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Rolf Morrien

EMAS

Unternehmen, die an EMAS teilnehmen, veröffentlichen jährlich eine Umwelterklärung. Diese beinhaltet die Umweltleistung und Umweltziele des Unternehmens. Die Umwelterklärung wird von einem unabhängigen Umweltgutachter überprüft.
Das europäische Umweltgütesiegel für Produkte (Blauer Engel) ist ein Gütesiegel für besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen. Die so gekennzeichneten Produkte stellen in ihrer jeweiligen Produktgruppe das geringste Übel in puncto Umweltbelastung dar. Die Zertifizierung nach ISO 14001 legt weltweit anerkannte Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem fest. Die ISO 14001 legt einen Schwerpunkt auf einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess als Mittel zur Erreichung der jeweils definierten Zielsetzung. Um die gewünschte Umweltleistung erzielen zu können, soll das Unternehmen im ersten Schritt ein Umweltmanagementsystem aufbauen und umsetzen.

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess beruht auf der Methode Planen – Ausführen – Kontrollieren – Optimieren. Hierzu soll das Unternehmen eine betriebliche Umweltpolitik, Umweltziele und ein Umweltprogramm festlegen sowie ein entsprechendes Managementsystem aufbauen, das bei der Zielerreichung hilft. Einen Anreiz für „Corporate Social Responsibility“  können auch Nachhaltigkeits-Indizes geben, deren Kriterien sie  einen Anreiz für Unternehmen schaffen, ihre Geschäftstätigkeit nach nachhaltigen Gesichtspunkten auszurichten.

Grundsätzlich ist bei Wirtschaftsunternehmen jedoch davon auszugehen – und zu erwarten – dass primär wirtschaftliche Ziele verfolgt werden. Oft genug stehen diese im Gegensatz zu ökologischen Zielen. Dennoch gibt es gute Gründe für Unternehmen, ein Nachhaltigkeitsmanagement zu betreiben. Das Fraunhofer Institut nennt in seiner Studie „Nachhaltigkeitskonzepte für Innovationsprozesse“ folgende:

1. Kostensenkung durch Umsetzung des Öko-Effizienz-Prinzips mit konsequenter Materialfluss- und Nullemissionsorientierung,

2. Risikominderung in Form von Vermeidung von Sicherheitsrisiken und Reduzierung von Haftungsrisiken und Strafzahlungen durch vorbeugende Analyse,

3. Planungssicherheit durch Kooperation mit Wettbewerbern, Forschungspartnern und gesellschaftlichen Stakeholdern,

4. Sicherung von Akzeptanz und Legitimität im gesellschaftlichen Umfeld durch nachhaltige Unternehmensführung, da hierdurch schlechte Medienberichterstattung vermieden werden kann,

5. Gewinnung und Sicherung von Marktanteilen, da durch das Erkennen von Differenzierungs- und Marktpotenzialen neue Kunden gewonnen und bestehende Kunden gebunden werden können.

6. Entwicklung neuer Märkte, Geschäftsfelder und Erlösquellen durch Nutzung nachhaltigkeitsbezogener Zukunftsszenarien als Teil eines Multiframing um nachhaltige Wertschöpfungspotenziale zu entdecken und neue Geschäftsfelder und Erlösquellen zu erschließen.

Nachhaltigkeit kann außerdem als Wettbewerbs- und Innovationsfaktor dienen. Einer der Gründe, warum das Thema in Zukunft sicher an Bedeutung gewinnen wird, ist die Verknappung nicht-regenerativer Ressourcen. Außerdem wird Nachhaltigkeit den Unternehmen zudem zunehmend als erfolgsrelevant wahrgenommen. Das zeigt eine Befragung des ifo-Instituts: Rund 58,3 Prozent aller Unternehmen rechnen mit einer zunehmenden Verantwortung im sozialen und ökologischen Bereich. Lediglich 6,4 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit einer nachlassenden Verantwortung in diesen Bereichen.

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