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Rolf Morrien

Eine Einführung in die Börse Indiens (2)

Robert Sasse

Robert Sasse

Ablaufzyklus und Trading-Zeiten

Der Markt folgt einem T+2 rotierendem System. Das bedeutet, dass jeder Trade, welcher Montags abgewickelt wird am Mittwoch gesichert ist. Jegliches Trading auf dem Aktienmarkt findet zwischen 9:55 und 15:30 statt. Die Lieferungen von Anteilen muss in einer immateriellen Form stattfinden.

Markt-Indizes

Die zwei prominentesten indischen Markt-Indizes sind Sensex und Nifty. Sensex ist der älteste Markt-Index für Dividendenpapiere; er beinhaltet 30 auf der BSE gelistete Firmen, welche ungefähr 45% der gesamten Börsenkapitalisierung ausmachen. Kreiert wurde er in 1986 und liefert Daten seit April 1979.

Ein weiterer Index ist der S&P CNX Nifty; er umfasst 50 auf der NSE gelistete Aktien, welche 62% der Börsenkapitalisierung ausmachen. Dieser wurde 1996 kreiert und liefert Daten seit Juli 1990.

Markt-Regulierung

Die gesamte Verantwortung über Entwicklung, Regulierung und Supervision der Börsen übernimmt das Securities & Exchange Board of India (SEBI), welches 1992 als eine unabhängige Autorität gegründet wurde. Seitdem versucht SEBI stets die besten Marktregeln festzulegen um den Markt so praktikabel wie möglich zu gestalten. SEBI verfügt über enorme Macht, so kann es Strafen für verschiedene Marktteilnehmer verhängen, wenn es zu Verletzungen der Regeln kommt.

Wer kann alles in Indien investieren?

Indien erlaubte Investitionen aus dem Ausland nur in den 90ern. Ausländische Investments sind in zwei Kategorien eingeteilt: Auslandsdirektinvestitionen (FDI) und Auslandsportfolioinvestitionen (FPI). Alle Investitionen bei denen der Investor am alltäglichen Management und den Operationen des Unternehmens teilnimmt werden als FDI behandelt, während Investitionen in Aktien ohne jegliche Kontrolle über das Management und Operationen FPIs sind.

Um eine Portfolioinvestition in Indien zu tätigen, sollte man als ausländischer institutioneller Investor (FII) oder als ein Unterkonto eines registrierten FIIs gemeldet sein. Beide Registrierungen werden vom Markt-Regulierer SEBI genehmigt. FII bestehen meist aus Pensions-Fonds, Dotationen, Staatsfonds, Versicherungen, Banken, Kapitalanlagegesellschaften, etc. Zurzeit erlaubt Indien ausländischen Individuen nicht direkt in den Aktienmarkt zu investieren. Individuen mit einem hohen Netto-Wert (mindestens 50 Millionen $) können jedoch als Unterkonto eines FII registriert werden.

FIIs und ihre Unterkonten können direkt in jede gelistete Aktie der Börsen investieren. Die meisten Portfolio-Investments bestehen aus Investitionen in Wertpapiere auf den primären und sekundären Märkten, inklusive Aktien, Obligationen und Optionsscheinen der gelisteten Unternehmen Indiens. FIIs können außerdem in nicht gelistete Wertpapiere außerhalb der Börsen investieren. Diese benötigen Zustimmungen für den Preis durch die Reserve Bank of India. Und zuletzt können sie in Fonds und Derivate investieren, welche auf jeglicher Börse getradet werden.

Ein FII, welcher als „nur-Schulden“-FII registriert ist kann 100% seiner Investitionen in Schulden-Instrumente investieren. Andere FIIs müssen ein Minimum von 70% ihrer Investitionen in Aktienkapital investieren. Die restlichen 30% können in Schulden investiert werden. FIIs müssen spezielle gebietsfremde Rupien-Bankkonten verwenden, damit sie Geld nach bzw. aus Indien bewegen können.

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