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Rolf Morrien

BÖRSENGLOSSAR


A

Abgeltungssteuer

Die Abgeltungssteuer wird seit dem Jahr 2009 einheitlich auf alle Kapitalerträge erhoben. Ausgenommen sind nur Kursgewinne von Wertpapieren, die Sie 2008 oder früher gekauft haben (bei Zertifikaten gilt ein früherer Stichtag, nämlich der 14. März 2007). Wenn Sie Ihrer Bank einen → Freistellungsauftrag erteilt haben, bleibt auch der Sparerpauschbetrag von der Abgeltungssteuer befreit. Der Steuersatz liegt bei 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Insgesamt kommen so bis zu 28 Prozent zusammen.

Ad-hoc-Mitteilung

Alle Anleger – ob groß oder klein – sollen die Möglichkeit haben, auf Meldungen, die den Kurs eines Unternehmens beeinflussen können, umgehend zu reagieren. Aus diesem Grund sind börsennotierte Aktiengesellschaften verpflichtet, entsprechende Vorkommnisse sofort bekannt zu machen. Dazu dienen die Ad-hoc-Mitteilungen.

Aktie

Als Aktionär erwerben Sie einen Anteil an einer Aktiengesellschaft, der in einer Aktie verbrieft ist. Damit erhalten Sie gleichzeitig ein Stimmrecht und ein Recht auf eine Beteiligung an den Erfolgen, die das Unternehmen erwirtschaftet.

Aktienfonds

Ein Fonds, der ausschließlich in Aktien investiert.

Aktiengesellschaft

Bei einer Aktiengesellschaft (AG) ist das Grundkapital in Anteile, sogenannte → Aktien, aufgeteilt, die an der Börse gehandelt werden können. Hintergrund ist die Beschaffung von Eigenkapital. Aktienkurse schwanken im Wert – je nachdem, wie gut das Unternehmen wirtschaftet oder auch wie die psychologische Gesamtlage an den Börsen ist.

Aktienindex

Ein Aktienindex repräsentiert eine Auswahl bestimmter Aktien, etwa aus einem bestimmten Land oder einer speziellen Branche. Dazu wird aus den Kursen dieser Aktien über verschiedene Verfahren eine Kennzahl errechnet, die die Entwicklung des speziellen Marktsegments widerspiegelt. Die bekanntesten Indizes sind der DAX, der die 30 wichtigsten deutschen Aktien enthält, oder der Dow Jones für den US-amerikanischen Markt.

Aktienrendite/Kapitalrendite

Wenn Sie wissen wollen, was Sie effektiv an Ihren Wertpapieren verdient haben, berechnen Sie die Aktien- bzw. Kapitalrendite. Basis der Berechnung ist das eingesetzte Kapitel, der Ertrag addiert sich aus Dividenden und Zinsen. Hinzu kommen noch Kursveränderungen und die sonstigen Erträge.

Aktien-Split

Durch einen Aktien-Split will ein Unternehmen seine Aktien optisch billiger machen. Dazu werden die vorhandenen Aktien geteilt und so vermehrt. Ein Aktien-Split im Verhältnis 1 : 3 sagt aus, dass der Kurs der Aktie durch 3 geteilt, die Zahl der Aktie dagegen mit 3 multipliziert wird. Für Sie als Anleger bedeutet dieser Vorgang:

Der einzelne Anteil am Unternehmen (repräsentiert durch eine Aktie) wird kleiner, dafür haben Sie aber eine größere Anzahl von Aktien im Depot.

Anleihe

Unter einer Anleihe (engl.: Bond) versteht man ein festverzinsliches Wertpapier. Darunter fallen etwa Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Pfandbriefe usw. Der Emittent der Anleihe, ein Staat oder ein Unternehmen, und der Anleger vereinbaren dabei einen festen Zinssatz, zu dem Letzterer sein Geld zur Verfügung stellt, sowie eine feste Laufzeit, für die das Kapital zur Verfügung steht. Meist erfolgt einmal im Jahr eine Zinsausschüttung. Anleihen unterliegen während der

Laufzeit Kursschwankungen, die jedoch in der Regel geringer ausfallen als bei Aktien. Als Anleger sollten Sie sich vor dem Kauf einer Anleihe unbedingt über die → Bonität des Emittenten informieren.

Asset

Als Assets werden die Wertpapierklassen, die sich in einem Depot befinden, bezeichnet. Darunter fallen z. B. Aktien, Anleihen, Immobilien und Fonds, also das, was wir Ihnen im Kapitel »Das ABC der Wertpapiere« vorgestellt haben.

B

Baisse

Fallen über einen längeren Zeitraum hinweg die Kurse an der Börse oder in einzelnen Bereichen, ist die Rede von einer Baisse. Man könnte sagen: Eine Baisse ist eine Kursflaute, die über längere Zeit anhält. Das Gegenteil dazu ist eine → Hausse.

Bär

Mit »Bär« wird ein Anleger bezeichnet, der auf fallende Kurse setzt. Die Frage, woher dieser Begriff kommt, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Am geläufigsten ist folgende Erklärung: Wird der Bär angegriffen, schlägt der Bär mit der Pranke von oben nach unten. Diese Bewegung wurde für sinkende Kurse übernommen. Das Gegenstück ist der → Bulle. Beide Tiere wurden übrigens in früheren Zeiten in Arenen aufeinander gehetzt.

Basiswert

Derivate, also abgeleitete Wertpapiere, beziehen sich immer auf einen Basiswert. Das kann eine Aktie, ein Index, aber auch ein Rohstoff sein. Von der Entwicklung des Basiswerts hängt die Entwicklung des → Derivats ab.

Bestens

Order-Zusatz, wenn ein Verkauf an der Börse ohne Limit durchgeführt werden soll (zu empfehlen sind immer Verkäufe mit Limit).

Bilanz

In einer Bilanz finden Sie eine Gegenüberstellung des Vermögens eines Unternehmens (Mittelverwendung = Aktiva) und des Kapitals (Mittelherkunft = Passiva) zu einem bestimmten Stichtag. Aus diesem Instrument lässt sich erkennen, wie gesund das Unternehmen ist und welche zukünftige Entwicklung es voraussichtlich nehmen wird. Die Bilanz bildet gemeinsam mit der Gewinn- und Verlustrechnung den Jahresabschluss.

Billigst

Order-Zusatz, wenn ein Kauf an der Börse ohne Limit durchgeführt werden soll (zu empfehlen sind immer Käufe mit Limit).

Blue Chips

Als Blue Chips werden an der Börse jene Aktien bezeichnen, die als besonders solide und werthaltig gelten (qualitative Einordnung), oder besonders große Unternehmen mit einer hohen Marktkapitalisierung (quantitative Einordnung). In der Regel sind es die Aktien der größten Unternehmen eines Landes, die sich dann auch im jeweiligen Standard-Index des Landes wiederfinden. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Spielkasino, in dem die blauen Jetons den höchsten Gegenwert in Geld repräsentieren.

Bond

→ Anleihe

Bonität

Mit der Bonität wird die Fähigkeit eines Schuldners, also etwa eines Anleiheemittenten, bezeichnet, seine Schulden auch bedienen, also bezahlen zu können. Wenn Sie eine → Anleihe, ein Zertifikat oder einen Optionsschein kaufen wollen, sollten Sie die Bonität des Emittenten unbedingt überprüfen. Ermittelt wird diese in der Regel von Rating-Agenturen. Ratings wie Aaa bzw. AAA bedeuten, dass es sich um einen exzellenten Schuldner handelt, bei dem keine Schwierigkeiten zu erwarten sind, wenn die Zinsen oder der Gesamtbetrag fällig werden. Schlechtere Ratings wie z. B. BB+ sprechen dafür, dass es zu Ausfällen bei den Zinszahlungen oder Rückzahlung kommen kann. Allerdings sollten Sie sich nie allein auf die Einschätzung einer Rating-Agentur verlassen, denn diese kann auch mal daneben liegen. Prominentes Beispiel: Die US-Bank Lehman Brothers besaß noch kurz vor der Pleite die Bestnote AAA.

 

Boom

Wenn an der Börse die Kurse extrem ansteigen, ist von einem Boom die Rede. Allerdings folgt auf einen Boom oft der → Crash.

Börse

Die Kurse, also Preise, von Wertpapieren und Terminkontrakten werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Handelsplatz,an dem Käufer und Verkäufer aufeinandertreffen, ist die Börse.

Börsenkrach

→ Crash

 

Briefkurs

Zu diesem Kurs können Sie ein Wertpapier (Aktie, Zertifikat) an der Börse kaufen. Der Preis, zu dem Sie verkaufen können, wird → Geldkurs genannt.

Börsenplatz

Order-Angabe dazu, wo ein Wertpapier ge- oder verkauft werden soll (in Deutschland zum Beispiel: Xetra, Frankfurt, Stuttgart, München, Berlin, Hamburg).

Broker

Ein Broker ist ein Börsenmakler, der die Aktien seiner Kunden kauft und verkauft. Ebenso heißen aber auch Depot-Banken, die für ihre Kunden Wertpapiere verwalten und entsprechende Orders ausführen, Broker. Das gilt insbesondere für die Direktbanken, die die Aufträge ihrer Kunden per Telefon, Fax oder Internet entgegennehmen und abwickeln.

Buchgewinn

Der aktuelle Kurs liegt über dem Kaufkurs. Dieser Gewinn wurde jedoch noch nicht durch einen Verkauf zu einem echten (realisierten) Gewinn.

 

Buchverlust

Der aktuelle Kurs liegt unter dem Kaufkurs. Dieser Verlust wurde jedoch noch nicht durch einen Verkauf zu einem echten (realisierten) Verlust.

 

Buchwert

Das Vermögen einer Aktiengesellschaft abzüglich ihrer Schulden.

 

Buchwert je Aktie

Das Vermögen einer Aktiengesellschaft abzüglich der Schulden – umgerechnet je Aktie.

Bulle

Mit »Bulle« wird ein Anleger bezeichnet, der auf steigende Kurse setzt. Das Gegenstück ist der → Bär. Der Begriff hat seinen Ursprung im Angriffsverhalten des Bullen, der im Kampf mit seinen Hörnern nach oben stößt.

C

Call

Englische Bezeichnung für Kaufoptionsschein. Wörtlich bedeutet »call« rufen oder fordern. Der Inhaber eines Calls hat somit das Recht, den Basiswert zu einem vorher festgelegten Preis zu fordern und auch zu bekommen.

Cashflow

Der Cashflow ist eine Kennzahl, die über die Liquidität und die finanzielle Entwicklung eines Unternehmens Aufschluss gibt. Sie zeigt, wie viel liquide Mittel das Unternehmen aus eigener Kraft erwirtschaftet.

Chart

Ein Chart zeichnet den historischen Kursverlauf eines Wertpapiers oder eines Indexes in einem bestimmten Zeitraum nach. Dabei können mehrere Jahrzehnte betrachtet werden, aber auch sehr kurze Zeitspannen, etwa ein Tag.

Chart-Analyse (= Chart-Technik)

→ Technische Analyse

Crash

Der Crash ist das Gegenteil eines → Booms, nämlich der radikale Absturz der Aktien nach einem Boom. Dies kann einzelne Aktien betreffen – brechen alle oder fast alle Aktien ein, ist auch die Rede von einem Börsen-Crash.

D

Dachfonds

Ein Fonds, der ausschließlich in andere Fonds investiert (nicht in einzelne Aktien oder Anleihen). Ein Schwachpunkt: Es fallen durch die zwei Fondsebenen mehrfach Gebühren an.

DAX

DAX ist die Abkürzung für Deutscher Aktienindex. Er ist der wichtigste deutsche Börsenindex, wurde am 1. Juli 1988 zum ersten Mal berechnet und repräsentiert die 30 wichtigsten deutschten Aktiengesellschaften. Der DAX ist ein gewichteter → Performance-Index, die Gewichtung der Mitgliedsunternehmen wird nach der → Marktkapitalisierung und dem → Streubesitz vorgenommen. Die Zusammensetzung des DAX wird regelmäßig angepasst.

Daytrading

Handelsstrategie, bei der in sehr kurzer Zeit – oft am gleichen Tag – ein Wertpapier ge- und wieder verkauft wird.

Depot

Wer Wertpapiere kauft und verkauft, braucht dafür einen Ort der Verwahrung. Dies ist ein Depot, das zur Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Wertpapierhandel wird. Als Anleger können Sie ein Depot bei jeder Bank eröffnen. Bei Filialbanken müssen Sie mit Depot- Gebühren rechnen. Viele Direkt-Broker hingegen verzichten auf entsprechende Gebühren.

Derivat

Ein Finanzinstrument, das von einem Basiswert (Aktie, Index, Rohstoff, Währung) abgeleitet wird. Zertifikate und Optionsscheine gehören zur Gruppe der Derivate.

Diversifizierung

Um das Risiko eines Kapitalverlustes zu begrenzen, sollten Sie als Anleger Ihr Kapital auf verschiedene Aktien oder Anlageformen (Aktien, Anleihen, Fonds) verteilen und darauf achten, dass diese Anlageformen nicht alle gleich auf verschiedene Börsenszenarien reagieren. Dieser Vorgang nennt sich Diversifizierung.

 

Dividende

Die Dividende ist der Anteil am Gewinn der → Aktiengesellschaft, der pro → Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Seit 2009 müssen Sie auf Dividenden → Abgeltungssteuer bezahlen. Haben Sie einen → Freistellungsauftrag erteilt, bleibt zumindest ein Teil davon steuerfrei.

 

Dividenden-Rendite

Mit der Dividenden-Rendite wird sozusagen die »Verzinsung« einer Aktie bezeichnet. Sie ist der prozentuale Anteil der ausgeschütteten Dividende am Kaufkurs der Aktie.

Dow Jones

Der Dow Jones ist der älteste Aktienindex der Welt und auch heute noch einer der wichtigsten Indizes der Börsenwelt. Vollständig lautet sein Name Dow Jones Industrial Average. Er repräsentiert die 30 wichtigsten Aktien der USA und zeigt deren durchschnittliche Entwicklung.

E

Eigenkapital

Position in der Bilanz. Das Eigenkapital repräsentiert den Anteil der Eigentümer (bei einer AG die Aktionäre) am Vermögen des Unternehmens.

Eigenkapitalquote

Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme. Faustformel: Eigenkapitalquoten über 30 gelten als solide.

Emerging Markets

Als Emerging Markets werden an der Börse die aufstrebenden Märkte bezeichnet (auch Schwellenländer oder Wachstumsmärkte). Es gibt spezielle Fonds mit dem Schwerpunkt Emerging Markets.

Emission

Als Emission wird die Ausgabe von Aktien an Anleger bezeichnet, wenn ein Unternehmen an die Börse geht. Ebenso heißt die Ausgabe von Anleihen durch einen Staat oder ein Unternehmen sowie von Zertifikaten und Optionsscheinen Emission.

EuroStoxx 50

Der EuroStoxx 50 ist ein Aktienindex, der die 50 größten Aktienwerte aus den Euroländern versammelt. Achtung: Gemeint ist dabei die Währungsunion. Europäische Länder, die den Euro nicht eingeführt haben, wie etwa Großbritannien, die Schweiz oder Norwegen, sind in diesem Index nicht vertreten.

ETF

Die Abkürzung steht für »Exchange Traded Funds«, also börsengehandelte Indexfonds. ETFs sind die gängigste Form von Passivfonds. Hier wählt kein Fondsmanager einzelne Aktien aus, sondern der Fonds ist eine originalgetreue Nachbildung eines bestimmten Index wie beispielsweise des → DAX oder → Dow Jones.

F

 

Fonds

Bei einem Fonds zahlen viele Anleger in einen gemeinsamen Topf einer Fondsgesellschaft ein, aus dem dann verschiedene → Wertpapiere gekauft werden. Durch die Streuung verringert sich das Risiko eines Kapitalverlusts. Die Papiere, die das Fondsvermögen bilden, bestimmen gemeinsam, ob der Fonds Gewinne oder Verlust zu verzeichnen hat, ob die Fondsanteile im Wert steigen oder fallen. Werden Zinsen oder Dividenden ausgeschüttet, fließen diese dem Fondsvermögen zu und erhöhen den Wert der einzelnen Anteile.

Fondsmanager

Der Fondsmanager ist als Mitarbeiter einer Fondsgesellschaft für die Auswahl der Wertpapiere in einem oder in mehreren Fonds verantwortlich. Betreut er einen aktiv gemanagten Fonds, wählt er im Rahmen des gegebenen Fondsthemas die Wertpapiere aus. Bei einem Pharmafonds sucht er also nach vielversprechenden Pharmawerten, bei einem Japanfonds nach entsprechenden Aktien japanischer Unternehmen usw. Bei einem passiv gemanagten Fonds hingegen wird ein Index nachgebildet (→ Indexfonds).

Freistellungsauftrag

Mit einem Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank oder Sparkasse stellen Sie sicher, dass Sie bis zu einem Betrag von 801 Euro für Ledige und 1.602 Euro für Verheiratete keine Kapitalertrags- bzw. Abgeltungssteuer auf die Zinsen, Dividenden und Kursgewinne, die Sie kassieren, zahlen. Erst auf Erträge, die diesen so genannten → Sparerpauschbetrag übersteigen, müssen Sie Steuern zahlen.

 

Fremdkapital

Die Summe der Schulden/Verbindlichkeiten in der Bilanz. Das Fremdkapital errechnet sich aus der Bilanzsumme minus dem → Eigenkapital.

Fundamentalanalyse

Bei einer Fundamentalanalyse wird versucht, mithilfe von Unternehmensdaten wie Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kurs-Gewinn- Verhältnis und Dividenden-Rendite sowie mithilfe von branchenbezogenen und gesamtwirtschaftlichen Daten eine Prognose zu stellen, wie sich der Kurs einer Aktie entwickeln wird.

G

Geldkurs

Zu diesem Kurs können Sie ein Wertpapier (Aktie, Zertifikat) an der Börse verkaufen. Der Preis, zu dem Sie kaufen können, wird → Briefkurs genannt.

 

Genussscheine

Spezielle Zinspapiere. Genussscheine besitzen Eigenschaften von Aktien und Anleihen. Das Risiko ist größer als bei Anleihen, daher sind auch die Renditeaussichten höher.

 

Geschlossene Fonds

Unter geschlossenen Fonds versteht man Fonds, deren Anteilseigner zu Mitunternehmern werden. Entsprechende Anteile können nur während einer bestimmten Zeichnungsfrist erworben werden. Wenn genügend Kapital eingesammelt wurde, wird die Zeichnungsfrist beendet und die beabsichtigte Investition vorgenommen. Wer Anteile an einem geschlossenen Fonds erwirbt, muss diese in der Regel bis zum Ende der Laufzeit halten. Ein Verkauf an der Börse ist nicht vorgesehen. Als Privatanleger sollten Sie um geschlossene Fonds daher einen großen Bogen machen.

Gewinn

Der Gewinn ist die Differenz aller Einnahmen und aller Ausgaben. In der Bilanz ist dies ein wichtiger Posten, der maßgeblich für die Kursentwicklung von Aktien ist. Für den Gewinn gibt es verschiedene Begriffe und Definitionen, z. B. Jahresüberschuss, EBIT (Earnings before Interest and Taxes = Gewinn vor Steuern und Zinsen) und EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation = Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen).

Gewinnmitnahme

Viele Anleger verkaufen ihre Wertpapiere nach einem Kursanstieg, um so den Gewinn zu realisieren – sie nehmen also einen Gewinn mit, statt zu riskieren, dass es später zu Kursverlusten kommt.

 

Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

Zusammen mit der Bilanz stellt die Gewinn- und Verlustrechnung den → Jahresabschluss einer Gesellschaft dar. Darin wird der Erfolg oder Misserfolg einzelner Unternehmenszweige sichtbar. In der GuV sind die Aufwendungen und Erträge in Form von Salden einzelner Erfolgskonten einander gegenübergestellt.

H

 

Hauptversammlung

Einmal im Jahr lädt eine Aktiengesellschaft alle Aktionäre ein. Auf dieser Hauptversammlung treffen die Anteilseigner gemeinsam Entscheidungen und begutachten die Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat. Jede Aktie (Ausnahme: → Vorzugsaktien) berechtigt dazu, eine Stimme abzugeben, je mehr Aktien jemand besitzt, desto größer ist also sein Einfluss auf das Unternehmen. Ein Aktionär kann sich aber auch durch seine Bank, eine Person seines Vertrauens oder durch eine Aktionärsschutzvereinigung vertreten lassen.

Hausse

Steigen über einen längeren Zeitraum hinweg die Kurse an der Börse oder in einzelnen Bereichen an, ist die Rede von einer Hausse. Das Gegenteil dazu ist eine → Baisse.

I

 

Immobilienfonds

Immobilienfonds sind spezielle Fonds, deren Fondsvermögen ausschließlich in Immobilien investiert wird. Die Rendite ergibt sich aus den Mieteinnahmen und aus der Wertsteigerung der Immobilien im Fonds.

Index

In einem (Aktien-)Index befindet sich eine festgelegte Anzahl von Aktien. Der deutsche Leitindex DAX vereint zum Beispiel die 30 wichtigsten deutschen Aktiengesellschaften.

 

Indexstand

Ein Indexstand ist eine Kennzahl, die die Wertentwicklung in einem bestimmten Marktsegment wiedergibt. Dabei werden die Börsenkurse einer repräsentativen Mischung von Aktien oder Rentenpapieren aus diesem Segment zugrunde gelegt.

Indexfonds

In einem Indexfonds sind in Zusammensetzung und Gewichtung exakt die Aktien enthalten, die im abgebildeten Index (z. B. DAX, EuroStoxx 50 oder Dow Jones) vertreten sind. Die Entwicklung dieser Fonds verläuft daher parallel zum Index (nur die Verwaltungskosten werden abgezogen). Interessant für Sie als Anleger ist auch, dass Indexfonds sehr günstig sind. Die wichtigsten Indexfonds sind die sogenannten → ETFs.

Index-Zertifikate

Ebenso wie ein Indexfonds bildet ein Index-Zertifikat den zugrundeliegenden Index exakt ab, meist zu einem Zehntel oder einem Hundertstel. Steht der DAX z. B. bei 7.000 Punkten, kostet ein Zertifikat dann 700 oder 70 Euro. Allerdings sind Zertifikate Schuldverschreibungen des Emittenten, also von einer Bank oder Versicherung. Während bei Indexfonds das Fondsvermögen als Sondervermögen bei einer Pleite des Emittenten geschützt ist, gibt es bei Index-Zertifikaten ein Emittentenrisiko. Wird das herausgebende Institut insolvent, haben Inhaber von Index-Zertifikaten keinen Anspruch auf Auszahlung.

Investment-Club

Bei einem Investment-Club legen private Anleger ein gemeinsames Depot an. Im Idealfall haben die Teilnehmer an einem solchen Club unterschiedliche Interessen und Spezialgebiete, für die sie dann jeweils die notwendigen Hintergrundinformationen beschaffen.

IPO (= Initial Public Offering)

Geht ein Unternehmen an die Börse, ist auch von einem IPO die Rede. Die Abkürzung steht für »Initial Public Offering«. Übersetzt heißt das: erstes öffentliches Bieten, also der Zeitpunkt, zu dem erstmals Aktien an Investoren verkauft werden. Anschließend setzt der Handel mit diesen Aktien an den Börsen ein. Für die betreffenden Unternehmen bringt ein Börsengang einiges an Aufwand mit sich. So ist es z. B. zu zusätzlichen Informationen für die Anleger verpflichtet. Ziel eines IPO ist es, frisches Kapital für das Unternehmen einzusammeln.

ISIN (= International Security Identification Number)

Die ISIN ist die internationale Form der → Wertpapierkennnummer (WKN). Anhand einer festen Folge von Buchstaben und Ziffern lässt sich ein Wertpapier eindeutig bestimmen. Wenn Sie eine Order aufgeben wollen, müssen Sie als Erstes die ISIN oder die WKN eingeben.

J

Jahresabschluss

Das Handelsgesetzbuch (HGB) schreibt vor, dass am Ende eines Geschäftsjahres ein Abschluss der Buchführung erfolgen muss. Der Jahresabschluss eines Unternehmens setzt sich zusammen aus der → Bilanz sowie der → Gewinn- und Verlustrechnung.

K

 

Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis ist eine wichtige Kennzahl, wenn Sie Aktien vergleichen und bewerten wollen. Dazu teilen Sie den Kurs der Aktie durch den Buchwert je Aktie. Je höher der KBV ist, desto teurer ist die Aktie. Faustformel: Ein KBV unter 1 gilt als günstig (wobei eine einzelne Kennzahl nie reicht, um eine Aktie zu bewerten).

Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV)

Das Kurs-Cashflow-Verhältnis ist eine wichtige Kennzahl, wenn Sie Aktien mehrerer Unternehmen vergleichen und bewerten wollen. Dazu teilen Sie den Kurs der Aktie durch den Cashflow pro Aktie. Je höher der KCV ist, desto teurer ist die Aktie. Das KCV gilt als das präzisere → KGV.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist eine wichtige Kennzahl, wenn Sie Aktien vergleichen und bewerten wollen. Mit ihr errechnen sie, wie oft ein erwirtschafteter Gewinn pro Aktie im Aktienkurs enthalten ist. Dazu teilen Sie den Kurs der Aktie durch den Gewinn pro Aktie. Je höher der KGV ist, desto teurer ist die Aktie.

Kursindex

Ein Kursindex ist ein Aktienindex, in dessen Verlauf nur die Kursgewinne, nicht aber die Dividenden eingerechnet werden. Das Gegenteil von einem Kursindex ist ein → Performance-Index.

Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV)

Wenn ein Unternehmen keinen Gewinn macht, sondern einen Verlust, lässt sich das KGV nicht berechnen. Oft wird dann zu Vergleichszwecken das Kurs-Umsatz-Verhältnis errechnet. Diese Kennzahl zeigt, wie häufig der Umsatz pro Aktie an der Börse gezahlt werden muss. Auch hier gilt: Ist der KUV hoch, dann ist die Aktie teuer.

Kurswert

Der Kurswert ist der Preis (z. B. in Euro), den Anleger aktuell für eine Aktie bezahlen müssen. Der Kurswert ergibt sich aus Angebot und Nachfrage und wird an der → Börse ermittelt. Ist die Nachfrage auf dem aktuellen Kursniveau größer als das Angebot, wollen also mehr Anleger die Aktie kaufen als verkaufen, steigt der Kurswert und umgekehrt.

L

 

Leitzins

Der Leitzins eines Landes oder Währungsraumes gibt die untere Grenze des Zinssatzes an, zu welchem Zinssatz sich die Banken bei der Zentralbank gegen die Verpfändung sicherer Wertpapiere Geld leihen können, sprich: zu dem sie sich refinanzieren können, wie es in der Fachsprache heißt.

Limit

Ein Limit ist die Kursschwelle, bis zu der Sie ein Wertpapier kaufen oder ab der Sie ein Wertpapier verkaufen wollen. Dieses Limit können Sie bei der Ordereingabe selbst festlegen. Vor allem, wenn Sie in Aktien investieren, die nur wenig gehandelt werden, sind Limits sinnvoll. So verhindern Sie, zu teuer zu kaufen oder zu billig zu verkaufen. Limitierte Orders werden allerdings nachrangig ausgeführt. Zuerst werden Orders mit der Orderart → »Billigst« beziehungsweise → »Bestens« ausgeführt. Eine Besonderheit ist ein → Stop-Loss-Limit.

M

Marktkapitalisierung

Mit der Marktkapitalisierung ist der Wert eines Unternehmens an der Börse gemeint. Dafür wird einfach die Anzahl der Unternehmensaktien mit dem aktuellen Börsenkurs multipliziert.

MDAX

Der MDAX ist der deutsche Aktienindex, der die Entwicklung von mittelgroßen deutschen Unternehmen widerspiegelt. Das »M« steht für Midcap, also Midcapitalization, übersetzt heißt das etwa mittelgroße Marktkapitalisierung.

Mid Caps

Bezeichnung für Aktien mit einer mittelgroßen Marktkapitalisierung. Der passende Index in Deutschland ist der → MDAX.

N

Nebenwerte

→ Small Caps

O

 

Optionsschein

Mit einem Optionsschein haben Anleger z. B. die Möglichkeit, eine bestimmte Menge Aktien zu einem fixen Zeitpunkt zu einem fest gelegten Preis zu kaufen (oder verkaufen). Dabei kommt in der Regel ein Hebel zum Einsatz. Bei einem Hebel von 3 steigt oder fällt der Wert eines Optionsscheins dreimal so stark wie die zugrunde liegende Aktie, die den Basiswert stellt. Nur wer an den Börsen spekulieren will, sollte zu Optionsscheinen greifen.

P

 

Parkettbörse

Im Gegensatz zu vollelektronischen Börsen wie etwa → Xetra werden an Parkettbörsen Kauf- und Verkaufsorder noch mit menschlicher Hilfe abgewickelt. Diese Aufgabe übernimmt ein Börsenhändler (= Makler). Er gleicht die verschiedenen Orders miteinander ab und legt daraufhin den Preis fest. In Deutschland sind z. B. noch die Frankfurter Wertpapierbörse und die Börsen in Stuttgart, München, Hamburg, Düsseldorf und Berlin Parkettbörsen.

Performance

Welche Gewinne und Verluste hat ein einzelner Anleger unter Berücksichtigung des eingegangenen Risikos gemacht? Darüber gibt die Performance Auskunft. Letztlich sollte diese immer positiv für das → Portfolio ausfallen, auch wenn einige Aktien möglicherweise in der Verlustzone sind.

Performance-Index

Ein Performance-Index ist ein Aktienindex, bei dessen Verlauf sowohl der Kurs als auch die gezahlten Dividenden der einzelnen Mitglieder eingerechnet werden. Ein Performance-Index schneidet daher stets besser ab als ein → Kursindex.

Pennystocks

Pennystocks sind Aktien, die an den Börsen nur noch zu wenigen Cent gehandelt werden – daher stammt auch der Name, der wörtlich übersetzt »Pfennigaktien« bedeutet. Hinter den Pennystocks stehen oft Aktiengesellschaften, die ihre Geschäftstätigkeit aufgegeben haben. Die Empfehlung solcher Papiere ist meist reine Abzockerei, deshalb sollten Sie diese nur kaufen, wenn Sie vorher das Geschäftsmodell genau überprüft haben, einen Betrug ausschließen können und von einer positiven Entwicklung der Aktiengesellschaft überzeugt sind.

Portfolio = Portefeuille

Portfolio ist die Gesamtheit aller Papiere im Depot eines einzelnen Anlegers oder im Fondsvermögen. Dazu zählen alle Aktien, Wertpapiere etc.

Präsenzbörse

Siehe → Parkettbörse

Put

Englische Bezeichnung für Verkaufsoptionsschein. Das Wort »put« bedeutet eigentlich »platzieren«. Mit einem Put erwerben Sie das Anrecht, den → Basiswert für einen Preis an der Börse zu platzieren, der von vornherein feststeht.

R

 

Rating

Beurteilung der Bonität (Kreditwürdigkeit) durch eine Rating- Agentur. Zu den großen internationalen Rating-Agenturen gehören:

Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch. Die Bestnote für die größte Sicherheit lautet »AAA« (Triple A).

Rendite

Mit der Rendite wird der prozentuale Gewinn pro Jahr ausgedrückt. So gibt die Kapitalrendite an, wie hoch der Jahresgewinn eines Investors ist, ausgedrückt in Prozent des eingesetzten Kapitals. Analog dazu gibt die Umsatzrendite an, welchen Gewinn das Unternehmen gemacht hat, ausgedrückt in Prozent des Umsatzes.

Rentenfonds

Ein Rentenfonds ist ein gemanagter Fonds, dessen Fondsvermögen überwiegend in festverzinslichen Anleihen, in der Regel Staatsanleihen, investiert ist.

Renten

Anderer Begriff für festverzinsliche Wertpapiere, also beispielsweise → Anleihen.

REX

Abkürzung für Deutscher Rentenindex. Darin sind 30 idealtypische Anleihen, Obligationen und Schatzanweisungen der Bundesrepublik Deutschland enthalten.

S

 

Schuldbuchkonto

Wenn Sie Bundeswertpapiere kaufen wollen, also z. B. Bundesschatzbriefe oder die Tagesanleihe des Bundes, können Sie als Anleger bei der Finanzagentur ein kostenloses Depot anlegen. Dieses Depot heißt Schuldbuchkonto.

SDAX

Der SDAX ist der deutsche Aktienindex, der die Entwicklung von deutschen Unternehmen mit einer geringen Marktkapitalisierung widerspiegelt. Das S steht für Small, also klein, übersetzt heißt das etwa geringe Marktkapitalisierung.

Shareholder Value

Die stetige Steigerung des Unternehmenswertes ist das Ziel des Management- Prinzips des Shareholder Value. Dabei geht es vor allem um die Ausschüttung der Dividende an die einzelnen Anteilseigner (Shareholders) und die Entwicklung des Aktienkurses.

Small Caps

Bezeichnung für Aktien mit einer geringen Marktkapitalisierung (auch Nebenwerte genannt). Der passende Index in Deutschland: → SDAX.

Sparerpauschbetrag

Nach dem neuen Steuerrecht seit 2009 bleiben Kapitalerträge bis zu 801 Euro bei Ledigen und 1.602 Euro bei zusammen veranlagten Verheirateten von der Kapitalertragssteuer (= Abgeltungssteuer) befreit. Dieser Teil der Kapitalerträge heißt Sparerpauschbetrag. Vom Sparerpauschbetrag profitieren Sie auf jeden Fall. Am einfachsten geht das, indem Sie einen Freistellungsauftrag bei Ihrer Depot-Bank stellen. Dann werden bei Kapitalerträgen bis zu diesem Betrag keine Steuern an den Fiskus abgeführt.

Spread

Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs (→ Brief- und Geldkurs) an der Börse.

Stammaktie

Wenn von Aktien die Rede ist, sind meistens Stammaktien gemeint. Wer sie besitzt, hält einen Anteil an einer Aktiengesellschaft, wird also Miteigentümer. Mit der Stammaktie erwirbt der Investor das Stimmrecht auf der Hauptversammlung, ein Bezugsrecht für neue Aktien (sofern dies nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird) sowie das Recht auf einen Anteil am Gewinn der Gesellschaft (→ Dividende).

Standard & Poor’s 500

Der Standard & Poor’s 500 (S & P 500) ist ein Index, der den USamerikanischen Markt widerspiegelt. Zu seiner Berechnung werden die Kurse der 500 größten Aktiengesellschaften der USA herangezogen. Er zeigt damit ein genaueres Bild der US-Wirtschaft als der → Dow Jones.

Stop-Loss-Limit

Mit einem Stop-Loss-Limit legt ein Anleger fest, zu welchem Kurs ein Wertpapier automatisch aus seinem Depot verkauft werden soll. Erreicht das Papier bei fallenden Kursen diesen Wert, wird ein Verkauf ausgelöst. Für den Anleger ist ein Stop-Loss-Limit ein Mittel, sich gegen Verluste abzusichern. Wichtig: Wer ein Stop-Loss-Limit setzen möchte, muss dafür eine Verkaufsorder aufgeben und bei der »Orderart« entsprechende Eingaben machen.

Streubesitz

Zum Streubesitz gehören alle Aktien eines Unternehmens, die an der Börse frei handelbar sind. Im Gegensatz dazu gibt es auch Aktien, die sich fest in den Händen etwa der Familie der Mehrheitseigner, des Bundes oder des Managements des Unternehmens befinden.

T

 

Technische Analyse

Bei der technischen Analyse wird versucht, ausschließlich mithilfe bestimmter Indikatoren am Markt die Entwicklung einzelner Aktien vorherzusagen. Dazu gehören etwa die Beobachtung des Börsenkurses in Form von Chart-Analysen oder der Höhe der Umsätze einzelner Aktien.

U

 

Ultimo

Ein Order-Zusatz, der besagt, dass der Auftrag bis zum Monatsende gelten soll (und nicht nur am heutigen Börsentag).

Umsatz

Beim Umsatz (auch Erlöse) werden alle Gelder, die durch Verkäufe erzielt wurden, zusammengefasst. Der Umsatz ist ein wichtiger Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV).

V

 

Value-Aktie

Eine substanzstarke Qualitätsaktie.

VDAX

Der deutsche Volatilitätsindex misst die erwartete Schwankungsbreite der 30 DAX-Werte. Je höher der Kurs des VDAX, desto stärker schwankt der deutsche Leitindex.

Verrechnungskonto

Wer ein Wertpapier-Depot hat, hat auch ein Verrechnungskonto. Das Guthaben auf diesem Konto wird genutzt, um Wertpapiere zu kaufen, Verkaufserlöse werden darauf gutgeschrieben. Ebenso dient das Verrechnungskonto dazu, Dividenden und Zinsen an den Investor auszuzahlen.

Volatilität

Volatilität ist die Bezeichnung für die Schwankungsanfälligkeit eines Börsenkurses innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Ist ein Wertpapier sehr volatil, müssen Sie mit größeren Kursausschlägen nach oben und unten rechnen. Volatile Werte bringen damit auch meist ein höheres Risiko mit sich als Werte, deren Wert weniger schwankt.

Vorzugsaktie

Stimmrecht gegen spezielle Vorzüge – das ist der Deal, der sich hinter der speziellen Aktiengattung der Vorzugsaktien verbirgt. Meist erhalten Vorzugsaktionäre eine höhere Dividende als Ausgleich für den Verzicht auf ihr Mitspracherecht in Unternehmensangelegenheiten. An der Hauptversammlung dürfen Vorzugsaktionäre trotz des fehlenden Stimmrechts teilnehmen.

W

 

WKN (= Wertpapierkennnummer)

Jedes Wertpapier muss eindeutig gekennzeichnet sein, um Missverständnisse auszuschließen. Dazu dient eine feste Folge von Ziffern und Buchstaben, die Wertpapierkennnummer (WKN). Diese brauchen Sie bei jeder Orderaufgabe.

X

 

Xetra

Xetra heißt das vollelektronische Handelssystem der Deutschen Börse AG. Ohne dass ein Makler eingreift, gleicht ein Computer alle vorliegenden Kauf- und Verkaufsorders miteinander ab und führt die Transaktion automatisch durch.

Z

 

Zertifikat

Das sind Inhaberschuldverschreibungen, die meist von Banken emittiert werden. Sie können als Wertpapiere gekauft und ins Depot gelegt werden. Zertifikate gehören zu den abgeleiteten Wertpapieren (Derivaten). Ihre Entwicklung wird – nach unterschiedlichen Rechenformeln – aus der Entwicklung eines Basiswertes abgeleitet. Der Basiswert ist meist eine Aktie, ein Index, ein Rohstoff oder Edelmetall.

Zinskupon

So lautet die Bezeichnung für die Verzinsung, mit der eine → Anleihe ausgestattet ist. Früher, als Anleihen noch gedruckte Papiere waren, waren tatsächlich Kupons daran geheftet, die der Anleiheneigener beim Emittenten gegen Geld einlösen konnte. Das erklärt den Namen.

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