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Rolf Morrien

Diese US-Konjunkturdaten sind für die Börse und Ihren Anlageerfolg wichtig

Tobias Schöneich

Tobias Schöneich

Selbst erfahrene Anleger können häufig nicht zwischen wichtigen und unwichtigen Wirtschafts- und Konjunkturindikatoren unterscheiden. Daher habe ich zunächst die wichtigsten US-Indikatoren für Sie zusammengestellt. Am Montag erfahren Sie dann in der Fortsetzung dieses Artikels, welches die wichtigsten deutschen Frühindikatoren sind und was die vorgestellten Frühindikatoren für Sie als Anleger bedeuten.

An der Börse werden Erwartungen gehandelt. Wie hoch der Gewinn eines Unternehmens im nächsten und übernächsten Jahr voraussichtlich sein wird, beeinflusst den Aktienkurs. Deswegen spielen Wirtschafts- und Konjunkturindikatoren an den Aktienmärkten eine wichtige Rolle.

Denn diese zeigen an, wie die aktuelle konjunkturelle Stimmung ist und lassen Rückschlüsse auf die zukünftigen Unternehmensgewinne zu.

Die wichtigsten Indikatoren – auch für den deutschen Aktienmarkt – kommen dabei aus den USA. „Wenn die USA niesen, bekommt Europa einen Schnupfen“ diese Börsenweisheit hat sich schon sehr oft bewahrheitet. Daher geht regelmäßig der Blick über den Atlantik, um frühzeitig festzustellen, in welcher Verfassung die US-Konjunktur ist.

Die US-Wirtschaft hat aufgrund ihrer Größe in den vergangenen 50 Jahren eine Vormachtstellung eingenommen und gilt als Wegweiser für die weltweite Wirtschaftsentwicklung.

Mittlerweile muss die US-Wirtschaft zwar einen Teil ihres Einflusses an aufstrebende Länder wie China und Indien abtreten, trotzdem gehen die Blicke immer noch über den Atlantik, wenn es um die Einschätzung der konjunkturellen Lage geht und wichtige Indikatoren veröffentlicht werden.

Die folgende Liste zeigt Ihnen, welche Indikatoren für Sie als Privatanleger hilfreich sind, um die konjunkturelle Lage besser einschätzen zu können.

Die wichtigsten US-Indikatoren im Überblick

Arbeitsmarktbericht USA: Der Indikator gibt an, wie sich im Vergleich zum Vormonat die Zahl der Arbeitsplätze entwickelt hat, die Entwicklung der Arbeitslosenrate und die durchschnittlichen Stundenlöhne. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Zahl der neugeschaffenen Arbeitsplätze im Vergleich zum Vormonat.

Der US-Arbeitsmarktbericht wird immer am ersten Freitag eines jeden Monats veröffentlicht und gehört zu den wichtigsten Indikatoren zur US-Wirtschaftslage und beeinflusst die weltweiten Börsen.

Einkaufsmanagerindex USA: Der Purchasing Managers Index (PMI), auch „ISM Manufacturing Index“ oder „ISM-Einkaufsmanagerindex“, ist der wichtigste und verlässlichste Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Er wird vom Institute for Supply Management (ISM), einer US-amerikanischen Non-Profit-Organisation mit Sitz in Tempe (Arizona), veröffentlicht.

Der Indikator gibt an, ob die US-Wirtschaft tendenziell expandiert oder schrumpft. Für die Berechnung werden 400 Einkaufsmanager aus 20 Bereichen zur Auftragsentwicklung befragt. Veröffentlicht wird dieser Bericht monatlich am ersten Werktag.  Die Zahlen beziehen sich dabei auf den vergangenen Monat.

Verbraucherpreise USA: Der Indikator ist wichtig, da er die Inflationsentwicklung anzeigt. Die Geldpolitik hängt stark von der Verbraucherpreisentwicklung ab. Zur Berechnung werden Preisveränderungen im Bereich Energie, Transport, Gesundheitswesen, Mieten etc. herangezogen. Diese Zahlen werden um den 15. eines Monats für den zurückliegenden Monat veröffentlicht.

Der Indikator „Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung USA“ zeigt an, wie es um die US-Wirtschaft bestellt ist. Hohe Produktion und Auslastung sind verlässliche Indikatoren für die Gewinnaussichten der Unternehmen. Liegt der Indikator bei Veröffentlichung unter den Markterwartungen, kommt es fast immer zu Kursabschlägen an den internationalen Börsenplätzen. Auch in diesem Fall werden die Zahlen monatlich um den 15. veröffentlicht und beziehen sich auf den Vormonat.

Das gleiche gilt auch für den Philadelphia-Fed-Indikator. Dieser spiegelt die Entwicklung des produzierenden Gewerbes in den Bundesstaaten Delaware, Pennsylvania und New Jersey wider und gilt als guter konjunktureller Frühindikator.

Ein Wert über 0 deutet auf wirtschaftliche Expansion hin und damit auch auf steigende Unternehmensgewinne. Der Philadelphia-Fed-Indikator wird stets am dritten Donnerstag eines Monats veröffentlicht und bezieht sich auf den laufenden Monat.

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