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Rolf Morrien

Der Trend im 2. Halbjahr 2010: Sachwerte gewinnen, Geldwerte verlieren

Rolf Morrien

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Pünktlich zum Jahresende werden neue Höchstmarken erreicht: Gold erreicht auf Dollar- und auf Euro-Basis ein neues Allzeithoch, Silber klettert auf den höchsten Stand seit 30 Jahren (wenn nicht die Gebrüder Hunt den Silberpreis damals kurzzeitig auf 50 Dollargetrieben hätten, wäre auch hier ein Allzeithoch fällig), der Öl-Preis überschreitet die 90-Dollar-Marke und markiert ein neues Jahreshoch, Kupfer notiert in diesen Tagen nur hauchdünn unter dem Jahreshoch und der deutsche Aktien-Index DAX erreicht schonwieder das Kursniveau des Jahres 2008 (vor der Lehman-Pleite – als die Finanzwelt offiziell noch in Ordnung war).

Wohin wir auch blicken: steigende Kurse. Oder anders ausgedrückt: steigende Preise! Über steigende Kurse freuen sich die meisten Börsianer, aber beim Stichwort steigende Preise kommen doch leichte Magenschmerzen. Wenn flächendeckend das Preisniveau steigt, dann nennt man das auch Inflation. Inflation wird nicht nur der Zustand genannt, wenn die Lebenshaltungskosten steigen. Das ist nur ein Teilaspekt. Steigt das Preisniveau bei Edelmetallen, Rohstoffen, Immobilien und auch Aktien, ist die „Asset-Price- Inflation“, die Vermögenspreisinflation nicht mehr weit. Natürlich können Skeptiker jetzt sagen, dass die Preissteigerungen an der Börse reiner Zufall sind. Als Gegen-Check prüfen wir einfach, was die Anlageklasse macht, die in der Deflation gut und in der Inflation schlecht läuft. Das Ergebnis lautet: Die Kurse der Anleihen bröckeln. Betrachten wir eine deutsche Staatsanleihe mit Laufzeit bis 2020. Im Sommer haben Investoren in der Spitze 108,10% für die Anleihe gezahlt. Aktuell wechselt sie für nur noch 101,25% des Nominalwertes den Besitzer. Tendenz fallend. Ein solcher Wertverlust in relativ kurzer Zeit ist bemerkenswert. Die These, dass an der Börse aktuell alles „blind“ gekauft wird, stimmt also nicht. Anleihen stehen eher unter Verkaufsdruck.

Die Preise für Sachwerte steigen, die Preise für Geldwerte fallen. Machen wir auch hier einen Belastungstest. Wie haben sich die Kurse der Sachwerte entwickelt, die ich Ihnen vor 6 Monaten in der Spezial-Ausgabe „Inflationsschutz: Sachwerte“ empfohlen habe? Das Quanto-Zertifikat auf Silber ist von 15,53 auf 26,84 Euro gestiegen (+73%) und der Craton Minenfonds von 198,29 auf 281,13 Euro (+42%). Auf Seite 4 folgte der Rohstoff-Fonds Blackrock World Mining. Kurs im Juni 60,09 Dollar, Kurs aktuell 83,46 Dollar (+39%). Auf Seite 5 wurde ein Fonds mit Agrar-Aktien vorgestellt. Der Kurs stieg von 98,09 auf 113,60 Euro (+16%). Auf Seite 7 habe ich Ihnen die beiden Aktien Nestlé und BAT empfohlen. Die Kursgewinne hier: +9% und +10%. Zum Abschluss folgte auf Seite 8 die Immobilien-Empfehlung Conwert. Der Kursanstieg betrug +17%. Insgesamt 7 Empfehlungen und 7 Mal ein Pluszeichen. Falls Sie bisher gezögert haben, sollten Sie jetzt ebenfalls in Sachwerte investieren. Die Juni-Ausgabe (Nr. 8/2010) ist aktueller denn je.
Rolf Morrien

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