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Rolf Morrien

Apple und der Icahn-Effekt

Yannick Esters

Yannick Esters

was würde über Apple in den letzten Monaten nicht alles Schlechtes geredet. Doch seit über die Markteinführung des neuen iPhone spekuliert wird, scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Offenbar will Apple am 10. September sein neues iPhone vorstellen. Daneben wird auch über ein Billig-Iphone spekuliert, womit sich Apple ganz neue Käuferschichten erschließen könnte. Doch damit nicht genug. Es gibt weitere Jubelmeldungen, die derzeit den Markt erreichen und den Kurs antreiben. Das wirkt wie Balsam für die geschundenen Apple-Anleger.

Icahn, der neue I-Investor

Auslöser der neu aufgekommenen Euphorie ist US-Investor Carl Icahn. Dieser kündigte per Twitter an, eine große Position bei Apple aufgebaut zu haben. Zugleich halte er den Konzern für extrem unterbewertet. An sich ist das ja nichts Neues. Mit einem für 2014 prognostizierten Gewinn von 42,30 Dollar je Aktie wurde die Aktie zu Wochenbeginn mit einem KGV von unter 11 bewertet. Für das teuerste Unternehmen geradezu ein Schnäppchen. Die Aussage von Icahn wirkte Wunder und der Kurs sprang seither um rund 10 Prozent an. Angesichts der geschätzt 1 Mrd. Dollar Investitionssumme von Icahn, ist bereits der aktuelle Kurssprung für ein kleines Vermögen gut.

Apple vor Aktienrückkauf?

Doch Icahn setzte noch einen drauf: In einer weiteren Twitter-Meldung erklärte er, dass Apple-Chef Tim Cook und er eine nette Unterhaltung geführt hätten. Dabei habe Icahn vorgeschlagen, dass das Unternehmen einen größeren Aktienrückkauf startet. Die Antwort Cooks twitterte er zwar nicht, aber Geld genug wäre vorhanden. Die Apple-Bilanz wies zuletzt über 11 Mrd. Dollar in Cash und weitere 31 Mrd. Dollar in kurzfristigen Investments aus.

Apple-Kurs vor neuen Höhen

Ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang mehrerer Milliarden könnte dem in den vergangenen Monaten unter Druck geratenen Kurs wieder kräftig Schwung verleihen. Nach dem Hoch im September 2012 bei knapp 700 Dollar war die Aktie bis auf unter 400 Dollar gesunken. Angesichts dessen ist der aktuelle Sprung bis auf 500 Dollar schon ein kleines Wunder. Doch das soll noch weitergehen, wenn es nach Carl Icahn geht. In einem Reuters-Interview erklärte er, dass er davon ausgeht, dass der Aktienkurs auf 700 Dollar steigen könnte.

Der Meute nach

Angelockt von Carl Icahn scheinen sich nun immer mehr Großanleger für den Technologiekonzern zu interessieren. Nun hat offenbar auch Hedgefonds-Legende George Soros Apple entdeckt. Laut Pflichtmitteilung vom Mittwoch erwarb er 66.800 Aktien. Gegenüber Icahn sind das zwar nur Peanuts. Aber es signalisiert dem Gesamtmarkt: Bei Apple tut sich was. Von daher dürfte es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis weitere Investoren auf den Apple-Zug aufspringen. Bis zu den genannten 700 Dollar sind es schließlich noch rund 40 Prozent Kurspotenzial. Für ein Unternehmen dieser Größe durchaus respektabel.

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