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Rolf Morrien

Das politische Versagen setzt die Aktienmärkte zusätzlich unter Druck

Der Kurssturz an den Aktienmärkten hat Geld und Nerven gekostet. Dabei ist nur das eingetroffen, was die nackten Zahlen schon seit Jahren anzeigen. In dem Buch „Staatsbankrott voraus“ habe ich zusammen mit meinem Kollegen Janne Jörg Kipp schon frühzeitig beschrieben, warum die USA die Kredit-Note „AAA“ verlieren werden. Vor wenigen Tagen wurde diese Prognose mit Leben gefüllt. Die Rating-Agentur Standard & Poor’s hat die Bonität der langfristigen US-Schulden auf „AA+“ herabgestuft. Der Ausblick ist negativ. Es droht also direkt die nächste Herabstufung. Der Doppelschlag hat gesessen: Erst hat der Fall Griechenland gezeigt, dass die Staatsfinanzen in der EU ruiniert sind, jetzt wackelt auch noch die weltweit größte Wirtschaftsmacht. In den Medien wird die doppelte Schuldenkrise als Auslöser des Kurssturzes an den Aktienmärkten genannt. Das kann in dieser Form aber nicht stimmen. Die Börse reagiert auf neue Informationen. Die Tatsache, dass die Staatsfinanzen ruiniert sind, ist dagegen kalter Kaffee. Neu ist ein anderer Punkt: Das vollständige Versagen der politischen Klasse in Europa und in den USA. Es ist keine einzige politische Führungskraft mit Krisen-Kompetenz in Sicht. Blicken wir auf die einzelnen Brandherde.

Der EU-Krisengipfel am 21. Juli brachte keine echten Lösungen, aber zumindest wurde etwas Zeit gewonnen. Aber dann veröffentlicht Jose Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, den vielleicht teuersten Brief in der jüngsten Wirtschaftsgeschichte. Das Hilfspaket in Höhe von 440 Mrd. Euro sei, so Barroso, zu klein und müsse aufgestockt werden, weil sonst Frankreich und Italien Richtung Abgrund getrieben werden könnten. Die Veröffentlichung des Briefes löste an den Börsen nackte Panik aus. Da in der Urlaubszeit viele Händler Pause machen, reichten schon relativ kleine Order, um eine Verkaufslawine auszulösen. Automatische Handelssysteme sorgten dann für den Rest und löschten an den Aktienmärkten mehrere Billionen Dollar aus. Die EU-Regierungschefs wurden von Barroso überrumpelt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Urlaub von der Veröffentlichung erfahren. Ein politisches Armutszeugnis. Im Berliner Kanzleramt kocht die Stimmung. Barrosos Alleingang wurde intern als „Amoklauf“ bewertet.

Ein ähnliches politisches Debakel konnten wir in den USA erleben. Dort gibt es eine gesetzlich verankerte Schuldenobergrenze. An sich eine lobenswerte Idee. Über Jahrzehnte wurde daraus aber eine Lachnummer. Die Grenze wurde von den US-Politikern über 50 Mal angehoben. Ein solches Gesetz hat dann keinen Wert. Daher war es zu begrüßen, dass einige Republikaner die Anhebung der Schuldenobergrenze blockiert haben. Doch daraus wurde Fanatismus. Jede Einigung wurde blockiert. Der Präsident sollte gedemütigt, sogar gestürzt werden. Es wurde ganz offen mit dem Staatsbankrott „gespielt“. Erst wenige Stunden vor dem offiziellen Staatsbankrott wurde ein fauler Kompromiss beschlossen. So sieht das auch die Rating-Agentur Standard & Poor’s. Die Aktienmärkte haben nicht auf die offizielle Herabstufung gewartet. Da Standard & Poor’s ein Sparprogramm in Höhe von 4 Billionen Dollar gefordert hat, der Kompromiss aber nur Einsparungen von 2,4 Billionen Dollar in Aussicht stellt, musste die Rating-Agentur reagieren. Die ersten Investoren verkauften daher schon vor der Herabstufung. Die Republikaner und Demokraten haben es verpasst, ein ernsthaftes Sparprogramm zu verabschieden. Die Quittung folgte direkt. Zahlen mussten die Aktionäre.

 

 

 

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