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Die wichtigsten deutschen Frühindikatoren

Tobias Schöneich

Tobias Schöneich

In der vergangenen Woche habe ich Ihnen die wichtigsten US-Konjunkturindikatoren vorgestellt und Ihnen die Bedeutung dieser Indikatoren geschildert.

Nachdem wir uns bereits mit den Konjunkturindikatoren von der anderen Seite “des großen Teiches” beschäftigt haben, nehme ich heute für Sie die wichtigsten deutschen Frühindikatoren unter die Lupe und werde Ihnen abschließend auch deren Bedeutung für die Finanzmärkte erläutern.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex

In Deutschland gehören zu den wichtigsten Frühindikatoren der Ifo-Geschäftsklima-Index und die ZEW-Konjunkturerwartungen. Beide Indikatoren werden einmal pro Monat veröffentlicht und geben Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Zur Berechnung des Ifo-Index werden 7.000 deutsche Firmen über die aktuelle Stimmung, sowie über die Erwartungen für die nächsten sechs Monate befragt. Kommt es dabei zu einer Überraschung in die eine oder andere Richtung, reagieren die deutschen Börsen – international spielt der Indikator dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Der Ifo-Index wird immer gegen Ende eines Monats für den dann noch laufenden Monat veröffentlicht.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen

Die ZEW (Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung) Konjunkturerwartungen sind das Ergebnis der Befragung von bis zu 350 Finanzexperten aus der Banken- und Versicherungsbranche zur Konjunkturerwartung für die kommenden sechs Monate in Europa. International wird der Indikator zwar kaum beachtet, für die deutsche Wirtschaft spielt er aber eine wichtige Rolle.

Auch diese Daten werden monatlich veröffentlicht. Die Veröffentlichung erfolgt zwischen Mitte und Ende eines Monats. Die genauen Veröffentlichungstermine können Sie der Homepage des ZEW entnehmen.

Der Konsumklimaindex

Ein weiterer wichtiger Indikator ist der Konsumklimaindex für Deutschland. Dieser wird von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erstellt und wird in der Regel am vorletzten Tag des Berichtsmonats veröffentlicht.

Zur Ermittlung werden jeden Monat rund 2.000 Konsumenten zu ihrem Ausgabe- und Sparverhalten und ihren Erwartungen zur konjunkturellen Entwicklung befragt. Dabei geht es sowohl um die gesamtwirtschaftliche Lage als auch um die Situation des eigenen Haushalts. Zusätzlich wird gefragt, ob der Zeitpunkt für größere Anschaffungen aus Sicht der Befragten günstig sei.

Was die Indikatoren für Sie bedeuten: Gut für „Schnäppchenjagd“

Sie sollten sich von den Ausschlägen an der Börse in Folge der Veröffentlichung dieser Konjunkturindikatoren grundsätzlich nicht irritieren lassen. Von großer Bedeutung sind diese Konjunkturindikatoren nur für Day-Trader. Sie als Anleger mit einem mittel- bis langfristigen Anlagehorizont sollten Anlageentscheidungen nicht danach ausrichten.

Meiden sollten Sie jedoch Käufe und Verkäufe an Veröffentlichungstagen der wichtigen Indikatoren. Die Kurse schwanken dann oft sehr stark. Eine Ausnahme: Sie können diese Tage nutzen, wenn Sie sich auf Schäppchenjagd begeben wollen.

Für diesen Fall empfehle ich Ihnen sehr niedrige Kauf-Limits. Sollten die Zahlen einzelner Indikatoren negativ ausfallen, können Sie sich mit niedrigem Kauf-Limit günstige Einstiegskurse sichern.

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