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Rolf Morrien

Fundamentale Aktienanalyse

Die fundamentale Aktienanalyse ist eine Methode der Aktienanalyse, die auf ausschließlich unternehmensbezogene Kurs-Einflussgrößen bezogen ist. Vorausgesetzt wird dabei, dass der Börsenkurs in Schwingungen um den inneren bzw. objektiven Wert einer Unternehmung pendelt. Das heißt der entscheidende Faktor ist der Unterschied des inneren Wertes eines Unternehmens zum an der Börse notierten Kurswert bzw. Marktwert. Der “Markt” mit seiner Bewertung liegt oft nicht richtig. Dann bieten sich lukrative Chancen, weil der “Markt” zu Über- und Untertreibungen neigt. Die Regel zum Kauf einer Aktie lautet dabei, dass die Aktie kaufenswert ist, wenn Sie unterbewertet ist. Also der aktuelle Kurs unter dem inneren Wert liegt.

Als Einflussgrößen werden in der fundamentale Aktienanalyse zwei verschiedene Faktoren gesehen. Zum einen qualitative Faktoren wie die Qualität des Managements oder die Innovationskraft. Zum anderen quantitative Faktoren, also harte Zahlen wie Kostenstruktur oder die Ertragslage. Insgesamt fließen so eine Vielzahl von Daten in die fertige Analyse ein. Es handelt sich insgesamt um eine sehr rationale Betrachtungsweise des Wertes eines Unternehmens.

Der innere Wert der Aktie wird aus verschiedenen Messgrößen gebildet. Der innere Wert oder auch wahre bzw. objektive Wert genannt, berücksichtigt die zukünftige Gewinnentwicklung der Aktiengesellschaft. Er kann als der Barwert oder Gegenwartswert der zukünftig zu erwartenden Gewinne der Aktiengesellschaft ermittelt werden oder mit dem Kurs-Gewinn-Verhältnis oder dem Kurs-Cash Flow-Verhältnis geschehen.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis stellt das Verhältnis zwischen dem Gesamtgewinn, bezogen auf eine einzige Aktie, und dem Kurs dieser Aktie her. Liegt der Kurswert einer Aktie zum Beispiel bei 400 Euro. Das Unternehmen erwirtschaftet 20 Euro Gewinn pro Aktie. 400 durch 20 macht 20 – also beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 20. Dabei gilt: Je niedriger das KGV, desto besser.

Das Kurs-Cash Flow-Verhältnis wird berechnet indem man den Kurs einer Aktie durch den jeweiligen Cashflow der Aktie teilt. Er dient der Bewertung der Entwicklung einer zukünftigen Ertragskraft eines Unternehmens. Der Vergleich mit anderen Unternehmen zeigt dann die Stärke bzw. Schwäche der Aktie an.

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