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Alles Wichtige rund um Dividenden

Tobias Schöneich

Tobias Schöneich

Deutsche Unternehmen schütten am Tag nach der Hauptversammlung die Dividenden an die Anteilseigner (Aktionäre) aus. Die Dividende landet automatisch auf Ihrem Depot-Konto und wird dort oft „übersehen“.

Der historische Rückblick zeigt aber, dass die Dividenden für rund 50% der Aktiengewinne verantwortlich sind. Wir haben daher das spannende und ertragreiche Thema „Dividende“ für Sie unter die Lupe genommen.

Die Dividende ist der Teil des Gewinns, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre ausschüttet. Im Aktiengesetz werden Sie diesen Begriff jedoch nicht finden, da der Gesetzgeber diese als „auszuschüttenden Betrag“ bezeichnet.

Seien Sie vorsichtig, wenn ein Unternehmen zu viel vom Gewinn als Dividende ausschüttet

In manchen Fällen ist es so, dass nicht nur ein Teil des Gewinns als Dividende ausgeschüttet wird, sondern diese teilweise oder komplett aus der Substanz des Unternehmens gezahlt wird. Das heißt, dass das Unternehmen Dividenden aus den Reserven zahlt und dadurch substanziell schrumpft.

Das Geld fehlt dann für wichtige Investitionen. Ein namhaftes Beispiel hierfür ist die Deutsche Telekom AG, die aber in diesem Jahr angekündigt hat, mit diesem Unsinn aufzuhören. Ein Unternehmen sollte nicht mehr Geld ausschütten als es verdient hat.

Die meisten Unternehmen schütten nur einen Teil des Gewinns als Dividende an die Aktionäre aus. Der Rest wird für künftige Investitionen gespart oder zur Schuldentilgung verwendet.

Die Höhe der Dividende wird vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen und auf der Jahreshauptversammlung mit einfacher Mehrheit beschlossen. In Deutschland erfolgt die Auszahlung am ersten Arbeitstag nach der Hauptversammlung.

Die Dividenden-Rendite:

Die Dividendenrendite ergibt sich aus der Division der Dividende durch den aktuellen Aktienkurs multipliziert mit 100. Sie gibt die Verzinsung des investierten Kapitals je Aktie in Prozent an. Die Dividenden-Rendite gehört zu den klassischen Bewertungs-Kennzahlen einer Aktie.

Denn: Dividenden sind ein Indiz für die Ertragskraft eines Unternehmens. Im historischen Durchschnitt liegen die Dividenden-Renditen bei den Aktien des deutschen Leitindex DAX etwa im Bereich von 2 bis 3% (aktueller Wert:  3,5%).

Manchmal ist weniger mehr

Sie benötigen die Dividenden-Rendite, um einen Bezug zwischen dem Betrag der Dividende und dem dazugehörigen Aktienkurs herzustellen. Dieser Bezug ist deshalb wichtig, weil ansonsten möglicherweise eine vom Betrag her hohe Dividende schnell einen falschen Eindruck erwecken kann.

Beispiel: Liegt die Dividende bei 5 Euro und der Aktienkurs bei 100 Euro (Dividenden-Rendite 5%), ist die Rendite nicht so hoch wie bei einer optisch niedrigen Dividende von 1 Euro und einem Aktienkurs von 10 Euro (Dividenden-Rendite 10%).

Üblicherweise beziehen sich die veröffentlichten Dividenden-Renditen auf die vom betreffenden Unternehmen ausbezahlte Dividende und den aktuellen Kurs der Aktie. Sie spiegeln also das Verhältnis der gezahlten Dividende und des aktuellen Aktienkurses der dazugehörigen Aktie wider.

Für Sie als Aktionär ergibt sich eine andere persönliche Dividenden-Rendite, wenn Sie die betreffende Aktie schon vorher günstiger oder teurer gekauft haben.

Fazit: Nicht die absolute sondern die relative Höhe der Dividende ist entscheidend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nicht die absolute Höhe einer Dividende entscheidend ist, sondern die prozentuale Dividenden-Rendite. Wie Sie diese einfach und schnell berechnen können, konnten Sie in diesem Artikel erfahren.

 

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