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Rolf Morrien

Einführung in die Effektenkreditkonten

Robert Sasse

Robert Sasse

Besitzen sie ein Effektenkreditkonto bei ihrem Makler? Wenn dem so ist, wussten sie, dass die Anteile die sie gekauft haben vielleicht an andere Beteiligte ohne ihr Wissen oder Erlaubnis geliehen wird? Wenn sie ein Effektenkreditkonto eröffnen, erteilen sie dem Makler im Wesentlichen die Erlaubnis die Wertpapiere ihres Kontos an andere zu leihen, sogar wenn sie dies nicht realisieren.

Wenn ihre Aktien verliehen sind können sie ihre Stimmrecht verlieren; aber auf der positiven Seite kann das Verleihen dieser große Vorteile bringen. In diesem Artikel werden wir einen darauf werfen, was ein Makler mit ihren Aktien tun könnte aber auch auf potentielle Wege wie sie daraus profitieren können.

Wie Effektenkreditkonten funktionieren
Ein solches Konto ist ein Weg um das Kapital und die Wertpapiere in ihrem Besitz sinnvoll zu nutzen um zusätzliche Investitionen zu tätigen ohne zusätzliches Kapital zu investieren. Sie leihen einfach nur von ihrem Makler um mehr Wertpapiere zu kaufen. Der Makler wird Zinsen für das geliehene Geld von ihnen verlangen und alle Aktien (,die die bereits in ihrem Konto sind und jene, die sie grade gekauft haben) als Pfand verwenden.
Beachten sie, dass das Risiko eines Handels mit einem solchen Konto höher ist als beim Handel mit einem Geldkonto, da sie, theoretisch, mehr Geld verlieren können als sie bei Eröffnung des Kontos hatten.

Was geschieht mit den Wertpapieren ihres Kontos?
Die Wertpapiere in ihrem Effektenkreditkonto werden vielleicht an andere verliehen oder als Pfand verwendet und das zu jeder Zeit ohne Benachrichtigung oder Ausgleich für sie, wenn es ein Schuldensaldo auf dem Konto gibt. Wenn das Konto kreditwürdigen Zustand ist, und sie die Gelder nicht verwendet haben, können die Anteile nicht verliehen werden.

Die Borger von Aktien auf Effektenkreditkonten sind grundsätzliche aktive Händler, so wie Hedgefonds, die entweder versuchen eine Aktie zu verkaufen oder eine beliehene Aktie decken müssen.  Das Maklerunternehmen kann die Wertpapiere außerdem als Sachkredit verpfänden.

Zusätzlich dazu, erhalten sie keine echten Dividenden, wenn ihre Anteile eine auszahlen aber verliehen sind, da sie nicht der offizielle Halter dieser sind. Stattdessen erhalten sie „Abgeltungen der Dividenden“, welche sich nicht für die 15% Dividendensteuerrate qualifizieren. Sie müssen diese hohe Einkommenssteuerrate jedoch nur bezahlen, wenn das Unternehmen deutlich ausdrückt, dass das Dividendeneinkommen eine Abgeltung laut „Form 1099-Div“ – wenn dies nicht klar gemacht wurde, erhalten sie die niedrigere 15%-Rate.

Zurück zum Geld?
Wenn das oben genannte nicht allzu appetitlich für sie klingt und sie felsenfest davon überzeugt sind ihr Stimmrecht zu behalten und einen möglichen Dividendensteuerärger zu vermeiden, ist es die einfachste Lösung ihre Anteile von einem Effektenkreditkonto auf ein Geldkonto zu überweisen. Aktien auf einem Geldkonto können nicht verliehen werden, was das Stimmrecht und Dividendenangelegenheiten entfernt.

Wenn sie jedoch einverstanden sind die oben genannten Aspekte aufzugeben und die zusätzlichen Gebühren aufzunehmen um Zugang zu größerem Kapital in einem Effektenkreditkonto zu erhalten, müssen sie sicherstellen, dass sie ihr Konto in einem kreditfähigen Zustand halten, wenn wichtige Abstimmungszeiten nahen (wenn das Maklerunternehmen die geliehenen Anteile zurückgeben muss).
Aktienleihe
Wenn sie dem Maklerunternehmen die Erlaubnis geben, können Anteile auf einem Geldkonto auch ausgeliehen werden, was eine potentielle Quelle für zusätzliche Gewinne darstellt. Dieser Prozess wird Aktienleihe genannt.

Es kann eine große Nachfrage von Verkäufern und Hedgefonds geben die Wertpapiere zu leihen, insbesondere für die, die normalerweise schwierig zu leihen sind. Wie bei einem Effektenkreditkonto ist es erforderlich, dass sie Zinsen für den geliehenen Betrag zahlen, wenn sie Kapital oder Aktien leihen.

Abhängig von Marktquoten und der Nachfrage nach den Wertpapieren wird der exakte Zinsbetrag für die geliehen Aktien variieren (umso schwieriger zu leihen desto höher die Zinsen). Die attraktivsten Wertpapiere zum verleihen sind die, die am schwierigsten für eine Short-Position zu borgen sind, was für gewöhnlich geringfügig gehandelte Aktien sowie Anteile, die schon stark gekürzt oder im Preis gefallene sind.

Diese Nachfrage stellt eine attraktive Gelegenheit für die Anleger, die im Besitz der nachgefragten Aktien sind, dar. Wenn sie ein Geldkonto mit nachgefragten Wertpapieren besitzen, können sie ihren Makler wissen lassen, dass sie einverstanden sind ihre Anteile auszuleihen. Wenn für diese eine Nachfrage besteht, wird ihnen der Makler eine Quote darüber liefern, was er/sie bereit wäre für die Leihe zu zahlen.

Wenn sie akzeptieren, wird ihr Makler ihre Anteile an einen Verkäufer oder Hedgefonds für eine höhere Rate verleihen und die Differenz in die eigene Tasche stecken und die Nachfrage anderer Kunden zufriedenstellen und Maklergebühren generieren. Ihr Makler gibt ihnen, beispielsweise, 8% Zinsen auf die verliehenen Anteile, während er sie für 13% verleiht. Abhängig von der Größe ihres Postens, kann dies eine nette zusätzliche Quelle der Rendite sein. Diese Methode erlaubt ihnen außerhalb ihre existierende „Long-Position“ für die Wertpapiere zu halten und von deren Aufwärtsschwung zu profitieren.

Abhängig vom Makler, bietet er/sie diesen Service anbieten oder auch nicht, und vielleicht auch einen Mindestbetrag an Aktien oder Dollar benötigen.

Schlussstrich
Anleger sollten immer alles auf einer Risiko/Vergütung-Basis evaluieren wenn es um die Aktien geht, die sie in die Konten investieren möchten. Effektenkreditkonten können daher attraktiv sein, da sie eine hohe Rendite generieren können in dem sie das Kapital eines Maklers verwenden. Es besteht jedoch ein größeres Verlustrisiko und die Anleger können außerdem ihr Stimmrecht verlieren.

Obwohl ein Geldkonto vielleicht langweilig erscheint, da es keine Fremdkapitalaufnahme gibt, können Investoren dies als eine weitere Einkommensquelle zur Erhöhung ihrer Rendite nutzen, indem sie das Verleihen von Wertpapieren üben.

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