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Rolf Morrien

Corporate Social Responsibility

Zu den klassischen „Corporate Social Responsibility“ Anwendungsfeldern zählen folgende:

Mitarbeiter

Umwelt- und Klimaschutz

Gesellschaft und Wissenschaft

Jugendschutz

Aus- und Weiterbildung

Nachhaltigkeit

Bildung

Internetzugangs-beschränkungen

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Energieeffizienz

Stiftungen

Verhaltenskodex

Chancengleichheit

CO2-Reduktion

gesellschaftlicher Zusammenhalt

Arbeitssicherheit

Mülltrennung

Gesundheit

Müllrecycling


„Corporate Social Responsibility“ beruht in der Regel auf Freiwilligkeit. Viele Nichtregierungsorganisationen halten jedoch gewisse Standards und gesetzliche Verpflichtungen zur Transparenz für notwendig. Ziel soll die Belohnung von fortschrittlichen Unternehmen sein, damit diese auch als solche von den Konsumenten erkannt und vom Markt gewürdigt werden können. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bietet zum Beispiel Leitsätze für multinationale Unternehmen.

Diese vermitteln in zehn Kapiteln Empfehlungen für verantwortliches Unternehmerverhalten bezüglich Transparenz, Arbeitsbeziehungen, Umwelt, Korruption, Verbraucherschutz, Technologietransfer, Wettbewerb und Steuern. Sie beziehen sich auf internationale Vereinbarungen, wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und die ILO-Kernarbeitsnormen, und betonen das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung sowie das Vorsorgeprinzip. Doch auch diese Leitsätze sind für die Unternehmen nicht verbindlich, sondern freiwillig. Der Global Compact der Vereinten Nationen ist weiter eine freiwillige Verpflichtungserklärung für Unternehmen. Ein Unternehmen erklärt seine Teilnahme am Global Compact, indem es einen Brief an den UN-Generalsekretär sendet und sich bereit erklärt, zehn Prinzipien der UN einzuhalten. Dazu gehören:

Menschenrechte

Die Wirtschaft

1. möge den Schutz der international verkündeten Menschenrechte unterstützen und achten und

2. sicherstellen, dass ihre eigene Gesellschaft sich nicht an Menschenrechtsverletzungen beteiligt.

Arbeitsstandards

Die Wirtschaft

3. möge die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Tarifverhandlungen wahren

4. für die Beseitigung aller Formen der Zwangs- und Pflichtarbeit,

5. die tatsächliche Abschaffung der Kinderarbeit und

6. die Beseitigung von Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf eintreten.

Umweltschutz

Die Wirtschaft

7. möge umsichtig mit ökologischen Herausforderungen umgehen,

8. Initiativen zur Förderung eines verantwortlichen Umgangs mit der Umwelt durchführen und

9. sich für die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien einsetzen.

Antikorruption

10. Die Wirtschaft möge gegen alle Formen der Korruption vorgehen, einschließlich Erpressung und Bestechung.

Die Prinzipien des Global Compact sind jedoch nur Minimalstandards, die Unternehmen erleiden keine Sanktionen, wenn sie die selbst gesteckten Ziele nicht erfüllen. Eine weitere Regelung stammt von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Deren “Dreigliedrige Grundsatzerklärung über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik” enthält insgesamt 59 Regeln zu den Arbeitsbedingungen, darunter die Kernarbeitsnormen der ILO.

Weitere Regeln gelten den Themen Ausbildung, Beschäftigung (Beschäftigungsförderung, Chancengleichheit und Gleichbehandlung, Sicherheit der Beschäftigung), Arbeits- und Lebensbedingungen (Löhne, Leistungen und Arbeitsbedingungen, Mindestalter, Arbeitsschutz) sowie Arbeitsbeziehungen (Vereinigungsfreiheit und Vereinigungsrecht, Kollektivverhandlungen, Beratungen, Behandlung von Beschwerden, Beilegung von Arbeitskonflikten).

Die Global Reporting Initiative (GRI) entwickelt in einem partizipativen Verfahren Richtlinien für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten von Großunternehmen, kleineren und mittleren Unternehmen (KMU), Regierungen und NGO´s. Die GRI-Richtlinien sollen nachhaltige Entwicklung weltweit unterstützen und gleichzeitig Firmen, Regierungen, Investoren, Arbeitnehmern und einer interessierten Öffentlichkeit vergleichbare Entscheidungs- und Orientierungshilfen bieten. Die Richtlinien umfassen insgesamt über 120 Indikatoren, die sowohl das Unternehmen und dessen Leistung als auch den Bericht selbst beschreiben. Neben den Richtlinien der Nichtregierungsorganisationen können auch Sozial- und Umweltgütesiegel den Unternehmen und Konzernen die Einhaltung bestimmter Mindeststandards ihres sozialen oder ökologischen Verhaltens bescheinigen. Die Validierung nach Eco Management and Audit Scheme (EMAS) ist ein Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung für Organisationen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen.

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