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Rolf Morrien

4 Aktien, die Investoren das Fürchten lehrten

Yannick Esters

Yannick Esters

Wenn es ums Investieren geht sind Auf- und Abschwünge  für die Börse meist unausweichlich. Langfristig gesehen folgen die Aktienrendite den Fundamentalen der Firma. Dies ist dann eine gute Sache, wenn ein Unternehmen mit der Zeit wächst, aber kann dann sehr furchterregend werden, wenn die Fundamentalen sich in die andere Richtung bewegen.

Deshalb folgt eine Liste von 4 Aktien, welche große Verluste bei ihrer Kapitalisierung erlitten haben und deren Unternehmen sich momentan wahrscheinlich nicht erholen können. Diese Aktien haben die Anleger heimgesucht, welche unglückselig genug waren, diese Wertpapiere während ihres freien Falls zu besitzen.

  1. Corinthian Colleges (Nasdaq:COCO)

YTD-Verlust: 64%

Der Ticker dieser Aktie ist auch der Spitzname für den Comedian Conan O’Brien, aber für die Teilhaber von COCOs gab es wenig zu lachen. Diese Bildungseinrichtung hat sich in Problemen, welche die gesamte Branche betreffen, wie beispielsweise zu niedrige Abschlussraten und zu hohe Studienschulden, verfangen. Zusätzlich dazu wurde Corinthian von einer abschüssigen Wirtschaft und Unternehmensintegrationsangelegenheiten getroffen.

Risiken sind, dass das Unternehmen die Fähigkeit verlieren könnte Finanzspritzen der Regierung an seinen Schulen anzubieten. Außerdem ist es auch ein kleinerer Spieler in der Branche und ist dadurch noch stärker als seine Rivalen durch die aktuellen Turbulenzen in Bedrängnis geraten.

  1. FormFactor (Nasdaq:FORM)

YTD-Verlust: 60%

FormFactor operiert auf dem übermäßig konkurrenzbetonten Halbleitermarkt und verkauft Produkte, welche Herstellern bei der Überprüfung und Sortierung während der Herstellung von Chips hilft. Außerdem operiert es in dem sehr zyklischen DRAM-Memory-Markt, auf welchem es ca. 80% der Verkäufe abschließt. Dieser sprunghafte Markt war in den letzten Jahren besonders launisch und FormFactor hat Verluste bei den Verkäufen und Profiten erfahren. Ein neues Management, welches vor kurzem vorgestellt wurde, war bisher unfähig diese Verluste einzudämmen. Die Aktie hat es dem Unternehmen gleichgetan, wobei sie mittlerweile so tief gefallen ist, dass Spekulationen bestehen, dass ein Rivale das Unternehmen bald aufkauft.

  1. Bank of Ireland (NYSE:IRE)

YTD-Verlust: 57%

Die Sorgen, dass die Bank of Ireland ihrem Erzrivalen – die Anglo Irish Banks – folgen wird und ebenfalls durch die irische Regierung nationalisiert wird, bestehen weiterhin. Eine historische Immobilienblase ist durch das ganze Land gegangen und die Bank of Ireland war im Auge des Sturms gefangen, da viele Haus- und Geschäftskredite schiefgegangen sind. Seit der Hypothekenkrise 2008 ist das Unternehmen sehr abhängig von Hilfe seitens der Regierung und die Konditionen haben sich seitdem nicht sonderlich verbessert, obwohl die Anglo Irish nationalisiert wurde und vermutet wird, dass die Bank of Ireland keine weiteren Kapitalinfusionen benötigen wird. Die Ungewissheit besteht jedoch weiterhin in Irland und das ist kein gutes Zeichen für die Zukunft der Bank of Ireland.

  1. Vermillion Inc (Nasdaq;VRML)

YTD-Verlust: 56%

Vermillion war eine der furchterregendsten Investitionen auf dem Markt, da es die dubiose Auszeichnung erhalten hat eine der am schlechtesten abschneidenden Aktien der vergangenen Jahre zu sein. Vermillion ist ein Biotech-Unternehmen, welches vor kurzem einen Test entwickelt hat, welches von Ärzten verwendet wird um herauszufinden ob Tumore bös- oder gutartig sind. Aufgrund der hohen Entwicklungskosten hat das Unternehmen schon den ersten Schritt in Richtung Bankrott Anfang 2009 gemacht und erholte sich davon wieder Juli 2010, nach dem das FDA die OVA1 Tests genehmigt hatte. Die Aktien des Unternehmens wurden am 6. Juli wieder auf der Nasdaq gelistet. Die Aktie hat mehr als die Hälfte ihres Wertes seit dem ersten Handelstag verloren.

Der Schlussstrich

Ein Unternehmen, dessen Aktienpreise stark bestraft wurden, aufgrund von gegenläufigen Operations-Entwicklungen sollte am besten gemieden werden. Für andere kann Negativität eine Gelegenheit darstellen, wenn die Geschäftsbedingungen sich stabilisieren oder sich wieder erholen. Die oben genannten Aktien haben vielen existierenden Anlegern das Fürchten gelehrt, aber könnten die belohnen, welche mutig genug sind in extrem spekulative Gewässer zu treten.

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