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Rolf Morrien

Großartige Weihnachtsgeschenke

Robert Sasse

Robert Sasse

Fast jedes Weihnachtsgeschenk – vom neuen T-Shirt bis zur neuen luxuriösen Limousine in der Einfahrt – verliert an Wert. Warum also sein Geld verschwenden? Wie sich schon oft zeigte ist es besser Bargeld an seine Liebsten zu verteilen. Natürlich hat die Gesellschaft beschlossen, dass dies ein kolossaler Verstoß gegen die Etikette ist, also halten wir das Ritual bei, bei dem wir zu viel Geld ausgeben für Dinge, welche die Empfänger eventuell gar nicht mögen.

Wenn sie sich wirklich für das Wohlbefinden ihrer Lieben interessieren und möchten, dass sie das diesjährige Fest in Erinnerung behalten, helfen sie ihnen Wohlstand aufzubauen. Kaufen sie ihnen etwas mit dem Potential auf Wertsteigerung, wie eine Aktie.

Die selbe Strategie, die sie für den Erwerb konventioneller Geschenke anwenden, trifft auch für Aktien zu – sie suchen nach Schnäppchen. Anstatt, dass sie jedoch die Preise in den einzelnen Geschäften für ein Produkt vergleichen, halten sie lieber Ausschau nach Aktien, die von ihren Besitzern niedrige Preise bekommen haben… zu niedrige Preise.

Es gibt einen Unterschied zwischen einer günstigen Aktie und einer unterbewerteten Aktie. Während ersteren nicht viel wert sind und es wahrscheinlich auch nie sein werden, sind letzteren einfach nur falsch bewertet. Die Käufer verfallen in Panik, handeln irrational und gewitzte Verkäufer tun fast nichts um sie zu entmutigen

Unterbewertete Aktien

Ein sicherer Weg um unterbewertete Aktien auszuwählen ist sich eine einzelne Aktie anzuschauen, die vorübergehend durch ein einzelnes, einzigartiges Geschehen geschädigt wurde. Das klassische aktuellste Beispiel ist BP (NYSE:BP), welches eine Zeit lang Amerikas meist gehasste Firma, nach dem Deepwater Horizon Ölleck war. Heute ist der Golf von Mexiko sauber und Bps Aktien sind in 1 ½ Jahren um 50% gestiegen.

Manche Aktien sind also unterbewertet aufgrund von Geschehnissen außerhalb der Marktfluktuation. Nehmen wir die fiktive Aktie MNO, welche 49% in diesem Jahr gefallen ist. Wenn MNO von genug Investmentfonds gehalten wird, werden manche Manager dieser Fonds versuchen die Aktie bis zum Ende des Jahres loszuwerden. Wieso?  Weil wenn die Manager dies nicht tun, wird MNO und ihr schlechtes Abschneiden in den Jahresberichten der Investmentfonds auftauchen, ein ewiges Testament  für den fehlenden Scharfsinn des Managers.

Aktien wie die Bank of America (NYSE:BAC) passt in das Profil. Sie wird von viele gehalten, viel publiziert und ist um 67% seit ihrem Jahreshoch 2011 gefallen. Macht dies das Ganze zu einem schlauen Kauf?

Obwohl die Skandale der letzten paar Jahre vergessen sind, sind die Fundamentale der BAC schrecklich. Das Unternehmen hat letztes Jahr 3,6 Milliarden$ verloren. Die Chance das der Wert jedoch weiter fällt ist klein. Wir leben in einer Gesellschaft, in welcher das Versagen der BAC quasi durch die Gesetzgeber und Ausführenden verboten ist. Sie warnten uns vor „systematischem Versagen“ kurz nach dem BAC Teil des Dow im Februar 2008 wurde, aufgrund von inzestuösen Beziehungen zwischen den Banken. Heute sind die 5 größten Teilhaber der BAC Citigroup (NYSE:C) und JP Morgan Chase (NYSE:JPM).

BAC litt auch wegen einem Schaden bei den öffentlichen Beziehungen, da das Unternehmen bekannt gab, dass die Kreditkartenbesitzer von nun an 5$ im Monat für das Privileg zahlen müssen, eine solche Karte zu halten, ohne dass es zu einem Rückschlag kommen würde. Der Rückschlag kam und die Umkehr der Regelung durch die BAC ein paar Wochen später, bekam nicht annähernd so viel Beachtung, wie die Einführung der ersten Regelung.

Wieso Netflix auswählen?

Nehmen wir als Gegenstück Netflix (Nasdaq:NFLX), ein weiteres Unternehmen, welches einen vorübergehenden Schaden erlitten hat.

Falls sie es nicht mitbekommen haben: Im September änderte Netflix die Preis-Struktur in einem Versuch die Menschen dazu zu bewegen Videos online zu streamen anstatt sie per Post zu empfangen. Die Kunden reagierten als ob Netflix von nun an einen Milzbrand jedem DVD-Verleih hinzufügte. 3 Wochen später ruderte das Unternehmen zurück, aber die Aktie rutschte weiter.

Aber Netflix macht nach wie vor Geld, jedes Jahr mehr als in dem zuvor. Dies gilt auch für das Wachstum der Kapitalanlagen der Teilhaber. Das Unternehmen hat weiterhin mehr als 9 Millionen Abonnenten, einige Vielfache mehr als ihre engsten Konkurrenten. Netflix hat einen Empfehlungs-Algorithmus, welcher das Neidstück der Branche ist. Viele Abonnenten kündigten, als sie mit dem Horror konfrontiert wurden, sich auf verschiedenen Websites einzuloggen um zu streamen oder DVDs zu leihen, aber nicht annähernd genug dafür, dass Netflix daran zu Grunde geht. Das Unternehmen hat sein kurzes Leben auf der Kante der sich verändernden technologischen Kurve verbracht. Alles in Allem, bleibt Netflix eins der kundenfreundlichsten Unternehmen, indem es seinen Klienten so viel Unterhaltung wie möglich für unglaubliche Preise bietet.

Der Schlussstrich

Ihre Liebsten sind bereits Unternehmenskunden. Geben sie ihnen die Möglichkeit Besitzer zu sein… denn Wohlstand ist das größte aller Geschenke. (Und wenn sie glauben ich mache Witze, bedenken sie, was eins der ursprünglichen Weihnachtsgeschenke war: Gold).

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