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Rolf Morrien

Andritz: Die Sparte Wasserkraftwerke treibt die Andritz-Aktie weiter nach oben – kaufen bis 46 x

Rolf Morrien

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Andritz (WKN 632305) befindet sich seit 5 Jahren ohne Unterbrechung auf der Empfehlungsliste des Depot-Optimierers. Der dreistellige Kursgewinn rechtfertigt das Vertrauen. Der strategische Meilenstein war die Übernahme der Sparte Hydropower. Andritz rüstet Wasserkraftwerke aus und gehört weltweit zu den führenden Anlagebauern dieser Sparte. Auftragseingang, Umsatz und Gewinn entwickeln sich prächtig.

Das Problem: Andritz ist kein „Geheimtipp“ mehr. Die Qualität der Aktie ist in Investorenkreisen bekannt. Das zeigt ein Blick auf die Bewertung: Mit einem Kurs-Gewinn Verhältnis von 18 ist die Aktie aufgrund der starken Wachstumsdynamik fair bewertet. Daher die Empfehlung: Neu-Einsteiger können ein Abstauber- Limit rund 10% unter dem aktuellen Kurs bei 46 € platzieren.

Erste Bank: Verkaufen und 75% Gewinn realisieren

Die Erste Bank hat sich in der Finanzkrise wacker geschlagen und auch in den Jahren 2008 bis 2009 Gewinne erwirtschaftet. Wenn sich die Lage in den osteuropäischen Ländern weiter stabilisiert, kann die Erste Bank den Gewinn wieder auf über 3 € je Aktie steigern. Auf Sicht von 12 Monaten besitzt die Aktie dann ein Kurs-Potenzial von rund 20%. Das Problem: Die Chancen sind mit überdurchschnittlichen Risiken verbunden. Aktien wie OMV, Semperit oder RHI bieten mehr Potenzial und weisen gleichzeitig ein besseres Risikoprofil auf. Daher die Empfehlung: Verkaufen Sie die Aktie der Ersten Bank (WKN 909943) und realisieren Sie damit den Gewinn von gut 75%.

EVN: Kapitalerhöhung drückt den Kurs: Aktie weiter aufstocken – Optionsschein endet mit Verlust

Die Versorgeraktie kam in den vergangenen Tagen und Wochen unter Druck. Der Grund: EVN plant eine relativ komplexe Transaktion. Im 1. Schritt folgt eine Kapitalerhöhung um 10%. Das ist harmlos. Im 2. Schritt soll ein EVN-Aktien-Paket, das jetzt noch beim deutschen Konkurrenten EnBW liegt, parallel zu den jungen Aktien angeboten werden. Dieses „Koppelgeschäft“ überfordert offensichtlich viele Investoren. Die Empfehlung: Nach Abschluss der Transaktion wird sich die EVN-Aktie (WKN 878279) deutlich erholen. Die Aktie bleibt ein klarer Kauf. Wenn das Paket von EnBW erfolgreich platziert wird, ist der größte Belastungsfaktor verschwunden. Unglücklich war beim EVN-Call die zeitliche Überschneidung der Kapitalerhöhung mit der vorbereiteten Verkaufs Empfehlung des EVNCalls (WKN RCB1QR). Der Call erreicht am 17. September das Laufzeitende. Der Gegenwert, der aktuell bei 0,40 € liegt, wird Ihnen automatisch gutgeschrieben. Der realisierte Verlust liegt auf diesem Niveau bei 55%. Nach Abschluss der Kapitalerhöhung prüfe ich den Wiedereinstieg in einen EVN-Call mit längerer Laufzeit.

Mayr-Melnhof: Mit einem „langweiligen“ Unternehmen 130% im Plus

Die Aktie des Kartonherstellers Mayr-Melnhof (WKN 890447) gilt als relativ langweilig, weil es kaum positive oder negative Überraschungen gibt. Die Einschätzung des Depot-Optimierers: Genau diese Berechenbarkeit zeichnet ein erstklassiges Langfrist- Investment aus. Seit der Kauf-Empfehlung im März 2003 liegt die Aktie über 130% im Plus. Die Empfehlung: Mit einem KGV von 15 ist die Aktie aktuell fair bewertet. Lassen Sie die langfristigen Gewinne weiter laufen.

Rosenbauer: Feuerwehrausrüstungen werden immer gebraucht – kaufen bis 30,50 x

Rosenbauer gehört ebenfalls zu den ganz soliden Unternehmen. Der Spezialist für Feuerwehrfahrzeuge und Brandschutzausrüstung hat ein krisenfestes Geschäftsmodell. Da die staatlichen Auftraggeber hoch verschuldet sind, kann es zwischenzeitlich kleine Nachfragedellen geben, aber die Schwankungen sind nicht vergleichbar mit der restlichen Fahrzeugindustrie (PKW, LKW). Die Rosenbauer-Aktie (WKN 892502) ist mit einem KGV von deutlich unter 10 zu niedrig bewertet. Greifen Sie an schwachen Börsentagen bei Kursen bis 30,50 € zu. Das Kursziel liegt im Bereich 35 bis 36 €.

Telekom Austria: Verkaufen und 20% Gewinn mitnehmen

Die Bilanz beim österreichen Telekomkonzern fällt gemischt aus: Während der Kursverlauf enttäuscht, haben die Dividenden- Erträge (aktuell über 7% Dividenden-Rendite) voll überzeugt. Das reicht aber nicht für eine positive Einschätzung. Andere Österreich-Aktien bieten mehr Potenzial. Nutzen Sie daher den kleinen Zwischenspurt auf 10,30 €, um die Aktie jetzt zu verkaufen. Die hohen Dividenden-Erträge sorgen unter dem Strich für ein Plus von gut 20%.

Voestalpine: Sehr gute Zahlen – Bis 25 x kaufen
Der österreichische Stahlhersteller ist sehr gut ins Geschäftsjahr 2010/2011 gestartet. Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte der operative Gewinn von -26,3 auf +203,3 Mio. € gedreht werden. Das Ergebnis je Aktie stieg im Auftaktquartal von -0,40 auf +0,60 €. Diese Zahlen zeigen, dass Voestalpine zu den kleinen und wendigen Unternehmen in der Stahlbranche gehört. Es reicht schon
etwas konjunktureller Rückenwind, um das Ergebnis deutlich zu steigern. Die Aktie (WKN 897200) bleibt auf dem aktuellen Kursniveau von 25 € ein klarer Kauf.

 

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