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Rolf Morrien

Aktien verkaufen – so geht’s!

Sell in May – diese angebliche Börsenweisheit kennen Sie bestimmt auch und haben im gerade vergangenen Monat Mai vielleicht darüber nachgedacht, ob Sie einige Aktienpositionen verkaufen sollen.

Die Verkaufsentscheidung vom Mai beziehungsweise von den kommenden Sommermonaten abhängig zu machen, könnte sehr unrentabel für Sie enden. Denn auch wenn sich die Börse zu Sommermonaten tatsächlich häufig schlechter als im Winterhalbjahr entwickelt, gibt es Aktien, die sich auch im Sommer dem mauen Börsenklima entziehen. Welche das aktuell sind, empfehle ich Ihnen in meinen Ausgaben von simplify Geld.

Wie Sie Ihre Aktien verkaufen

Trotzdem empfehle natürlich auch ich meinen Lesern, einige Positionen zu verkaufen, wenn ich kein Potenzial mehr sehe, so wie einst die Daimler-Aktie, die wir im Depot hatten.
Deshalb hier eine kurze Anleitung dazu, wie Sie Aktien richtig verkaufen:

Grundsätzlich gilt, dass Sie die Aktie, den Fonds oder das Zertifikat so verkaufen sollten, wie Sie es gekauft haben. Das bedeutet, dass Ihr Auftrag die Bezeichnung WKN (Wertpapierkennummer) oder ISIN (internationale Wertpapierkennummer), den Namen der Aktie, das Verkaufslimit und den Börsenplatz enthalten sollte. Wie Sie die Order aufgeben, ist Ihnen selbst überlassen. Am einfachsten ist die Orderaufgabe per Internet über einen Online-Broker. Viele Leser vertrauen auf die Direktbanken DAB Bank, Cortal Consors oder comdirekt.

Ihr Vorteil: Sie müssen nicht Stunden oder bis zum nächsten Tag warten um zu sehen, ob und zu welchem Kurs Ihre Order ausgeführt wurde.
Wichtig: Die Dokumentation des Auftrags

Besonders wichtig ist die Dokumentation Ihres Auftrags, wenn Sie am Sekundenhandel (DAB-Bank) oder Pip (Deutsche Bank) teilnehmen. Bei dieser Handelsart stellt Ihnen die Bank für wenige Sekunden einen garantierten Kurs. Sie können entscheiden, ob Sie Ihre Order zu dem gestellten Kurs ausführen lassen oder ob Sie sich später einen neuen Kurs stellen lassen, der dann mehr Ihren Vorstellungen entspricht. Wenn Sie das Angebot annehmen und bestätigen, wird Ihre Order zu dem gestellten Kurs garantiert ausgeführt.

Orderaufgabe per FAX oder telefonisch

Ich empfehle Ihnen, nur solche Haus- und Direktbanken zu nutzen, bei denen Sie die Möglichkeit haben, Ihre Aufträge auf jeden Fall auch per Fax aufzugeben. Die Weitergabe per Fax ist aus Dokumentationsgründen besser als die Orderaufgabe per Telefon.

Lassen Sie sich von Ihrem Faxgerät dazu immer auch gleich ein Sendeprotokoll ausdrucken, damit Sie bei Reklamationen über entsprechende Unterlagen verfügen. Jede Bank sollte heute in der Lage sein, eine Faxorder innerhalb von wenigstens 30 Minuten an die Börse zu bringen.

Wo Sie am besten Ihre Order aufgeben

Achten Sie darauf, Ihre Aufträge gezielt an die Börse zu geben, bei der normalerweise die höchsten Wertpapierumsätze stattfinden. Dann ist Ihre Chance umso größer, dass Ihre Ordervorgaben auch erfüllt werden können. Meist ist das der Xetra-Handel oder das Frankfurter Parkett für Aktienorders und die Stuttgarter Börse für Zertifikate. Aktienfonds können gut über die Hamburger Börse gehandelt werden.

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