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Rolf Morrien

MAN: Ferdinand Piëch zieht wieder die Strippen

Rolf Morrien

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Seit Jahren träumt der VW-König Ferdinand Piëch von einem LKW-Dreierbündnis VW-Scania-MAN. Natürlich unter Federführung von VW. Schon jetzt hält VW gut 70% an Scania und knapp 30% an MAN. 2 Szenarien bieten sich an: Entweder schluckt MAN zuerst Scania, was den MAN-Aktienkurs belasten würde. Anschließend kauft VW den günstig gewordenen MAN-Konzern. Dagegen spricht aber: MAN will jetzt eine Wertberichtigung bei seiner Scania-Beteiligung vornehmen. Bei einer schnellen Übernahme wäre das nicht notwendig.

Daher steigen die Chancen für Szenario 2: VW kauft Scania und MAN, um den Deal möglichst schnell unter Dach und Fach zu bringen. Der Grund: Die aktuellen Scania-Zahlen zeigen, dass sich der LKW-Markt schneller als erwartet erholt. Eine schrittweise Übernahme könnte für VW teuer werden, wenn die LKW-Aktien 2010/2011 wieder deutlich anspringen. Diese beiden Szenarien zeigen: Unsere MAN-Position bleibt spannend.

Steuern: Der Staat greift durch

2009 schrumpfte die deutsche Wirtschaft um rund 5%, aber es gibt noch Statistiken, die deutliche Zuwachsraten anzeigen. Der Staat hat im Vorjahr knapp 135.000 Mal private Bankkonten durchleuchten lassen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 15%. Besonders auffällig: Die höchsten Wachstumsraten gab es bei Kontoabfragen durch das Bundeszentralamt für Steuern. Die Zunahme lag hier bei fast 30%.

Kaum jemand spricht offen darüber, aber in 4-Augen-Gesprächen taucht die Frage auf, ob es ein Zufall ist, dass zeitgleich die Kontoabfragen drastisch steigen, der Staat diverse Datenträger mit illegal kopierten Informationen über Steuersünder im Ausland aufkauft und gleichzeitig auch noch die Reisekontrollen verstärkt werden (Stichwort „Nacktscanner“).

Das können zufällige zeitliche Überschneidungen sein, aber einige sehen auch ein System: Die Steuerbetrüger sollen enttarnt oder zur Selbstanzeige getrieben werden und zukünftig wird es für potenzielle Steuerbetrüger noch schwieriger, Kapital unauffällig ins Ausland zu bringen.

Das kann zu mehr Steuergerechtigkeit führen. Das kann aber auch die Vorbereitung auf eine große Steuererhöhung sein, die das gigantische Loch in der Staatskasse füllen soll. Die Behörden wollen daher schon vorab die Schlupflöcher schließen, weil ansonsten nach Bekanntgabe der Steuererhöhung mit einer Fluchtbewegung zu rechnen wäre.

Diese Unsicherheit belastet in diesen Tagen die Stimmung: Soll das Steuersystem gerechter werden, oder sollen Steuerzahler ausgepresst werden? Es wäre gut, wenn die Regierung die Grundzüge einer möglichen Steuerreform veröffentlichen würde. Dann würde die lähmende Angst-Stimmung weichen.

 

 

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