte auszuwählen, sollten Sie deshalb drei weitere Kriterien hinzuziehen, nämlich a) die Ausschüttungsquote, b) die Dividendenhistorie und c) die Gewinnentwicklung des jeweiligen Unternehmens.

a) Ausschüttungsquote: Welcher Gewinnanteil wird ausgeschüttet?

Die Ausschüttungsquote ist einfach zu verstehen: Es handelt sich dabei um den prozentualen Anteil der ausgeschütteten Dividendensumme am Unternehmensgewinn. Eine Ausschüttungsquote von 20% bedeutet: 20% des Gewinns landen in Form von Dividenden auf den Konten der Aktionäre (die restlichen 80% bleiben im Unternehmen).

Bei einer Ausschü̈ttungsquote von 50% wird die Hälfte des Gewinns ausgeschüttet, bei einer Ausschüttungsquote von 100% wird alles ausgeschüttet. Wenn ein Unternehmen 50% der Gewinne in Form von Dividenden ausschüttet und 50% für spätere Investitionen zurückhält, ist das eine gute und ausgewogene Quote. Ausnahmen kann es zum Beispiel geben, wenn ein Unternehmen über einen sehr hohen Kassenbestand verfügt. Dann darf die Ausschüttungsquote auch höher sein.

 

b) Dividendenhistorie: Wie stetig und regelmäßig waren die Ausschüttungen bisher?

Dividendenaktien mit hohen und stetigen Ausschüttungen sind in der Regel eher defensive Titel wie unsere 3 Depotwerte Nestlé, BAT oder Coca-Cola. Wir als Aktionäre legen bei diesen Geschäftsmodellen weniger Wert auf hohe Wachstumsraten und stattdessen mehr Wert auf möglichst stetige, regelmäßigeAusschüttungen.

Die Regelmäßigkeit der Dividenden und ihr stetiges Wachstum sagen viel über die Qualität eines Unternehmens aus. Sie müssen bei der Betrachtung der Dividendenhistorie auch wissen, ob es sich beim jeweiligen Unternehmen um einen zyklischen (also von der Konjunktur abhängigen) oder um einen nicht-zyklischen (also weitgehend von der Konjunktur unabhängigen) Wert handelt. Bei zyklischen Aktien aus Branchen wie Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau oder Chemie kann die Dividende schwanken oder ausbleiben. Das ist ganz normal. Bei nicht-zyklischen Aktien sollte das nicht der Fall sein.

 

c) Gewinnentwicklung: Wo geht die Reise hin?

Die Dividenden mögen noch so attraktiv sein – investieren Sie nicht in Unternehmen ohne Aussicht auf steigende Gewinne. Die klassische Gewinngröße ist der Jahresüberschuss. Dieser lässt sich allerdings leicht manipulieren, außerdem sind darin viele Einnahmen enthalten, die gar nicht auf das eigentliche Kerngeschäft des Unternehmens zurückgehen.

Beispielsweise steigern Erlöse aus dem Verkauf von  Tochterunternehmen, von firmeneigenen Immobilien oder von Produktionsstätten einmalig den Gewinn. Deshalb betrachte ich bei der Aktienauswahl zusätzlich den operativen Cashflow.

Diese Kennzahl verrät uns, welche Mittelzuflüsse ein Unternehmen im eigentlichen Kerngeschäft verzeichnen kann. Unternehmen, deren Gewinn über Jahre stagniert oder gar sinkt, werden wir trotz hoher Dividende nicht in unser Depot aufnehmen. Denn bei solchen Unternehmen können wir nicht von einem stetigen Wachstum und damit einem langfristigen Anstieg von Aktienkurs und Dividendenzahlungen ausgehen.

Fazit: Regelmäßige Dividenden-Zahlungen und -Erhöhungen sind ein absolutes Qualitätsmerkmal bei Ihrer Auswahl von Aktien. Die ausgeschüttete Dividende sollte jedoch immer auch in Relation zum erwirtschafteten Gewinn gesetzt werden.

Hinweis: Auf Seite 4 finden Sie – passend zum Thema der heutigen Ausgabe – eine neue  Aktienempfehlung mit einer attraktiven Dividende.

 

 

Das Einsteiger Depot biete Ihnen auf nur 4 Seiten eine Übersicht über die zuletzt empfohlenen Aktien. Außerdem gibt er Hintergrund-Berichte über die jeweiligen Unternehmen und eine ehrliche Einschätzung über die Lage in der Welt. Nach nur 12 Minuten können Sie loslegen und investieren in Ihr Gewinner-Depot!

Rolf Morrien kann Sie zu Sicherheit und Rendite führen…

EINFACH! SCHNELL! GÜNSTIG! Testen Sie hier den neuen Dienst!

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