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Apple: Tim Cook, Carl Icahn und ein Abendessen mit Folgen?

Tobias Schöneich

Tobias Schöneich

Über Apple und die Rolle von Star-Investor Carl Icahn, der im August seinen Großeinstieg bei Apple verkündet hatte, haben wir auf aktienschule.de seinerzeit schon berichtet.

Icahn ist berühmt dafür, in der Vergangenheit Firmen mit aggresiven Kampagnen zu höheren Ausschüttungen zu bringen.

Icahn vermeldet Abendessen mit Tim Cook via Twitter

Heute vermeldete Carl Icahn via Twitter, dass er gestern Abend zusammen mit Apple-Lenker Tim Cook dinnierte und dabei auf ein 150 Mrd. Dollar schweres Aktienrückkaufprogramm gedrängt hat. Umgerechnet wären das etwa 111 Mrd. Euro.

Durch einen Aktienrückkauf steigt üblicherweise der Kurs der Aktie. Das ist das Ergebnis, das Icahn durch den Druck auf Apple für die Apple-Aktie erreichen will.

Bereits nach dem Einstieg Icahns im August war die Apple-Aktie um 7% gestiegen. Nach dem angesprochenen Tweet legte die immerhin Aktie um 2% zu.

Vom Treffen des Star-Investors und des Apple-Chefs wurden keine konkreten Ergebnisse vermeldet. Icahn meldete ebenfalls via Twitter lediglich, dass man sich darauf verständigt habe, das Gespräch in etwa 3 Wochen fortsetzen zu wollen.

Im US-Fernsehen wurde Icahn etwas konkreter

Im Gespräch mit dem US-Fernsehsender CNBC wurde Icahn dann jedoch etwas konkreter. Dort deutete er an, dass der Apple-Verwaltungsrat sich gegen die von ihm geforderte Aufstockung des Rückkaufprogramms sperren würde.

Ebenfalls sagte Icahn, dass das Gespräch mit Tim Cook sei an dieser Stelle etwas holprig geworden sei – offen ließ er dagegen, wie Cook selbst sich zu dem Thema geäußert hat.

Investoren schielen schon lange auf Apples Geldberg

Auf den riseigen Geldberg von Apple, der bis Juni diesen Jahres auf kaum vorstellbare 146,6 Mrd. Dollar (oder 108 Mrd. Euro) angewachsen war, schielen Investoren schon seit geraumer Zeit.

Im Gegensatz zu Steve Jobs kommt sein Nachfolger Tim Cook den Investoren etwas entgegen. Cook will bis Ende 2015 rund 100 Mrd. Dollar an die Aktionäre ausschütten. Dies soll sowohl über Dividenden als auch über Aktienrückkäufe geschehen.

Diese geplante Ausschüttung genügt Carl Icahn aber nicht. Er fordert wehement eine Aufstockung. Aus seiner sicht ist das eigentlich keine Frage, denn Apple könnte sich aktuell sehr günstig Geld leihen.

Übrigens hat der Konzern dies bereits gemacht um nicht an seine im Ausland liegenden Reserven zu müssen. Der Hintergrund: Im Falle einer Transferierung des Geldes in die USA würden Steuern fällig werden.

Icahn beendet Spekulationen über die Höhe seines Apple-Anteils und kauft weiter zu

In einem Interview sagte Icahn folgendes: “Wir haben 2 Mrd. Dollar im Unternehmen stecken”. Damit beendete er die Spekulationen über die Höhe seines Apple-Anteils. Demnach liegt sein Anteil bei nicht einmal 1%.

Gleichzeitig sagte er aber, dass er in den vergangenen Wochen weiter zugekauft habe. Er erklärte, dass er schon lange keine Aktie mehr gesehen habe, die derart günstig gewesen sei – die Apple-Papiere notieren rund ein Drittel unter ihrem Höchststand aus dem September 2012.

 

 

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