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Rolf Morrien

Manipulierte Zinsmärkte: Der Staat gewinnt, der Sparer verliert

Rolf Morrien

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Das kommt selten vor: Gute Nachrichten für die deutschen Staatsfinanzen. Zum einen sprudeln die Steuereinnahmen, zum anderen spart der Staat aufgrund der krisenbedingten Niedrig-Zins-Politik im Zeitraum 2010 bis 2014 voraussichtlich 41 Milliarden €.

Doch ist das für uns wirklich eine gute Nachricht? Wenn der Staat 41 Milliarden € Zinsen „spart“, dann gibt es auch Verlierer. Und das sind die Sparer, die dem Staat Geld geliehen haben und mit kaum messbaren Zinserträgen abgespeist werden. Fast jeder  Bundesbürger ist davon direkt oder indirekt betroffen. Ganz direkt spüren Sie das, wenn Sie in den vergangenen Jahren Bundesanleihen gekauft haben. Die Zinserträge sind dann viel niedriger als in der Vergangenheit. Wer mit Renditen von 3 bis 5% kalkuliert hat, muss jetzt mit einem großen Loch in der privaten Finanzplanung rechnen. Eine riesige Gewitterfront wird auch sichtbar, wenn wir auf die in Deutschland so beliebten Lebensversicherungen blicken. Im Durchschnitt besitzt jeder Bundesbürger, der älter als 18 Jahre ist, 2 Lebensversicherungen. Da viele Lebensversicherungen 70 bis 90% der Gelder in Zinspapiere investieren,  sinken die Renditen. Schon jetzt betteln einige Lebensversicherungen darum, alte Rendite-Versprechen brechen zu dürfen. Und das ist erst der Anfang. Für Sie als Stammleser des „Depot-Optimierers“ kommt diese Entwicklung nicht überraschend. Schon zu Krisenbeginn habe ich hier an dieser Stelle darüber geschrieben, dass es für den Staat nur einen praktischen Ausweg aus der Schuldenfalle gibt: Das Zinsniveau muss unter die Inflationsrate gedrückt werden. Zur Erinnerung ein Kommentar, den ich im Herbst 2012 geschrieben habe:

Es bleibt eine dritte Option: Die finanzielle Repression. Das ist die sanfte Art der Enteignung. Die Schulden werden weginflationiert.
Regierungen und Notenbanken müssen dafür an zwei Stellschrauben drehen: Zum einen müssen die Zinsen unter die Inflationsrate
gedrückt werden. Diesen Trend können Sie seit Ausbruch der Krise beobachten. In den USA liegt der Leitzins in der Bandbreite von
0,00 bis 0,25% und soll dort bis mindestens Mitte 2015 bleiben. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist noch nicht ganz so weit, aber auch bei uns wurde die 1%-Marke unterschritten. Ich halte es für wahrscheinlich, dass der Leitzins noch im laufenden Jahr von 0,75 auf 0,50% gesenkt wird. Dann hat die EZB die Null-Zins-Politik fast verwirklicht. Zum zweiten müssen die Regierungen dafür sorgen, dass die großen Investoren in der Zins-Falle gefangen bleiben. Reformen wie Basel III und Solvency II sorgen dafür, dass Versicherungen und Banken große Teile des Anlagekapitals trotz der Null-Zins-Politik in Staatsanleihen investieren (müssen). Liegt das Zinsniveau über mehrere Jahre unterhalb der Inflationsrate, sinkt ebenfalls die Schuldenquote.

Wie drastisch die Folgen für Sparer sind, hat jüngst Thomas Mayer, der Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank vorgerechnet. Bei einem Zinssatz von 0% und einer moderaten Inflation von 3% pro Jahr, erleiden Sparer nach 20 Jahren einen Kaufkraftverlust von über 50%. Das bedeutet: Das Geld liegt noch auf dem Konto, aber der Sparer kann dafür viel weniger Waren und Dienstleistungen erwerben als heute. Daher lautet meine Empfehlung: Meiden Sie Sparformen, die Renditen unterhalb der Inflationsrate abwerfen. Wie das in der Praxis funktioniert, können Sie auch in dieser Ausgabe des „Depot-Optimierers“ wieder lesen.

 

 

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