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Rolf Morrien

Behavioral Finance

Die verhaltensorientierte Finanzierungslehre ist ein Spezialgebiet innerhalb der Verhaltensökonomie. Die verhaltensorientierte Finanzierungslehre ist auch oftmals unter dem englischen Begriff “behavioral finance” bekannt beziehungsweise geläufig. Doch was bedeutet “behavioral finance” eigentlich? Bei dieser Art von Finanzierungslehre geht es darum, das Verhalten auf Kapital- und Finanzmärkten zu untersuchen, die dem menschlichen Verstand und der menschlichen Vernunft widersprechen, also irrational sind.

Schon sehr früh erkannte man einen Zusammenhang zwischen der Psychologie des Menschen und der Wirtschaftstheorie. Mehrere Philosophen schrieben in der Zeit der klassischen Nationalökologie mehrere Texte oder Bücher zu dem Zusammenhang zwischen Psychologie und Wirtschaftstheorie. Die klassische Nationalökologie zog sich etwa von 1700 bis 1800. Man versuchte das wirtschaftliche Handeln, von der Annahme und der Verhaltensweise der Natur abzuleiten.

Die wichtigste These oder Aufsatz für die Entwicklung des behavioral finance könnte von Kahneman und Tversky stammen. Diese schrieben 1979 einen Aufsatz und versuchten darin, menschliche Anomalien, beim Treffen wirtschaftlich-wertvoller Entscheidungen, zu begründen beziehungsweise zu erklären. Bei der verhaltensorientierten Finanzlehre gibt es mehrere Methoden, die zur Durchführung dienen. Anfangs bezog man sich fast ausschließlich auf Befragungen oder Beobachtungen. Heute jedoch haben nachgewiesene und nachzuvollziehende Daten aus dem reellen Leben eine große Rolle. Man versucht herauszufinden welche Gehirngänge oder Gehirngegenden, beim Treffen wichtiger wirtschaftlicher Entscheidungen, im Einsatz sind.

Die wichtigsten Themen, mit denen sich die verhaltensorientierte Finanzierungslehre beschäftigt, sind die Heuristik, die Einordnung und unvollkommene Märkte. Jeder Mensch trifft meist Entscheidungen nach eigenem Ermessen und achtet dabei nicht auf irgendwelche Thesen oder Statistiken. So verworren das Ganze auch klingen mag, aber es gibt tatsächlich Wissenschaftler, die sich mit dieser Thematik beschäftigen.

Aber natürlich gibt es auch genauso viele, die gegen diese Thematik sprechen und diese kritisieren. Ein Kritikpunkt ist das Auswerten vieler verschiedener menschlicher Anomalien, aber nicht das Auswerten des Finanzmarktes.

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