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Rolf Morrien

Deutsche Beteiligungs AG: DBAG-Aktie notiert unter Eigenkapital – 1 € Ausschüttung Ende März

Rolf Morrien

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Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) gehört zu den ältesten Beteiligungsgesellschaften und hat in den vergangenen 40 Jahren schon viele Konjunkturkrisen gemeistert. Während viele relativ junge Beteiligungsgesellschaften in der Phase 2007 bis 2009 gescheitert sind, oder jetzt noch die Trümmer im Portfolio beseitigen, startet die DBAG schon wieder durch.

Bester Beleg: Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurde überraschend schon wieder ein hoher Gewinn in Höhe von 19,6 Mio. € erzielt (1,44 € Gewinn je Aktie). Die Belohnung für die Aktionäre: Neben der normalen Dividende in Höhe von 0,40 € je Aktie soll auf der Hauptversammlung am 24. März zusätzlich ein Bonus je Aktie in Höhe von 0,60 € beschlossen werden. Wenn Sie jetzt in die DBAG-Aktie investieren, erhalten Sie schon Ende des Monats 1 € je Aktie zurück. Das entspricht einer Dividenden- Rendite von 5,5%.

Der 2. positive Aspekt: Durch den Jahresüberschuss ist das Eigenkapital auf 18,94 € je Aktie gestiegen. Aktuell notiert der Aktienkurs sogar leicht unter diesem Wert. Sie bezahlen also nur das Eigenkapital und bekommen mögliche Reserven im Portfolio, die Geschäftsbeziehungen und die sehr gute Managementleistung quasi „gratis“ hinzu. Der Depot-Optimierer erhöht daher das Kauf-Limit auf 19 €.

Das Geschäftsmodell der DBAG

Auf der Empfehlungsliste des Depot-Optimierers finden Sie 2 unterschiedliche Typen von Beteiligungsgesellschaften: Die Gesco AG kauft mittelständische Unternehmen und will diese Beteiligungen möglichst langfristig oder sogar für immer im Portfolio halten. Einen ähnlichen Weg geht auch Warren Buffett mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (allerdings einige Nummern größer).

Die DBAG bevorzugt dagegen einen anderen Ansatz: Mittelständische Unternehmen werden gekauft, fit für den Kapitalmarkt gemacht und dann per Börsengang oder Verkauf wieder abgestoßen.

Da sich das Beteiligungsportfolio ständig verändert, sind langfristige Umsatz- und Gewinnschätzungen nicht möglich. In sehr schlechten Börsenphasen rutscht die DBAG auch in die Verlustzone (zum Beispiel 2002 und 2008).

Kommt es dann wieder zu einem positiven Stimmungswechsel, explodieren die Gewinne, da die DBAG dann zu Höchstpreisen verkaufen kann. In den Boomjahren 2006 und 2007 hat das Unternehmen 5,02 und 9,20 € je Aktie verdient.

Diese „goldenen“ Zeiten für Beteiligungsgesellschaften werden nicht so schnell zurückkehren, aber 2 bis 3 € Gewinn je Aktie sollte die DBAG in guten Konjunkturphasen relativ sicher schaffen können. Da ein Großteil des Gewinns an die Aktionäre ausgezahlt wird, können Sie relativ regelmäßig mit hohen Ausschüttungen rechnen. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Performance-Liste des Depot-Optimierers wider: Seit der Kauf- Empfehlung im September 2005 kommt die Aktie auf einen Kursgewinn von gut 30% und eine Dividenden-Ausschüttung von insgesamt über 50%.

Das heißt: Beachten Sie bei dieser Aktie nicht nur die Kursentwicklung, sondern besonders stark die Ausschüttungen. Mittelund langfristig ist das der größere Rendite-Hebel.

Aussichten 2010: Zukäufe geplant

In der Crash-Phase hat sich die DBAG mit Zukäufen zurückgehalten. Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurde kein neues Unternehmen gekauft. Investiert wurde nur in die aktuell 19 Unternehmen aus dem eigenen Portfolio.

2010 will das Management aber wieder zuschlagen. Die Rahmenbedingungen sind ideal: Viele Unternehmen brauchen nach der Krise Kapital, die Banken halten sich aber noch zurück und gleichzeitig besitzt die DBAG liquide Mittel in Höhe von über 150 Mio. €. Die nächste Wachstumsphase kann beginnen.

 

https://www.gevestor-shop.de/DO-Depot-Optimierer-09-13/

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