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Rolf Morrien

Aktienmarkt Japan: Krise als Einstiegs-Chance

Rolf Morrien

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Daher kann – anders als im Fall Griechenland – kaum Druck von den Kapitalmärkten kommen. So lange die japanische Bevölkerung die heimischen Staatsanleihen aufsaugt wie ein Staubsauger, funktioniert das Schuldensystem.

Allerdings gibt es in Japan 3 tickende Zeitbomben:

  • Was ist, wenn die Zinsen steigen?
  • Was passiert, wenn die Inländer nicht mehr über 90% der Anleihen kaufen?
  • Und was geschieht, wenn viele Japaner gleichzeitig ihre Ersparnisse auflösen (müssen) und alte Anleihen vor dem Laufzeitende verkaufen?

Schuldenberg Folge der Deflation und Wirtschaftskrise

Zunächst stellt sich die Frage, warum Japan eine gigantische Schuldenlast von über 200% des BIP bewältigen muss. 1990 lag die Schuldenquote mit 59% noch im normalen Rahmen. Die Verschuldungsorgie begann mit der Deflations- und  Wirtschaftskrise vor rund 20 Jahren.

Zuerst wollte der Staat diese Krise „aussitzen“. Als der Fall jedoch zu tief war, sollte der nächste konjunkturelle Aufschwung mit allen finanziellen Mitteln erzwungen werden. Die Bilanz nach 20 Jahren: Blühende Landschaften sind nicht in Sicht, nur die Staatsfinanzen wurden ruiniert.

Die Bevölkerungsstruktur ist in Japan sehr ungünstig

Land vergreist und die Bevölkerung schrumpft. Im Jahr 2000 kamen auf knapp 40 Japaner im Rentenalter 100 Personen im
Erwerbsalter. Setzt sich der aktuelle Trend fort, verschlechtert sich das Verhältnis bis 2050 auf 90 zu 100. Faktisch wird es aber unmöglich sein, dass 100 Personen im Erwerbsalter, die nicht einmal alle arbeiten und Steuern zahlen, 90 Rentner finanzieren.

Die logische Konsequenz: Die Rentner müssen ihre Ersparnisseauflösen, um die Versorgungslücke zu schließen. Und dieser
Prozess beginnt nicht erst im Jahr 2050. Er hat schon begonnen. 1980 lag die Sparquote in Japan bei üppigen 18%, 1990 bei
13% und im Jahr 2000 bei 8%. In der aktuellen Krise wurden kurzfristig in Japan schon Sparquoten von 0% gemessen.

Es kann auch kein Comeback der „Sparweltmeister“ geben. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass im
Jahr 2015 die öffentlichen Schulden das Vermögen der Privathaushalte übertreffen.

Die Zinsen können nicht ewig niedrig gehalten werden

Die japanische Regierung muss sich aus den genannten Gründen darauf einstellen, dass die eigene Bevölkerung die  taatsanleihen nicht mehr einsammeln kann. Das bedeutet: Internationale Investoren müssen einspringen.

Bei einem langfristigen Zinssatz von gut 1% wird das Interesse jedoch extrem gering sein. Um Investoren anzulocken, müssen  die Zinsen steigen. Nur so kann Japan frisches Kapital einsammeln.

Der Preis ist allerdings hoch: Die Zinsbelastung wird  explosionsartig steigen. Obwohl die Zinsen aktuell so niedrig sind, muss Japan rund 20% der Staatsausgaben für den  Schuldendienst reservieren. Erhöht Japan das Zinsniveau auf ein international normales Niveau, wird der Staatshaushalt  ruiniert.

Schon jetzt besitzt Japan kein Spitzenrating „AAA“. Die Rating-Agentur Standard & Poor’s benotet Japan mit „AA-“ und einer „negativen Tendenz“. Zur Einordnung: Ähnlich wird auch der EU-Krisen-Kandidat Spanien benotet. Spanien muss am Kapitalmarkt 5 bis 6 % Zinsen bieten, um eine Anleihe mit zehn Jahren Laufzeit zu platzieren. Solche Zinsbelastungen kann Japan unmöglich bewältigen.

Profi-Investoren investieren schon jetzt in japanische Aktien

Es gibt in Japan 2 Parallel-Welten: Die Staatsfinanzen sindzerrüttet, viele Unternehmen schwimmen dagegen im Geld und weisen zum Teil Eigenkapital-Quoten von über 90% auf. Die Frage, die sich stellt: Ist es zu mutig, schon jetzt in japanische
Unternehmen zu investieren? Die klare Antwort: Die großen Investoren sind schon eifrig dabei! Japanische Index-Fonds verzeichneten im Krisenmonat März Rekordzuflüsse. Der Fondsdatenanbieter Lipper hat ermittelt, dass im März netto 2,3 Mrd. Dollar frisches Kapital in japanische Index-Fonds geflossen sind. An einem einzigen März-Tag lag der Zufluss bei 700 Mio. Dollar.

Während die Börsenanfänger im März in Panikstimmung verkauft und die Kurse nach unten gedrückt haben, standen auf der
Käuferseite die großen, institutionellen Anleger, die den Markt über Index-Produkte abdecken.

3 Gründe sprechen für den Einstieg mitten in der Krise:

1) Nach der Katastrophe verlor der japanische Leitindex zweistellig. Diese Situation bot günstige Einstiegskurse. Gemessen am Kurs-Buchwert-Verhältnis bot der japanische Aktienmarkt den zweitniedrigsten Wert aller Zeiten.

2) Die zweite Investitions-Welle erfolgte, als klar wurde, dass die japanische Regierung ein riesiges Wiederaufbauprogramm startet. Das wirkt wie ein großes Konjunkturpaket und beflügelt die japanische Wirtschaft.

3) Die anderen Staaten unterstützen Japan. Ein erster Schritt: Die G-7-Staaten wollen den Yen so beeinflussen, dass die japanische Exportwirtschaft unterstützt wird.

Diese Argumente zeigen: Der Einstieg in den japanischen Aktienmarkt ist genau jetzt attraktiv. Es gibt für Sie verschiedene Investitionsmöglichkeiten. In der April-Studie habe ich mit Asics und Shimano 2 Einzelwerte genannt, die aber leider an deutschen Börsen kaum gehandelt werden und daher nicht den Sprung auf die Empfehlungsliste schaffen (im Depot-Optimierer werden nur liquide Werte empfohlen). Es gibt jedoch attraktive Alternativen, die Sie auch an deutschen Börsen problemlos kaufen und verkaufen können.

 

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