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Rolf Morrien

Die „wahren“ Kosten einer Option

Robert Sasse

Robert Sasse

Wie bewertet man Belegschaftsaktien? Dies ist wahrscheinlich die zentrale Angelegenheit der Debatte darüber, ob diese Options abgeschrieben werden sollten oder ob diese Methode der Kompensierung aus der Einkommensaufstellung raus gelassen werden sollte aber dafür in den  Bilanzabschlüssen gelistet werden sollte.

Befürworter dafür, dass Belegschaftsaktien in die Kosten gebucht werden sollten, sagen dass es viele Modelle gibt, die verwendet werden können um einer Option einen Wert zu geben. Diese Options sind eine Form der Kompensierung, die vernünftig abgerechnet werden sollten. Gegner argumentieren, dass diese Modelle für Belegschaftsaktien nicht anwendbar sein. Dieser Artikel wird die Argumente der Gegner genauer beleuchten und dann eine Möglichkeit einer anderen Herangehensweise der Kostenbestimmung untersuchen.

Die Gegenargumente

Es wurden viele Modelle entwickelt, die zur Bewertung von Options da sind. Die Modelle verwenden Annahmen und Marktdaten um den Wert einer Option zu jeglichem Zeitpunkt zu schätzen. Das weit verbreiteste ist wahrscheinlich das Black-Scholes Model, welches das ist, das die meisten Unternehmen verwenden, wenn sie Mitarbeiteroptions diskutieren.

Es gibt zwei Beeinträchtigungen beim Gebrauch dieser Modelle:

–                    Annahmen – Wie jedes Modell, ist der Output (oder Wert) nur so gut wie die verwendeten Annahmen/Daten. Wenn die Annahmen fehlerhaft sind, erhalten sie fehlerhafte Bewertungen unabhängig davon wie gut das Modell ist. Die Schlüsselannahmen beim Bewerten von Belegschaftsaktien sind beispielsweise konstante Dividenden und Aktiensprunghaftigkeit. Diese sind, aufgrund der damit verbundenen Variablen, schwer einzuschätzen. Aber viel wichtiger ist, dass sie manipuliert werden können: indem das Management eine oder eine Kombination dieser Annahmen justiert, kann es den Wert der Options senken.

–                    Anwendbarkeit – Ein weiteres Argument gegen den Gebrauch dieser Modelle ist, dass die Modelle nicht dafür kreiert wurden diese Art der Options zu bewerten. Das Black-Scholes Modell wurde kreiert um Börsengehandelte Options für finanzielle Instrumente (wie Aktien und Bonds) zu bewerten. Die Daten, die für diese Options verwendet werden, basieren auf dem erwarteten zukünftigen Preis des vorliegenden Gutes, welcher von den Käufern und Verkäufern auf dem Marktplatz festgelegt wird. Belegschaftsaktien können jedoch nicht auf der Börse gehandelt werden und Options-Modelle wurden erschaffen aufgrund der Fähigkeit einer Option auf dem Markt gehandelt zu werden.

Eine alternative Sichtweise

Außerhalb dieser theoretischen Debatte, gibt es echte Dollar-Kosten für Belegschaftsaktien und diese sind auch schon in den Finanznachweisen aufgezeigt. Die wahren Kosten einer solchen Option ist das Aktien-Rückkauf-Programm, welches verwendet wird um die Abschwächung zu verwalten. Wenn Aktien-Options angewendet werden, schwächen sie den Wohlstand des Aktienhalters ab; um diesem Effekt entgegenzuwirken, sollte das Management Aktien zurückkaufen.

Unternehmen verwenden Aktien-Rückkauf-Programme um die Anzahl der  herausragenden Aktien zu reduzieren und somit zu managen: Eine Reduktion der Aktien, die herausragen, erhöht die Einnahmen pro Aktie. Grundsätzlich verwenden Unternehmen Rückkäufe wenn sie glauben ihre Aktie sei unterbewertet.

Die meisten Unternehmen die große Belegschaftsaktien-Programme haben, haben auch Aktien-Rückkauf-Programme so dass, wenn Mitarbeiter ihre Options anwenden, die herausragenden Aktien relativ konstant bleiben.

Wenn ein Unternehmen kein Rückkauf-Programm hat, dann werden die Einnahmen sich durch die Kosten der Options und durch die Abschwächung reduzieren. Selbst wenn wir die Rückkäufe aus der Gleichung auslassen, sind Options eine Form der Kompensierung, die einen gewissen Wert hat.

Der Schlussstrich

Aktien-Options werden Anstelle von Barlöhnen verwendet, Punkt. Die Kosten eines Aktien-Rückkauf-Programms können verwendet werden um diese Aktien zu bewerten, da in den meisten Fällen die Managements diese Rückkauf-Programme verwenden um die Belegschaftsaktien vom Rückgang abzuhalten.

 

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