Buchtipp des Monats
Buch
ARCHIV
THEMEN
Rolf Morrien

Für Ihre Extra-Zins-Rendite Übernahmewelle: Immobilienmarkt Österreich steht im Brennpunkt

Rolf Morrien

Rolf Morrien

Der Zeitpunkt ist günstig: Pünktlich nach Beendigung der Krise und kurz nachdem die meisten Wirtschaftsbarometer wieder auf Wachstum zeigen, greifen die Investoren auf dem Immobilienmarkt zu. Die Investoren nutzen die noch günstigen Aktienkurse, um sich Immobilien mit „Rabatt“ zu sichern. Denn viele Aktien notieren zum Teil noch deutlich unter dem Wert der im Portfolio befindlichen Immobilien.

Es ist bekannt, dass viele Investoren in der Branche schon kurz nach der Krise den Wertverlust deutlich abgeschrieben haben, so dass die jetzigen Buchwerte den realisierbaren Werten recht nahe kommen. Also schlagen die Investoren zu. Denn selbst Übernahme-Angebote mit 30% Abschlag auf den Inventarwert sind noch lukrativ und bringen Aktionären und Investoren schnelle Gewinne. Wie lange Schnäppchenpreise noch möglich sind, ist fraglich. Denn einige große österreichische Immobilienunternehmen haben in den vergangenen 12 Monaten bereits ihre Selbstständigkeit verloren.

Mittlerweile notieren im IATX, dem österreichischen Immobilien-Index, nur noch 6 Unternehmen – und selbst bei diesen verbliebenen Unternehmen ist die nächste (Teil-)Übernahme schon wieder angelaufen. So will aktuell die italienische Bank UniCredit ein Aktienpaket der CA Immo übernehmen. Dafür will die Bank einen Preis von 12,35 € je Aktie bezahlen, was einen Abschlag von rund 30% auf den Substanzwert bedeutet. Auf der anderen Seite: Das Angebot lag rund 20% über dem Vortageskurs. Wie die Italiener kommen immer mehr Investoren aufgrund der sich abzeichnenden Stabilisierung des Immobilienmarktes wieder zurück und investieren in den Sachwert „Betongold“. Im Schnitt notieren die Aktien der Immobilienfirmen noch mit 30% unter ihrem Inventarwert. Das lockt Investoren an. So griff auch unser Depot-Wert Conwert 2010 beim Konkurrenten ECO zu. Conwert bezahlte 7,15 € je Aktie, was für die ECO-Aktionäre einen Aufschlag von 50% auf den 12- Monats-Durchschnittskurs bedeutete. So nahmen dann auch fast alle Aktionäre das Angebot an. Trotzdem war der Preis kein großzügiges Angebot. Der Substanzwert der im ECOPortfolio befindlichen Immobilien beläuft sich nämlich mit 10,34 € je Aktie 44% über dem Übernahmepreis. Dieses gute Geschäft vor Augen, kauft sich der eigene Aufsichtsrat von Conwert verstärkt in das Unternehmen ein. So besitzt das Aufsichtsratsmitglied Johannes Meran über die Investorengruppe Petrus mittlerweile rund 18% am Unternehmen.

Ende November kaufte Meran für über 2,3 Mio. € Conwert- Aktien – und glaubt man den Stimmen im Umfeld, will Meran weiter zukaufen. Eine lohnende Investition ist die Aktie, wie die derzeitige Entwicklung zeigt. Seit dem Kauf von ECO ist der Aktienkurs um 20% gestiegen. Bei einem Inventarwert von 15 € je Aktie ist auch weiterhin genug Platz für steigende Kurse.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
Diesen Artikel weiterempfehlen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Bulle
Geldanlage Empfehlung
Infografik der Woche
Teaser