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Die wichtigsten 9 Kriterien für die Aktien-Auswahl – Teil 1

Tobias Schöneich

Tobias Schöneich

Heute und morgen stelle ich Ihnen hier auf www.aktienschule.de die aus meiner Sicht 9 wichtigsten Kriterien für die Aktien-Auswahl vor. Heute beginne ich mit den ersten 5 Kriterien.

1) Das Unternehmen muss eine Preissetzungsmacht besitzen und in der Lage sein, steigende Kosten schnell auf die Kunden abwälzen zu können

Ein möglicher Indikator für eine große Preissetzungsmacht ist ein bekannter Markenname. Ein bekannter Markenname bietet gleich mehrere Vorteile. Zum einen erleichtert das die weltweite Expansion und zum anderen sind Kunden/Konsumenten bereit, für „Markenartikel“ mehr Geld zu bezahlen. Unternehmen mit einer starken Marke besitzen also eine starke Preissetzungsmacht.

2) Globale Präsenz ist von Vorteil

Auch eine „Weltwirtschaftskrise“ trifft nicht jedes Land, nicht jeden Markt, mit gleicher Wucht. Es gibt immer Länder und Regionen, die besonders im Feuer stehen und gleichzeitig andere Länder, die sich relativ wacker halten. In der Krise 2008/2009 haben zum Beispiel viele Länder in Asien den Wachstumskurs halten können. Unternehmen, die in diesen Märkten vertreten waren, konnten so die Verluste in westlichen Märkten abfangen.

3) Nur ein relativ kleiner Teil des Mittelzuflusses (Cashflow) sollte wieder in das Unternehmen investiert werden müssen

Ich bevorzuge Aktien von Unternehmen, die in einer Konjunkturkrise schnell den Gürtel enger schnallen können. Als Faustformel gilt: Wenn durchschnittlich nicht mehr als 40% des Cashflows investiert werden, reicht der Puffer für Dividendenaus-schüttungen und Rücklagen.

Wichtig ist daher, dass die notwendigen Investitionen gesteuert werden können. Muss ein Unternehmen auch in der Krise permanent viel investieren (typische Branchen mit hohen Investitionszwängen sind Anlagen- und Maschinenbau, Automobil- und Baubranche), kann es passieren, dass das operative Geschäft dafür nicht genug Geld abwirft und die Investitionen mit Hilfe von Krediten finanziert werden müssen, oder eine technologische Weiterentwicklung verpasst wird und der Maschinenpark veraltet.

4) Niedrige Verschuldung (= hohe Eigenkapital-Quote) ist entscheidend

Eine solide Eigenkapital-Quote von mindestens 30% sorgt dafür, dass die Unternehmen in Krisen-Zeiten ein finanzielles Polster besitzen. Bei Unternehmen mit Eigenkapital-Quoten von unter 20 oder sogar unter 10% stellt sich dagegen die Frage, wie die nächste Konjunkturkrise überstanden werden soll und wer im Unternehmen die Macht hat.

5) Favorisieren Sie Unternehmen, die Güter des täglichen Bedarfs herstellen

Sämtliche Auswertungen zeigen, dass Unternehmen, die Güter des täglichen Bedarfs herstellen (von der Flasche Wasser über Toilettenpapier bis hin zur Zahnpasta), in der Krise die besten Überlebens-Chancen besitzen. Diese Güter müssen immer gekauft werden und damit verdienen die Produzenten immer Geld. Zyklische Aktien von Unternehmen, die stark von der Konjunkturentwicklung abhängen, eignen sich dagegen nicht als langfristige Depot-Positionen. Sie sollten zyklische Aktien als kurz- und mittelfristige Anlage-Chancen betrachten.

Ausblick: Morgen geht es an dieser Stelle weiter mit den Kriterien 6-9 der wichtigsten 9 Kriterien für die Aktienauswahl.

 

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