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Rolf Morrien

Der Unterschied zwischen Märkten der Schwellenländer und Grenzmärkten

Yannick Esters

Yannick Esters

Jeder Investor weiß, dass man günstig kaufen und teuer verkaufen soll. Aber die die erhebliche Rendite für ihr Kapital erstreben, müssen eventuell Monate oder Jahre warten bis ihre Geld exponentiell ansteigt, wenn sie in Bluechip-Aktien wie Microsoft oder Apple investieren. Aggressive Anleger wenden sich daher regelmäßig Aktien von kleineren Unternehmen zu, die auf weniger entwickelten Märkten handeln um große Kapitalgewinne einzuheimsen. Diese Unternehmen sind meist in Grenz- oder Schwellenländermärkten zu finden. Aber die Arten der Unternehmen, die in diesen zwei Märkten handeln sind sich nicht immer ähnlich.

Märkte der Schwellenländer

Unternehmen, die auf diesen Märkten handeln sind für gewöhnlich dort zu finden, was als „ökonomisch weniger entwickelte Länder“ („less economically developed countries (LEDCs) bezeichnet wird. Diese Länder haben nicht die wirtschaftliche Stärke von Nationen wie den USA oder Japan, aber befinden sich im Prozess des Errichtens eines ausgereifteren Markts. Dieser Bereich des globalen Marktes beinhaltet neben dem Potential auf eine höhere Vergütung auch größere Risiken.

Grenzmärkte

Es gibt keine universelle Definition davon was einen Grenzmarkt ausmacht, aber er besteht in erster Linie aus Unternehmen und Investitionen, die ökonomisch noch weniger entwickelt sind als die Märkte der Schwellenländer, viele derer die keinen eigenen Aktienmarkt besitzen. Stand September 2013 besitzt Morgan Stanley eine Liste von 28 Nationen, welche in diesem Markt klassifiziert sind, welche Kroatien, Tunesien, Pakistan und Kenia beinhalten.

Grenzmärkte sind kategorisch gesehen die riskantesten Märkte der Welt. Sie haben die geringste Anzahl an Investoren und Investments und verfügen manchmal nicht einmal einen Aktienmarkt zum Handeln. Die meisten Grenzmärkte bestehen hauptsächlich aus Aktien von Finanz-, Telekommunikations- und Verbraucherunternehmen, die sich auf monatliche Zahlungen ihrer Kunden verlassen können. Anlagenbestände in diesem Sektor sind meistens illiquid, intransparent und Teil eines sehr geringen Regelwerk und hohen Transaktionskosten. Sie verfügen manchmal auch über erhebliche politische und Währungsrisiken, und sind daher, in den meisten Fällen, unpassend für Neuinvestoren. Gewährleistungsausschluss trifft auf jene zu, die sich entscheiden diesen Sektor zu erkunden.

Eine langsame Veränderung der Entwicklung

Obwohl Schwellenländer- und Grenzmärkte beide in den Hauptsektor des globalen Marktplatzes fallen, gibt es manche Unterschiede zwischen diesen Untersektoren. Schwellenländermärkte bieten eine größere Liquidität und Stabilität als Grenzmärkte. Aber mit der Zeit glauben viele Finanzanalysten, dass manche Schwellenländermärkte bis zu einem Punkt gereift sind, wo sie fast schon mit dem US-Markt mithalten können und darin scheitern, die Ebene der Diversifikation zu liefern, wie sie es einst taten. Grenzmärkte haben langsam aber sicher begonnen diese Lücke für längerfristig denkende Investoren zu füllen, die eine Rendite für ihr Kapital suchen, welches weitestgehend unkorreliert mit dem Rest des globalen Marktes ist.

Vor- und Nachteile dieser Märkte

Während Grenzmarktinvestitionen mit Sicherheit mit erheblichen Risiken einhergehen, bieten sie manchmal die Art der Rendite, die Schwellenmärkte in den 90ern und jungen 2000ern boten. Der Grenzmarkt nimmt in etwa ein Fünftel bis ein Drittel der Weltbevölkerung ein und schließt einige exponentiell wachsende Volkswirtschaften mit ein. Grenzmärkte umfassen jedoch 2% der weltweiten Marktkapitalisierung und bleiben daher nur einer kleiner Teil der Weltwirtschaft. Manche Ökonomen glauben außerdem, dass Grenzmarktunternehmen in Afrika den nächsten großen Weltwirtschaftsboom in einer ähnlichen Weise erfahren werden wie die USA und die Staaten des pazifischen Raums (wie Japan). Der leitende Weltökonome des Renaissance Capital glaubt, dass die afrikanische subsaharische Wirtschaft in den nächsten 35 Jahren um das ca. 15-fache wachsen wird, von 2$ Billionen auf 29$ Billionen. Die Märkte der Schwellenländer können jedoch, trotz ihrer wachsenden Korrelation mit dem US-Markt, immer noch höhere Rendite mit weniger Risiken und einer höheren Liquidität liefern als Grenzmarktanteile. Aggressive Anleger könnten, längerfristig gesehen, durch eine doppelte Belegung beider Sektoren profitieren.

Wie Investoren diese Märkte betreten können

Eine Vielzahl von ETFs und Anlagefonds investieren in die Märkte der Schwellenländer, und eine kleine Anzahl der ETFs fokussiert sich auf die Grenzmärkte. Blackrock Capital bietet den iShares MSCI Emerging Markets Index (NYSE: EEM), welcher das jährliche Durchschnittswachstum zwischen 2002 und 2012 bei 14% einschätzt. Er setzte vor kurzem außerdem den Frontier Marktes 100 (NYSE:FM) in Kraft, welcher seit seiner Einführung in seinem Wert exponentiell anstieg. Guggenheim bietet ein ETF mit einer breiten Basis, der virtuell alle Länder abdeckt, die in den Grenzmärkten klassifiziert werden (NYSE:FRN).

Powershares bietet mehrere ETFs, die sich auf bestimmte Segmente der Grenzmärkte fokussieren, so wie das MENA Frontier Countries Portfolio (Nasdaq:PMNA), welches sich auf die Regionen im Mittleren Osten und Nordafrika konzentriert.

 

Andere ETFs investieren in die Aktienaustäusche individueller Länder, wie der iShares MSCI Mexico Investable Market Index Fund (NYSE:EWW). Diese Wertpapiere können auf die selbe Weise analysiert werden, wie andere Investitionsangebote, allerdings sollten Anleger die Risiken, die sie mit diesen Instrumenten eingehen erforschen und bereit sein ihr Geld in den meisten Fällen für lange Perioden zu übergeben. Grenz- und Schwellenländermärkte bewegen sich nicht immer im Einklang miteinander, abhängig von weltwirtschaftlichen Umständen. Anleger die eine breite Diversifikation und weniger Risiken suchen, wären womöglich besser beraten ihr Geld zwischen diesen beiden Untersektoren aufzuteilen.

Der Schlussstrich

Die Märkte der Schwellenländer und die Grenzmärkte  bieten beide Aussichten auf höhere Rendite mit einem höheren Risiko, allerdings ist der Erstere stabiler und entwickelter als der letztere. Die Volkswirtschaften der Schwellenländer ein Level von elementarer Entwicklung erreicht, während Grenzmärkte die am ökonomisch schlechtesten entwickelten Nationen im globalen Marktplatz repräsentieren. Dieser Mangel an Entwicklung bietet jedoch ein Level von Investitionsdiversifikation das von reiferen Märkten nicht dupliziert werden kann. Beide Märkte tragen außerdem verschiedene Typen der Investitionsrisiken, wie Marktrisiken aber auch Währungs- und politische Risiken und das der Nationalisierung. Für weiter Informartionen über diese Untersektoren der Weltwirtschaft, ziehen sie ihren Finanz- oder Investmentberater hinzu.

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